Der Wetter-Tag bei wetter.de

Gefährlicher Steinschlag im Karakorum – Große Sorge um Laura Dahlmeier

Ein Steinschlag trifft Laura Dahlmeier in extremer Höhe. Hitze, Tauwetter und schwierige Rettungsbedingungen verschärfen die Lage.
Ein Steinschlag trifft Laura Dahlmeier in extremer Höhe. Hitze, Tauwetter und schwierige Rettungsbedingungen verschärfen die Lage.

Guten Morgen liebe Wetter-Freundinnen und -Freunde! Das sind unsere Wetter und Klima-News des Tages:

Bangen um die erfolgreichste deutsche Biathletin der letzten Dekade. Laura Dahlmeier ist beim Bergsteigen in Pakistan schwer verunglückt. Ein Steinschlag am 6.069 Meter hohen Laila Peak traf die 31-Jährige auf rund 5.700 Metern Höhe – mitten in einer Phase, in der die Berge durch Hitze und Tauwetter besonders instabil sind.
Der Unfall ereignete sich im Karakorum-Gebirge im Nordosten Pakistans – einer Region, die flächenmäßig höher liegt als Himalaya oder Tibet. In den vergangenen Tagen herrschte dort extreme Wärme: In den Tälern um 1.500 Meter kletterten die Temperaturen auf rund 40 Grad, selbst in Höhen über 2.000 Metern wurden über 30 Grad gemessen. Solche Bedingungen lassen Schnee- und Eisschichten bis in große Höhen abschmelzen, lockern gefrorene Felsstrukturen – und erhöhen die Gefahr von Steinschlägen deutlich.

Dahlmeier war gemeinsam mit einer Seilpartnerin im alpinen Stil unterwegs – also mit möglichst leichter Ausrüstung und ohne große Expeditionslogistik. Die beiden waren allein, als sich am Montagmittag (Ortszeit) der Steinschlag löste. Die Partnerin setzte sofort einen Notruf ab. Wegen der extremen Steinschlaggefahr konnten Bodenteams nicht zum Unglücksort vordringen. Ein Hubschrauber überflog am Dienstagmorgen erstmals die Stelle – Rettungskräfte berichteten von schwersten Verletzungen der Bergsportlerin. Lebenszeichen konnten nicht festgestellt werden. Ein internationales Bergrettungsteam versucht nun, die Bergung unter höchstem Risiko zu koordinieren. Unterstützung kommt von erfahrenen Alpinisten, die bereits in der Region sind. Die Seilpartnerin befindet sich mit anderen Bergsteigern auf dem Abstieg.

Erfahrung trifft auf alpine Risiken
Dahlmeier gilt als äußerst erfahrene Bergsteigerin. Sie ist staatlich geprüfte Berg- und Skiführerin, Mitglied der Bergwacht und bekannt für umsichtiges, risikobewusstes Handeln. Seit Ende Juni war sie in der Region unterwegs, hatte am 8. Juli bereits den Great Trango Tower (6.287 m) erfolgreich bestiegen. Der Laila Peak war das zweite geplante Gipfelziel.
Bergsteiger wissen: Sommerhitze macht die Wände der hohen Karakorum-Gipfel besonders gefährlich. Gelockerte Felsbrocken können jederzeit und ohne Vorwarnung ins Rutschen geraten – ein Risiko, das auch die erfahrensten Alpinisten trifft.

Frische Nacht: Temperaturen sinken auf 16 bis 8 Grad

In der Nacht kühlt es spürbar ab – auf 16 bis 8 Grad. An der Nordsee pfeift dazu ein kräftiger Wind, der weitere Schauer und einzelne Gewitter in Richtung Dänemark treibt. Über der südlichen Mitte fällt zeitweise Regen, sonst beruhigt sich das Wetter. Nach letzten Tropfen lockert die Bewölkung vielerorts auf, teils wird es sogar klar.

Der Morgen startet im Norden mit Tempo: In Teilen Schleswig-Holsteins ziehen teils kräftige Regenfälle und Gewitter durch. Im Süden wandert das Regengebiet bis zur Donau. Dazwischen gibt es Sonnenfenster. Am Nachmittag ist das Schauer- und Gewittertheater fast landesweit zu Gast – besonders im Südosten, am Erzgebirge und erneut in Schleswig-Holstein. Über der nördlichen Mitte bleibt es dagegen meist trocken. Im Osten scheint die Sonne bis zu 10 Stunden, im hohen Norden dagegen kaum oder gar nicht. Dazu weht dort ein kräftiger bis stürmischer Wind. Die Höchstwerte: eher herbstliche 17 bis 24 Grad.

Seltene Wasserhose zieht über den Bodensee – spektakuläres Naturschauspiel am Morgen

Ein seltener Gast hat sich am Dienstagmorgen über dem Bodensee gezeigt: eine Wasserhose. Gegen 9 Uhr bildete sich südlich von Friedrichshafen eine kräftige Schauerzelle mitten über dem See – und brachte das eindrucksvolle Wetterphänomen hervor. Die rotierende Säule aus Wasser und Luft wirkte wie ein gigantischer Schlauch, der den Himmel mit der Wasseroberfläche verband.
Wasserhosen gehören zur Familie der Tornados, treten hierzulande jedoch nur selten auf – und meist nur kurzzeitig. Damit sich ein solcher Wirbel bildet, müssen starke Temperaturgegensätze herrschen und aufsteigende Luft in Verbindung mit vertikaler Windscherung auftreten.

Laut dem Schweizer Wetterdienst war die Wasserhose fast eine Stunde lang sichtbar, bevor sie sich wieder auflöste. Schäden wurden keine gemeldet – dafür aber staunende Blicke am Ufer. Fotos und Videos des seltenen Spektakels kursieren inzwischen in den sozialen Netzwerken und zeigen eindrucksvoll, wie imposant Natur sein kann.

Rauchwolken über dem Grand Canyon: Feuer weitet sich aus

Ein Feuer im berühmten Grand-Canyon-Nationalpark an der US-Westküste, das schon seit Wochen brennt und zuletzt teilweise unter Kontrolle war, ist wieder aufgeflammt. Auch für Touristen hat das Folgen: Der Nordteil des Parks soll für die restliche Saison 2025 geschlossen bleiben, wie der Nationalpark auf seiner Internetseite mitteilte. Auf Bildern ist zu sehen, wie dichte Rauchwolken über den tiefen Schluchten aufstiegen.

Die Flammen des „Dragon Bravo Fire” bedrohen laut US-Medien unter anderem eine historische Lodge, die seit 99 Jahren existiere. Feuerwehrleute seien rund um die Kaibab Lodge, wo Besucher eigentlich übernachten oder einkehren können, im Einsatz, hieß es auf der Internetseite des Bundesstaates Arizona. Trockenheit, starke Winde und unwegsames Gelände erschwerten die Löscharbeiten. Das Feuer zeige ein „extremes Brandverhalten”, es habe sich auf eine Fläche von mehr als 220 Quadratkilometern ausgebreitet - etwa die Größe des Stadtgebiets von Düsseldorf. Ende vergangener Woche war die betroffene Fläche laut US-Medien nur etwa halb so groß .Der Wetterdienst warnte vor extremer Hitze in der Gegend. Temperaturen von 38 bis 45 Grad Celsius werden dort bis Mittwoch erwartet, hieß es in einer Mitteilung von Meteorologen. Ausgebrochen war das Feuer nach Behördenangaben am 4. Juli, dem US-Unabhängigkeitstag. Als Ursache gilt demnach ein Blitzeinschlag. Rund 1.000 Einsatzkräfte kämpften den Angaben nach gegen das Feuer. Es sei erst zu 13 Prozent eingedämmt.

Flammen zerstörten bereits andere historische Lodge

Das Feuer hatte Mitte Juli bereits die historische Grand Canyon Lodge am Nordrand des Parks zerstört. Insgesamt seien bisher 70 Gebäude in der Gegend von den Flammen erfasst worden, teilte der Park weiter mit. Jährlich besuchen Millionen Menschen den Grand-Canyon-Nationalpark, die meisten von ihnen den bekannteren Südrand, der zunächst offen blieb.

Es bleibt ein regnerischer Sommer

Wechselhaftes Wetter und Personalmangel bremsen Besucheransturm

Sommerferien in NRW – und trotzdem gähnende Leere an den Freibadkassen. Das wechselhafte Wetter sorgt dafür, dass sich nur selten echtes Sommerfeeling einstellt. Laut der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen braucht es rund 30 Grad, damit sich lange Schlangen an den Kassen bilden. Davon ist man aktuell weit entfernt. In Bottrop reagiert das Stenkhoffbad bereits: Unter der Woche öffnet es nur noch von 12 bis 18 Uhr. Am Wochenende sollen die regulären Zeiten wieder gelten. Auch Personalmangel spielt eine Rolle – viele Kommunen überlegen, Personal ins Hallenbad zu verlegen, wenn das Wetter nicht mitspielt.

In Großstädten wie Köln oder Dortmund bleiben die Freibäder zwar regulär geöffnet, doch statt sonnenhungriger Familien ziehen vor allem Sportschwimmer ihre Bahnen. Die gute Nachricht: Sobald die Sonne zurückkommt, könnte der Badespaß auch in NRW wieder Fahrt aufnehmen – doch bis dahin bleibt es wohl eher ruhig am Beckenrand.

Unbeständiges Wetter bis Sonntag – Schauer, Gewitter und wenig Sonne

Wettervorhersage für 3 Tage in Deutschland
Im Norden kann es in den kommenden Tagen stürmisch werden.

Bis zum Wochenende bleibt das Wetter unbeständig. Am Donnerstag wechseln sich Sonne, Wolken und Schauer ab – vereinzelt sind auch Gewitter möglich. Die Temperaturen liegen zwischen 18 und 24 Grad.
Auch Freitag und Samstag verlaufen meist trüb mit häufigen Schauern und einzelnen Gewittern, dazu kaum Sonne. Die Höchstwerte bewegen sich bei 17 bis 24 Grad. Am Sonntag wird es etwas freundlicher, doch mit 17 bis 23 Grad bleibt es vergleichsweise kühl.

Juli 2025 bringt regional bis zu acht Hitzetage

Der Juli 2025 zeigt sich bislang nur stellenweise hochsommerlich. Während es in Flensburg keinen einzigen Hitzetag mit über 30 Grad gab, wurden in der Rhein-Neckar-Region bis zu sechs gezählt. In Köln waren es drei, in Regensburg sieben – Spitzenreiter ist Wutöschingen-Ofteringen mit acht Hitzetagen. Im Gegensatz dazu fand der Juli 2021 ohne einen einzigen Hitzetag statt.

Volle Autobahnen am Ferienwochenende erwartet

Zum Start ins erste Augustwochenende droht eines der staureichsten Wochenenden des Jahres. In ganz Deutschland beginnen nun die Sommerferien – zuletzt in Baden-Württemberg und Bayern. Gleichzeitig wächst der Rückreiseverkehr, denn in zwei Wochen enden die Ferien in den ersten Bundesländern. Auch Tagesausflügler und spontane Urlauber sorgen bei gutem Wetter für zusätzliches Verkehrsaufkommen.
Besonders betroffen sind Urlaubsrouten und Baustellenabschnitte. Auf den wichtigsten Autobahnen gilt samstags ein Lkw-Fahrverbot. Wer kann, sollte zwischen Dienstag und Donnerstag reisen – der werktägliche Berufsverkehr ist in der Ferienzeit deutlich schwächer.

Fernstraßen zur und von der Nord- und Ostsee

  • A1 Köln – Dortmund, Bremen – Hamburg
  • A3 Frankfurt – Nürnberg – Passau
  • A4 Kirchheimer Dreieck – Erfurt – Dresden
  • A5 Frankfurt – Karlsruhe – Basel
  • A6 Mannheim – Nürnberg
  • A7 Hamburg – Flensburg, Würzburg – Füssen/Reutte
  • A8 Karlsruhe – München – Salzburg
  • A9 Berlin – Nürnberg – München
  • A10 Berliner Ring
  • A11 Berlin – Dreieck Uckermark
  • A19 Dreieck Wittstock – Rostock
  • A24 Hamburg – Berlin
  • A61 Mönchengladbach – Ludwigshafen
  • A81 Stuttgart – Singen
  • A93 Inntaldreieck – Kufstein
  • A95/B2 München – Garmisch-Partenkirchen
  • A96 München – Lindau
  • A99 Umfahrung München

Sturzflut in Vietnam – mehrere Tote und Vermisste

Heftige Regenfälle haben im Norden Vietnams eine tödliche Sturzflut ausgelöst. In der Provinz Son La kamen mindestens fünf Menschen ums Leben, ein weiteres Opfer wird noch vermisst. Drei Leichen wurden laut Behördenangaben am Montag geborgen, zwei zuvor. Die Suche nach dem Vermissten dauert an.
Die Fluten zerstörten 22 Häuser, beschädigten zahlreiche weitere und machten Dutzende Familien obdachlos. Über 180 Hektar Ackerland wurden verwüstet, auch Vieh wurde weggespült. Die Behörden sprechen von schweren Schäden. Bereits Mitte Juli waren bei einem Sturm in der Halong-Bucht 37 Menschen gestorben.

Nach Zugunglück bei Riedlingen – Bergung fast abgeschlossen

Nach dem tödlichen Zugunglück bei Riedlingen soll die Bergung der entgleisten Waggons im Laufe des Vormittags abgeschlossen werden. Spezialgerät ist im Einsatz, die beschädigten Wagen werden mit Tiefladern abtransportiert. Über die Dauer der Streckensperrung kann erst nach Begutachtung der Schäden entschieden werden. Zwischen Munderkingen und Herbertingen fahren Busse als Ersatz.
Der Unfall am Sonntagabend forderte drei Todesopfer: den 32-jährigen Lokführer, einen 36 Jahre alten Auszubildenden und eine 70-jährige Passagierin. Mehr als 40 Menschen wurden verletzt, zwei schweben in Lebensgefahr. Ein Erdrutsch nach starkem Regen hatte vermutlich das Unglück ausgelöst. Die Ermittlungen laufen, ein Gutachter prüft die Böschung, der Fahrtenschreiber wird ausgewertet.

Weltweit weniger Hunger – Afrika bleibt Sorgenregion

Die Zahl der hungernden Menschen ist laut UN-Bericht 2024 zum dritten Mal in Folge gesunken. Weltweit litten rund 673 Millionen Menschen an Hunger – das sind 8,2 Prozent der Weltbevölkerung. Im Vorjahr lag der Anteil noch bei 8,5 Prozent. Der Rückgang ist vor allem Erfolgen in Südamerika und Indien zu verdanken.
In Afrika hingegen hat sich die Lage verschärft: 307 Millionen Menschen sind dort chronisch unterernährt. Konflikte, extreme Wetterlagen und Inflation verschärfen die Lage. Bis 2030 könnten fast 60 Prozent der Hungernden weltweit aus Afrika stammen. UN-Generalsekretär António Guterres warnte: „Hunger schürt Instabilität und untergräbt den Frieden.“

Dutzende Tote nach Unwettern in China

Infolge heftiger Regenfälle sind in und um Peking mindestens 34 Menschen ums Leben gekommen. Besonders betroffen war der Außenbezirk Miyun mit 28 Todesopfern, wie der Staatssender CCTV berichtete. Zwei weitere Tote wurden aus Yanqing gemeldet, in der benachbarten Provinz Hebei starben mindestens vier Menschen bei einem Erdrutsch im Kreis Luanping.
Mehr als 80.000 Menschen mussten evakuiert werden. Straßen standen unter Wasser, Autos wurden mitgerissen, Strommasten beschädigt. In Miyun erreichte ein Stausee den höchsten Pegel seit 1959, die Behörden leiteten Wasser kontrolliert ab. Präsident Xi Jinping rief laut Staatsagentur Xinhua dazu auf, die Sicherheit der Bevölkerung zu sichern. Weitere Unwetter sind in Nord- und Ostchina angekündigt.

Freibäder passen Öffnungszeiten an

Das wechselhafte Sommerwetter drückt die Besucherzahlen in deutschen Freibädern. In Bottrop verkürzt das Stenkhoffbad diese Woche seine Öffnungszeiten – von Dienstag bis Freitag ist nur von 12 bis 18 Uhr geöffnet. Grund seien Wetter und Personalmangel, teilte die Stadt am Montag mit. Am Wochenende soll wieder regulär geöffnet werden.
Auch andernorts könnte es zu Einschränkungen kommen. Die Deutsche Gesellschaft für das Badewesen sieht in Bottrop keinen Einzelfall. Wegen fehlendem Personal denken manche Betreiber über frühzeitige Schließungen zugunsten der Hallenbäder nach. In Großstädten wie Köln und Dortmund bleiben die Zeiten vorerst unverändert – mit Ausnahme bei Gewittern.

Schauer und örtliche Gewittergefahr tragen uns durch den Tag

In einem Streifen vom Rhein-Main-Gebiet bis zur Ostsee wird zumindest der Vormittag mal zeitweise sonnig und oft trocken, Regen ist erst mal selten. In den anderen Regionen ziehen dagegen bereits wieder Schauer, örtlich auch Gewitter durch. Am Nachmittag sind dann überall Schauer unterwegs. Die Temperaturen liegen zwischen 19 und 23 Grad, am Oberrhein zwischen 23 und 25 Grad. Dazu ist es vor allem an der Küste windig.

Das Wetter in den nächsten drei Tagen

Das Wetter die kommenden drei Tage in Deutschland
Das Wetter ist aktuell ordentlich festgefahren. Somit müssen wir weiterhin mit wechselhaften Aussichten rechnen.

Mit einer kräftigen Nordwestströmung wird ziemlich feuchte und für Ende Juli nur mäßig warme Luft nach Deutschland geführt. Hauptverantwortlich dafür ist ein Tief über Dänemark, das sich die nächsten Tage kaum von der Stelle rührt. Ein Comeback des Sommers ist damit diese Woche nicht in Sicht, es reicht höchstens an einigen auserlesenen Orten gerade mal für 25 Grad.

Deutschland zwischen Hoch und Tiefs: Da ist noch ordentlich Musik drin

Die Wetterlage über Europa morgen
Die Wetterlage zeigt, dass Deutschland von Hoch und Tiefs umzingelt ist.

Zwischen Hoch Gabriele über dem Atlantik und Tief Luca über der Ostsee strömt feuchte und für die Jahreszeit recht kühle Luft nach Deutschland. An dieser Konstellation wird sich in der kommenden Woche kaum etwas ändern.