Der Wetter-Tag bei wetter.de

Teils kräftiger Regen und einzelne Gewitter

Guten Tag liebe Wetter-Freundinnen und -Freunde! Das sind unsere Wetter und Klima-News des Tages:

In der Nacht breitet sich in der Mitte teils kräftiger und mit einzelnen Gewittern durchsetzter Regen aus, der langsam in den Süden zieht. Sonst sind neben Auflockerungen hier und da noch Schauer möglich. Bis zum Morgen kühlt sich die Luft auf 16 bis 10 Grad ab.

Wetteraussichten für Freitag, den 1. August

Am Vormittag zieht das Regengebiet über den Süden hinweg und anschließend stellt sich auch dort wechselhaftes Schauerwetter inklusive einzelner Gewitter ein. In den Regenpausen setzt sich auch mal die Sonne durch. Die Temperaturen erreichen meist Werte um die 20 Grad. Am wärmsten mit bis zu 24 Grad wird es zwischen Frankfurt am Main und Mannheim. In den nächsten Tagen setzt sich das wechselhafte Wetter bei zunächst 17 bis 23 Grad fort. Am Sonntag wird es im Südwesten und am Montag im gesamten Süden freundlicher und zudem auch etwas wärmer.

Hitzewelle und Wassermangel im Iran: Über 50 Grad im Südwesten

Inmitten einer Wasserkrise sind die Temperaturen an einem Ort im Iran auf über 50 Grad gestiegen. In der südwestlichen Stadt Omidieh in der industriell geprägten und trockenen Provinz Chusestan wurden am Donnerstag 51 Grad gemessen, wie der staatliche Rundfunk berichtete. Auch in anderen Städten des Landes kletterten die Höchstwerte dem Rundfunk zufolge auf über 45 Grad. In den kommenden Tagen sei zudem in Teilen Irans mit Sandstürmen und schlechter Luftqualität zu rechnen, berichtete der Rundfunk unter Berufung auf eine Warnung der Wetterbehörde.

Die Hitzewelle trifft das Land inmitten einer Wasserkrise. Laut jüngsten Aussagen von Klimaexperten sind 80 Prozent der Stauseen fast leer. In zahlreichen Städten ordneten die Behörden Zwangsabschaltungen der Wasserversorgung an. In der Millionenmetropole und Hauptstadt Teheran etwa blieben die Wasserhähne in den vergangenen Tagen teils stundenlang trocken.

Der Iran zählt zu den trockensten Ländern der Erde. In den vergangenen Jahren haben Klimaforscher einen deutlichen Rückgang der Niederschläge verzeichnet, während extreme Wetterereignisse wie Dürreperioden und Sturzfluten zunehmen. Der Klimawandel trifft das Land Experten zufolge schneller und härter als viele andere Regionen der Welt.

Wettertrend bis Montag – langsam wird’s freundlicher

Der Freitag startet mit Regen im Süden, später wird es landesweit wechselhaft mit Schauern und etwas Sonne bei 18 bis 24 Grad. Am Samstag bleibt es unbeständig – besonders im Westen, Nordwesten und am Alpenrand regnet es häufiger, während der Osten länger trocken bleibt. Am Sonntag gibt es im Norden und Südosten noch Schauer, im Südwesten dagegen teils freundliche Abschnitte. Zum Wochenstart wird es insgesamt milder: Bei bis zu 25 Grad zeigt sich im Süden häufiger die Sonne, nur im Nordwesten droht neuer Regen.

WMO verzeichnet Mega-Blitz von 829 Kilometern Länge

Die Weltwetterorganisation (WMO) hat den längsten je registrierten Blitz der Welt anerkannt: Er maß 829 Kilometer und reichte vom Osten des US-Bundesstaates Texas bis fast nach Kansas City weiter nördlich. Der Megablitz wurde nach diesen Angaben im Oktober 2017 registriert. Die Region ist für heftige Gewitter bekannt. Dieser Blitz dauerte 7,8 Sekunden.

DWD setzt auf automatische Pollenmessung – Hilfe für Millionen Allergiker

Der Deutsche Wetterdienst will seine Pollenflugvorhersagen deutlich verbessern: Bis 2027 sollen 16 automatische Pollenmessgeräte in ganz Deutschland installiert werden. Die Geräte liefern teils stündlich aktuelle Daten zu den acht wichtigsten Pollenarten – mithilfe künstlicher Intelligenz. Ziel ist es, Allergiker schneller und präziser zu informieren. Hintergrund ist auch der Klimawandel: Die Pollensaison beginnt inzwischen häufig schon im Januar. Rund 15 Prozent der Bevölkerung sind betroffen – und verursachen jährlich volkswirtschaftliche Kosten von rund vier Milliarden Euro.

Steinschlag am Laila Peak – Klimawandel als tödliches Risiko in den Bergen

Laura Dahlmeier in Sotschi
Ist Laura Dahlmeier ein Opfer der Folgen des Klimawandels geworden?

Der tödliche Unfall der früheren Biathletin und Extrembergsteigerin Laura Dahlmeier am Laila Peak in Pakistan hat nicht nur in ihrer Heimat Garmisch-Partenkirchen tiefe Trauer ausgelöst – er lenkt auch den Blick auf eine unterschätzte Folge des Klimawandels. Wie Bergsteiger-Ikonen Reinhold Messner und Dani Arnold betonen, machen steigende Temperaturen das Hochgebirge zunehmend instabil: Fels wird brüchiger, lockerer – und Steinschlag häufiger. „Wenn Steine kommen, dann ist kaum eine Rettung möglich“, sagt Messner. Dahlmeier galt als erfahren und umsichtig. Dass selbst für sie das Risiko unkontrollierbar wurde, unterstreicht: Der Klimawandel verändert das Bergsteigen – mit dramatischen Konsequenzen.

Rekord-Hitzewelle in Seoul mit 22 Tropennächten

In Seoul hat eine extreme Hitzewelle für einen neuen Rekord gesorgt: 22 Nächte in Folge sanken die Temperaturen nicht unter 25 Grad – so viele Tropennächte gab es seit Beginn der Aufzeichnungen vor über 100 Jahren noch nie. Die Nacht zum Donnerstag war mit einer Tiefsttemperatur von 29,3 Grad die bislang heißeste. Laut Wetterdienst soll die Hitzewelle in Südkorea anhalten. Bisher starben mindestens 13 Menschen, auch hunderttausende Tiere verendeten.

Riesige Flut unter dem grönländischen Eis entdeckt

Eine gewaltige Schmelzwasserflut hat bereits 2014 das grönländische Eisschild durchbrochen – entdeckt wurde das Ereignis aber erst später durch Satellitendaten. Laut der Europäischen Weltraumorganisation (Esa) schossen rund 90 Millionen Kubikmeter Wasser aus einem unterirdischen See an die Oberfläche und rissen einen zwei Quadratkilometer großen, 85 Meter tiefen Krater in die Eisdecke. Die nun im Fachjournal Nature Geoscience veröffentlichte Analyse deutet darauf hin, dass sich Wasser unter bestimmten Bedingungen sogar entgegen der Schwerkraft durch das Eis bewegen kann – mit weitreichenden Folgen für die Klimaforschung.

Gleich drei Tropenstürme im Pazifik aktiv

CHINA-SHANGHAI-TYPHOON-CO-MAY-2ND LANDFALL (CN)
Der Tropensturm Co-May liegt westlich von Shanghai.

Im Pazifik sind derzeit drei tropische Wirbelstürme unterwegs. Tropensturm Co-May liegt inzwischen westlich von Shanghai und sorgt trotz Abschwächung noch für massive Regenmengen mit bis zu 150 Litern pro Quadratmeter, unter anderem im Großraum Nanjing. Tropensturm Krosa nähert sich der japanischen Hauptinsel Honshu, soll aber voraussichtlich östlich an Tokio vorbeiziehen. Südlich von Hawaii zieht Ex-Hurrikan Iona über offenes Wasser. Zudem könnte sich in den nächsten 48 Stunden vor der Küste Mexikos ein weiterer Tropensturm bilden.

Schauer, Gewitter, kräftiger Wind – Sommerfeeling? Fehlanzeige

Heute ist es bei wechselnder bis starker Bewölkung nahezu landesweit unbeständig mit schauerartigen Regenfällen. Vor allem im Ostseeumfeld, später auch im Westen und in der Mitte sind teils auch kräftige Gewitter möglich. Etwas freundlicher und trockener zeigt sich das Wetter in einem Streifen vom Oberrhein bis nach Franken, in der Lausitz und später in Nordseenähe sowie im nördlichen Schleswig-Holstein. Die Höchstwerte liegen zwischen 17 Grad im Vogtland und 25 Grad am Oberrhein. Dazu weht meist schwacher bis mäßiger, an der Nordsee anfangs frischer und in Böen starker bis exponiert auch noch stürmischer Wind aus südwestlichen bis nordwestlichen Richtungen.

Heftiger Regen im Norden – Pegel steigen auch im Süden

Gewitter und Starkregen haben am Mittwoch vor allem Schleswig-Holstein getroffen. In Süderlügum fielen 109 Liter Regen pro Quadratmeter, in Weesby waren es 93 Liter. Auf Sylt wurde zudem eine Sturmböe mit 83 Kilometern pro Stunde gemessen.
Auch im Süden Deutschlands steigen die Wasserstände: An Flüssen und Bächen südlich der Donau sowie am Ober- und Mittelrhein wurden erhöhte Pegel verzeichnet – gefährliches Hochwasser besteht aber nicht. Der Bodensee legte binnen einer Woche rund 45 Zentimeter zu und hat damit etwa zwei Drittel seines Rückstands zum langjährigen Mittel aufgeholt.

Wann es wo kracht – die Gewitterlage im Überblick

Tief Karlheinz bringt Deutschland in den kommenden Tagen eine explosive Mischung aus kühler Atlantikluft, Regen und teils heftigen Gewittern. Vor allem Schleswig-Holstein droht heute Dauerbeschuss mit Starkregen, Sturmböen und Blitzgewitter. Doch auch in den Folgetagen bleibt die Lage gewitteranfällig – von der Nordseeküste bis zu den Alpen.

Unbeständiges Wetter bis Sonntag – Schauer, Gewitter und nur wenig Sonne

3 Tage wettertrend
3 Tage wettertrend

Bis zum Wochenende bleibt das Wetter unbeständig. Die Tage sind reichlich wechselhaft und verlaufen meist trüb mit häufigen Schauern und einzelnen Gewittern, ganz lässt uns die Sonne aber nicht im Stich und schaut immer wieder hinter den dicken Quellwolken hervor. Die Höchstwerte bewegen sich bei 17 bis 24 Grad. Am Sonntag wird es etwas freundlicher, doch mit 17 bis 23 Grad bleibt es vergleichsweise kühl.

Volle Autobahnen am Ferienwochenende erwartet

Zum Start ins erste Augustwochenende droht eines der staureichsten Wochenenden des Jahres. In ganz Deutschland beginnen nun die Sommerferien – zuletzt in Baden-Württemberg und Bayern. Gleichzeitig wächst der Rückreiseverkehr, denn in zwei Wochen enden die Ferien in den ersten Bundesländern. Auch Tagesausflügler und spontane Urlauber sorgen bei gutem Wetter für zusätzliches Verkehrsaufkommen.

Besonders betroffen sind Urlaubsrouten und Baustellenabschnitte. Auf den wichtigsten Autobahnen gilt samstags ein Lkw-Fahrverbot. Wer kann, sollte zwischen Dienstag und Donnerstag reisen – der werktägliche Berufsverkehr ist in der Ferienzeit deutlich schwächer.

Fernstraßen zur und von der Nord- und Ostsee

  • A1 Köln – Dortmund, Bremen – Hamburg
  • A3 Frankfurt – Nürnberg – Passau
  • A4 Kirchheimer Dreieck – Erfurt – Dresden
  • A5 Frankfurt – Karlsruhe – Basel
  • A6 Mannheim – Nürnberg
  • A7 Hamburg – Flensburg, Würzburg – Füssen/Reutte
  • A8 Karlsruhe – München – Salzburg
  • A9 Berlin – Nürnberg – München
  • A10 Berliner Ring
  • A11 Berlin – Dreieck Uckermark
  • A19 Dreieck Wittstock – Rostock
  • A24 Hamburg – Berlin
  • A61 Mönchengladbach – Ludwigshafen
  • A81 Stuttgart – Singen
  • A93 Inntaldreieck – Kufstein
  • A95/B2 München – Garmisch-Partenkirchen
  • A96 München – Lindau
  • A99 Umfahrung München

Wetterlage: Herbst im Juli – Tief Karlheinz macht’s möglich

Wetterlage
Wetterlage

Das hartnäckige Tiefdruckgebiet „Karlheinz“ liegt mit mehreren Kernen zwischen dem Kattegat und Südschweden und beeinflusst weiterhin das Wetter in Deutschland, wobei feuchte und für die Jahreszeit zu kühle Luft vorherrschen, so dass es verbreitet zu Regenfällen sowie punktuell auch heftigen Gewittern kommen kann. Diese Wetterlage bleibt auch am Wochenende bestehen, erst ab Mitte der nächsten Woche deutet sich von Südwesten her ein Sommercomeback mit wieder mehr Sonnenschein und Wärme an.

(mit dpa)