Der Wetter-Tag bei wetter.de
Von 6 auf 30 Grad - kalte Nacht vorm Hochsommertag

Guten Tag liebe Wetter-Freundinnen und -Freunde! Das sind unsere Wetter und Klima-News des Tages:
Zumindest für ein paar Tage kommt in dieser Woche nochmal der Sommer zurück. Heute konnte vor allem der Südwesten schon viel Sonne bei Temperaturen um 25 Grad genießen. Aber auch über der breiten Mitte verlief der Tag nach kühlem Start freundlich, trocken und recht warm. Nur im Norden fühlte es sich bei vielen Wolken und frischem Wind lange Zeit wie im Herbst an.
In der Nacht bleibt es weitgehend trocken. Bei leicht bewölktem bis klarem Himmel gehen die Temperaturen auf 16 Grad an der Nordsee bis 6 Grad im Erzgebirge zurück. Später bildet sich stellenweise Nebel.
Sobald sich der aufgelöst hat, scheint morgen Vormittag verbreitet die Sonne. Nur im Nordosten beginnt der Tag zeitweise trüber. Später ziehen auch in den Westen mehr Wolken und zum Abend bilden sich erste Schauer und einzelne Gewitter. Sonst hält sich das schöne Wetter noch länger. Dazu erreichen die Temperaturen sommerlich warme 25 bis 30 Grad. Von der Ostsee bis nach Sachsen ist bei kühleren 20 bis 23 Grad Schluss.
Deutschland geht das Wasser aus - ein Masterplan muss her!

Mehr Dürren, mehr Hitze, mehr Starkregen: Der Klimawandel stellt die Wasserversorgung in Niedersachsen vor große Herausforderungen. Nicht nur in Niedersachsen natürlich, aber hier hat Umweltminister Christian Meyer nun den Entwurf eines Masterplans Wasser vorgestellt. Der Plan soll dafür sorgen, dass auch in Zukunft jederzeit ausreichend Wasser für Menschen, Landwirtschaft und Natur verfügbar ist.
Der Entwurf fasst die Arbeit in drei Handlungsfeldern zusammen:
- Nachhaltiges Wassermanagement
Wasservorkommen vorausschauend und sparsam nutzen (z.B. Wassersparen, Wiederverwendung von Abwasser) - Schutz vor Wasser
Hochwasser-, Starkregen- und Küstenschutz; mehr Wasserrückhalt in der Fläche; Gewässerrenaturierung und Auenentwicklung als Ergänzung zum technischen Schutz - Schadstoffe reduzieren
Bessere Wasserqualität, unter anderem durch zusätzliche Reinigungsstufen auf Kläranlagen, gestärkten Trinkwasserschutz und Überwachung
Schon wieder ein Felssturz
Ein imposanter Felssturz sorgt an der Küste der Normandie für Aufregung unter den Spaziergängern. In der Nähe von Petites Dalles brechen Teile einer Klippe mit lautem Getöse ab. Verletzte gab es keine. Die französischen Behörden warnen Touristen eindringlich vor erhöhter Vorsicht, da solche Abbrüche durch die fortschreitende Erosion zunehmen.
Ex-Hurrikan Erin bringt Spätsommer und Wetterwechsel
Der ex-Hurrikan Erin zeigt in Deutschland zwei Gesichter. Erst bringt er uns spätsommerliche Werte mit bis zu 30 Grad, dann kommen Schauer und Gewitter mit Unwettergefahr, die eine ungemütliche Wetterperiode einläuten.

Kreuzfahrtschiff mit über 8500 Menschen vor italienischer Insel havariert
Vor der italienischen Insel Ponza zwischen Rom und Neapel ist das Kreuzfahrtschiff „MSC World Europa” wegen technischer Probleme havariert. An Bord sind 8.585 Menschen - darunter knapp 6.500 Passagiere und über 2.000 Crewmitglieder. Nach Angaben der italienischen Küstenwache ist die Lage auf dem Schiff stabil. Wetter und Seegang seien günstig, die Versorgung an Bord werde mithilfe von Generatoren gesichert.
Das unter maltesischer Flagge fahrende Schiff der Reederei MSC Cruises war von Genua nach Neapel unterwegs, als es gegen 7:25 Uhr ein elektrisches Problem an den Motoren meldete.
Nach Bodenfrost gibt es einen Sommertag
Die neue Woche startet ziemlich frisch, in einigen Mittelgebirgslagen sogar mit Bodenfrost, besonders vom Sauer- und Siegerland über den Thüringer Wald bis ins Erzgebirge und in den Bayrischen Wald. Tagsüber halten sich m Norden viele Wolken, in Küstennähe gehen vereinzelt Regenschauer nieder. In der Mitte und im Süden scheint häufig die Sonne und es sind nur ein paar harmlose Wolken am Himmel zu sehen. An der Ostsee weht ein frischer Westwind. Die Temperaturen erreichen 18 Grad auf Sylt und 27 Grad am Oberrhein.

Im Video: Im Norden ein paar Schauer
Taifun naht - Vietnam plant Evakuierung von über 500.000 Menschen - bis 600 Liter Regen

Wegen des nahenden Taifuns Kajiki wird in Vietnam die Evakuierung von mehr als einer halben Million Menschen vorbereitet. Betroffen sind insgesamt mehr als 150.000 Haushalte - etwa 587.000 Menschen - in vier Provinzen in der mittleren Küstenregion des Landes. Erwartet werden dort schwerer Regen und Überschwemmungen. In sieben Küstenprovinzen durften Boote nicht ablegen.
Kajiki war nach Angaben des US-amerikanischen Joint Typhoon Warning Center mit anhaltenden Windgeschwindigkeiten von rund 175 Kilometern pro Stunde im Südchinesischen Meer unterwegs. Demnach ist damit zu rechnen, dass der tropische Wirbelsturm zunächst noch etwas an Kraft gewinnt und dann am Montag in Vietnam auf Land trifft. Der Taifun trifft als 2,. vielleicht knapp Kategorie 3 auf Land. Die Regenmengen sind aber neben dem Sturm natürlich trotzdem katastrophal. In den Modellen sind teils um 200 Liter in 6 Stunden, insgesamt drohen wohl 300 bis 600 Liter bis Dienstagmittag - wo genau ist fraglich, aber fast der gesamte Norden ist betroffen und da gibt gewaltig Orografie - also Berge. Man kann also von Sturzfluten und Erdrutschen ausgehen.
Trotz Rekordausbau von Erneuerbaren: China produziert immer mehr Kohlestrom
Die Produktion von Strom aus Kohle hat in China im ersten Halbjahr diesen Jahres stark zugenommen. Zwar erreicht die Energieproduktion aus erneuerbaren Quellen in dem Land ebenfalls immer neue Rekorde, ein geplanter weiterer Ausbau der Kohleverbrennung beunruhigt dennoch die Klimaschützer.
In den ersten sechs Monaten des Jahres wurden demnach neue Kohlekraftwerke mit einer Leistung von 21 Gigawatt in Betrieb genommen - so viel wie in keinem ersten Halbjahr seit 2016. Zugleich wurde mit dem Bau weiterer Kraftwerke für 46 Gigawatt Kohlestrom begonnen und neue Projekte für weitere 75 Gigawatt wurden auf den Weg gebracht, wie das Centre for Research on Energy and Clean Air (CREA) aus Helsinki und der Global Energy Monitor (GEM) aus San Francisco mitteilten.
China hat in den vergangenen Jahren wie kein anderes Land der Welt die Produktion von Solar- und Windenergie ausgebaut. Auch im ersten Halbjahr 2025 wurde hier mit 212 Gigawatt neu installierter Leistung ein neuer Rekord erreicht.
Indien will Chinas Mega-Staudamm mit eigenem Projekt kontern
Indien treibt aus Sorge vor den Folgen des geplanten chinesischen Mega-Staudamms ein eigenes Staudamm-Projekt voran. Die Regierung in Neu-Delhi befürchtet, dass der von China geplante Damm im benachbarten Tibet den Wasserfluss des Yarlung Zangbo in der Trockenzeit um bis zu 85 Prozent reduzieren könnte.
Auslöser der indischen Pläne ist die Ankündigung Chinas vom Dezember, für etwa 170 Milliarden Dollar den weltgrößten Wasserkraftdamm zu bauen. Dieser soll an der Grenze zu Indien entstehen, kurz bevor der Fluss Yarlung Zangbo in indisches Gebiet fließt. Die Regierung in Neu-Delhi schätzt, dass der Nachbar künftig bis zu 40 Milliarden Kubikmeter Wasser umleiten kann - mehr als ein Drittel der Wassermenge, die jährlich am Grenzübergang ankommt. Die Auswirkungen könnten besonders gravierend in den Monaten ohne Monsun sein, wenn die Temperaturen steigen und das Land in weiten Teilen Indiens unfruchtbar wird.
Die Ambrosia-Saison hat begonnen
Allergiker müssen sich auf steigende Probleme durch Ambrosia-Pollen einstellen. Die Blütezeit beginnt nun auch hierzulande, teilte die Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst mit. „Die vorausgegangene Wärme hat zu einem Entwicklungsschub und ersten deutlichen Belastungen im Südosten Brandenburgs (Niederlausitz) geführt”, heißt es in der jüngsten Wochenpollenvorhersage für Deutschland.
Wetter in Europa: Irland kämpft mit Erin, im Süden bis 34 Grad
Während der Hochdruckeinfluss in Mitteleuropa für oft ruhiges Wetter sorgt, gehen in Italien, Bulgarien und Griechenland heute einige teils gewittrige Schauer nieder. Auch in Polen und den Baltischen Staaten wird es teils nass und gewittrig. Mit den Überresten von Hurrikan Erin hat derzeit Irland zu tun, hier weht starker bis stürmischer Südwestwind und die grüne Insel wird auch ordentlich nass.
Video: Wetterprognose für Europa für 5 Tage
An der Adria liegen die Temperaturen heute meist zwischen 25 und 28 Grad, in Südspanien und im Südwesten Frankreichs werden häufig 30 bis 34 Grad erreicht. Auf den Griechischen Inseln liegen die Höchstwerte um 27 bis 30 Grad, auf Zypern sind bis 33 Grad möglich.
Schwere Verwüstungen durch Unwetter in Italien
An der italienischen Adria-Küste rund um den auch von Deutschen viel besuchten Badeort Rimini hat ein schweres Unwetter am Sonntag erheblichen Sachschaden angerichtet. In mehreren Strandbädern wurden die Dächer von Gebäuden weggerissen. Der heftige Wind wirbelte auch Liegen und Liegestühle durcheinander. Der Zugverkehr in der Region war wegen entwurzelter Bäume, die auf den Schienen lagen, auch nach Stunden noch beeinträchtigt.
Das Unwetter war kurz vor Sonnenaufgang die Küste entlang gezogen, zunächst über die Stadt Ravenna und dann weiter nach Rimini im Süden. Über der Region gingen große Mengen Regen nieder, teils auch Hagel. Zudem blies der Wind mit Geschwindigkeiten mit mehr als 100 Stundenkilometern. Betroffen waren auch verschiedene Campingplätze. Die Feuerwehr war im Dauereinsatz. Mehrere Autos wurden schwer beschädigt. Zudem sind verschiedene Unterführungen überschwemmt.
Video: Schon Anfang August wurde die Adria von Unwettern getroffen
Video: Angstschreie im Urlaubsflieger! Heftiges Unwetter überrascht Flugzeug auf dem Weg nach Rom
Wetterlage: Hoch Mareike bringt noch mal Spätsommerfeeling

Hoch Mareike sorgt derzeit in Mitteleuropa noch für eher ruhiges Spätsommerwetter, bevor gegen Mitte der Woche das Tief des ehemaligen Hurrikans Erin zunehmend unbeständiges Wetter bringt. Vor allem ab Donnerstag sind wieder kräftige Schauer und Gewitter mit von der Partie.