Der Wetter-Tag bei wetter.de

Kühle Nacht mit Schauern im Norden und an den Alpen

von Oliver Scheel

Wetterkarte für die Nacht zu Samstag, 23. August 2025
Im Nordosten und an den Alpen sind noch ein paar Schauer möglich.

Guten Tag liebe Wetter-Freundinnen und -Freunde! Das sind unsere Wetter und Klima-News des Tages:

In der kommenden Nacht ziehen besonders im Norden sowie in den westlichen Mittelgebirgen Schauer durch, auch an den Alpen und im Erzgebirge kann es einzelne geben. Abseits davon bleibt es locker bis gering bewölkt, teilweise sternenklar. Die Temperaturen sinken auf Werte zwischen 14 Grad auf den Ostfriesischen Inseln und bis zu 6 Grad in einigen Mittelgebirgslagen. An der Küste frischt der Wind auf, mit Böen von 50 bis 60 Kilometern pro Stunde.

Biber kehren nach Niedersachsen zurück

Der Biber hat sich große Teile Niedersachsens zurückerobert. Nach Angaben des Umweltministeriums gibt es landesweit inzwischen rund 229 Biberreviere mit etwa 500 Tieren. Besonders verbreitet sind sie an Elbe, Ems, Leine sowie an Aller und Oker im Drömling. Umweltminister Christian Meyer (Grüne) sprach von einer „Bereicherung für die Gewässer“, betonte aber auch mögliche Konflikte, etwa wenn Hochwasserschutzeinrichtungen oder landwirtschaftliche Flächen betroffen sind. Ein Leitfaden zum Biber-Management soll den Ausgleich zwischen Artenschutz und Landnutzungsinteressen regeln. Ab 2026 ist eine zentrale Anlaufstelle im Biosphärenreservat Elbtalaue geplant.

Baden-Württemberg noch am wärmsten, aber nicht sommerlich

Temperatur-Hitliste
Die aktuelle Top-5 der wärmsten Temperaturen bis 14 Uhr.

Die Temperaturen erreichen bisher nicht mal die Sommermarke von 25 Grad. Die höchsten Werte gibt es noch in Baden-Württemberg zu verzeichnen. An der Spitze unserer Top-5 liegt Mühlacker mit 23,3 Grad.

Monsunregen richtet in Pakistan und Indien schwere Verwüstungen an

Extremer Monsun in Pakistan
Monsunregen setzte den Menschen in Pakistan und Karachi zu.

In den letzten 24 Stunden haben extreme Monsunregen in Teilen Pakistan und Nordindiens zu verheerenden Überschwemmungen geführt. Besonders betroffen ist der Bezirk Buner in Khyber Pakhtunkhwa, Pakistan, wo ein sogenannter Cloudburst binnen weniger Minuten über 150 mm Niederschlag verursachte – eine der heftigsten Niederschlagsmengen der Saison. Die Behörden melden bislang hunderte Todesopfer, genaue Zahlen werden noch ermittelt. In der indischen Metropole Mumbai registrierte man ähnliche Extremwerte – ganze Stadtteile versanken unter Wasser, der Verkehrsfluss brach zusammen, zahlreiche Menschen mussten evakuiert werden. Dies unterstreicht die Wucht der Naturphänomene, die durch den Monsun in dieser Region wiederholt kritische Situationen verursachen.

Jakarta setzt auf Salz gegen Überschwemmungen

In der indonesischen Hauptstadt Jakarta laufen derzeit großangelegte Versuche zur Wettermodifikation. Nach Angaben der Behörden wurden in den letzten 24 Stunden rund zwölf Tonnen Salz und Calciumoxid per Flugzeug in Wolken eingebracht, um gezielt Regen auszulösen. Ziel der Maßnahmen ist es, die Wassermassen frühzeitig über weniger besiedelten Gebieten abregnen zu lassen und so Überflutungen im Ballungsraum zu verhindern. Jakarta ist regelmäßig von Hochwasser betroffen, zuletzt standen ganze Stadtteile nach Starkregen unter Wasser. Ob die Methode langfristig Erfolg hat, ist umstritten – die Regierung setzt jedoch zunehmend auf diese Technik, um die Folgen extremer Wetterlagen abzumildern.

Nach heftigem Regen: Einschränkungen auf Straßen und Bahnstrecke am Bodensee

Überflutungen wegen Starkregen in Baden-Württemberg
Nach Starkregen und Überschwemmungen stehen Teile des Schienennetzes im Landkreis Konstanz unter Wasser.

Nach dem Durchzug der Unwetterfront mit starken Regenfällen am Bodensee in Baden-Württemberg hat es am Freitag weiter Behinderungen im Bahn- und Straßenverkehr gegeben. Zwei Landstraßen und drei Kreisstraßen blieben gesperrt, wie ein Sprecher der Polizei in Konstanz am frühen Freitag sagte. Die Straßen waren auch am Tag nach dem Unwetter noch nicht sicher passierbar. Wie lange die Sperrungen andauern sollten, war zunächst unklar.

Am Freitag blieb auch eine Bahnstrecke zwischen den Bahnhöfen Stahringen und Radolfzell wegen Hochwassers gesperrt. Die Störung sollte nach Angaben der Bahn voraussichtlich bis in die Nacht zu Samstag andauern. Es kam zu Verspätungen und Teilausfällen. Ein Ersatzverkehr mit Bussen wurde eingerichtet. Die Einsatzkräfte rückten unter anderem zu überfluteten Straßen, vollgelaufenen Kellern und Garagen aus. Am Donnerstag hatte es rund um Schwarzwald und Bodensee wie aus Kübeln gegossen.

Wind, Regen, aber auch Sommer und Sonne

Wind, Regen, aber auch Sommer und Sonne
Wind, Regen, aber auch Sommer und Sonne

Die kommenden Tage haben alles im Gepäck - das Wetter über das Wochenende wird nicht langweilig. Am Samstag wird es mit 16 bis 23 Grad relativ frisch, dazu weht an der See und im Osten ein teils frischer und stark böiger Wind. Am Sonntag erwarten wir einen Wechsel aus Sonne und Wolken, dabei im Norden einzelne Schauer. sonst sollte es trocken bleiben. Höchstwerte 18 bis immerhin wieder 25 Grad. Und am Montag wird es noch ein bisschen wärmer. Im Nordosten bei vielen Wolken einzelne Schauer, sonst freundlich und trocken, im Süden oft sonnig. Höchstwerte 18 bis 27 Grad. Ganz im Norden windig.

Deutsche Bergsteiger in der Schweiz gerettet

Das Breithorn in der Schweiz
Das Breithorn in der Schweiz.

Am Breithorn, einem Viertausender in den Schweizer Alpen, sind zwei deutsche Bergsteiger aus großer Not gerettet worden. Die beiden Männer konnten von der italienischen Bergwacht am frühen Morgen in etwa 4.000 Metern Höhe mit einem Hubschrauber aufgegriffen und ausgeflogen werden. Sie wurden in ein Krankenhaus nach Aosta in Italien gebracht. Ihr Gesundheitszustand ist nach Angaben der Bergwacht „insgesamt gut”.

Die beiden Männer hingen seit Donnerstag in der Nähe des Gipfels fest, weil ihr Seil feststeckte und sie kein weiteres Seil mehr hatten, um den Abstieg fortzusetzen. Mehrere Versuche, sie mit einem Hubschrauber nach unten zu bringen, scheiterten an den Wetterbedingungen. Nach Angaben der Bergwacht war die Sicht zu schlecht. Zudem herrscht hohe Lawinengefahr. Am frühen Morgen gegen 5.30 Uhr kam dann doch ein Hubschrauber zu ihnen durch. Das Breithorn ist ein Bergkamm in den Walliser Alpen, im Grenzgebiet zwischen der Schweiz und Italien. Der höchste Punkt ist der Westgipfel mit 4.160 Metern.

Eine richtig kalte Nacht liegt hinter uns

Brr. Der Herbst kommt.
Brr. Der Herbst kommt.

Ganz schön kalt war es heute Nacht: Nicht einmal 5 Grad wurden in Bad Berleburg gemessen. Auch in Quickborn in Schleswig-Holstein war es unter 5 Grad warm. In Nordhessen wurden die 5 Grad in Gilserberg gerade so geknackt. Der Herbst kommt!

Immer mehr Hitzestress: UN-Organisationen schlagen Alarm

In zahlreichen Branchen und Einrichtungen sind Menschen wegen des Klimawandels wachsendem Hitzestress ausgesetzt. Die Hälfte der Weltbevölkerung von gut acht Milliarden Menschen spüre bereits negative Folgen von hohen Temperaturen, berichteten die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die Weltwetterorganisation (WMO). Dies dürfe nicht als Unannehmlichkeit abgetan werden, sondern sei eine Gesundheitskrise, warnte Rüdiger Krech, Umwelt- und Klimaspezialist der WHO. Zu den besonders betroffenen Branchen zählen die Landwirtschaft, die Fischerei und der Bau.

Wenn die Temperatur über 20 Grad Celsius steige, sinke die Produktivität pro weiterem Grad um zwei bis drei Prozent, heißt es in dem Bericht. Hitzebedingte Probleme könnten neben Hitzschlag und Austrocknen auch Nierenfunktionsstörungen und neurologische Beschwerden sein.

Der Regen im Süden hört endlich auf

Regenwetter in Bayern
Regen in München. Heute ist Schluss damit.

Wir gehen Richtung Wochenende. Der Freitag wird nicht wirklich sommerlich, aber auch nicht schlimm. Die beste Nachricht: Im Süden hört der Dauerregen auf. So klingt der Regen an den Alpen am Vormittag ab.

Heute breiten sich von Nordwesten her dichte Wolkenfelder aus, die im Norden einzelne Schauer bringen. Auch ganz im Süden sind Schauer dabei. Sonst bleibt es trocken und vom Südwesten bis nach Ostbayern wird es freundlicher mit mehr Sonnenschein. Die Höchstwerte liegen bei 18 Grad in Ostfriesland bis nahe 25 Grad im Rhein-Neckar-Kreis.

Heftige Regenmengen im Süden Deutschlands

Es hat ordentlich geschüttet gestern.
Es hat ordentlich geschüttet gestern.

Starkes Erdbeben südlich von Argentinien

Vor der Südspitze des südamerikanischen Kontinents hat es ein starkes Erdbeben gegeben. Die US-Erdbebenwarte USGS gab die Stärke des Bebens mit 7,5 an. Das Zentrum lag demnach etwa 710 Kilometer südlich von Ushuaia, der südlichsten Stadt Argentiniens, in der Drakestraße, einer Meeresstraße zwischen Südamerika und der Antarktis. Die Tiefe des Bebens wurde mit knapp elf Kilometern angegeben.

Das US-amerikanische Tsunami-Warnzentrum gab eine Tsunami-Warnung heraus, hob diese aber kurz darauf wieder auf.

Regen und Erdrutsche: 15 Tote

Guinea Landslide
Nach den Erdrutschen in Guinea.

Bei einem Erdrutsch nach starken Regenfällen in Guinea sind laut offiziellen Angaben mindestens 15 Menschen ums Leben gekommen. Der Erdrutsch ereignete sich laut der nationalen Katastrophenschutzbehörde am Mittwochabend in der Region Maneah nahe der Hauptstadt Conakry. Dabei seien mindestens 15 Menschen getötet worden. Zehn Verletzte wurden demnach in ein Krankenhaus eingeliefert. Rettungskräfte und Soldaten suchten am Donnerstag nach Überlebenden.

„Es wurden erhebliche logistische Ressourcen eingesetzt, um die Rettungsmaßnahmen zu unterstützen”, erklärte Planungsminister Mory Conde am Donnerstag. Während der Regenzeit von Juni bis September treten Erdrutsche in dem westafrikanischen Land häufig auf. Durch chaotische Stadtplanung an Berghängen und in hochwassergefährdeten Gebieten wurde die Gefahr jüngst noch verstärkt. Seit Beginn der Regenzeit hat die Katastrophenschutzbehörde in Guinea bereits rund 50 wetterbedingte Todesfälle registriert.

Septemberprognose lässt dem Spätsommer viel Platz

Vorhersage für den September 2025.
Die taufrische Vorhersage für den September 2025.

Die aktuelle wetter.de Septemberprognose weicht zumindest in Sachen Temperaturen deutlich von den vorangegangenen Berechnungen ab. Basierend auf dem Europäischen Wettermodell ist der Wärmeüberschuss von rund 5 Grad auf 2,6 Grad herunter berechnet worden.

Beim Niederschlag spekuliert die Prognose nach wie vor auf Hochdruckwetterlagen und es soll dementsprechend trocken bleiben. Schauen wir hingegen auf die NOAA-Vorhersage (Amerikanischer Wetterdienst), dann soll der September zum Teil sogar zu nass ausfallen.

Es kühlt schrittweise ab - so sind die Temperaturen in Deutschland

Wetterlage: Lukas verzieht sich, Luisa bringt Ruhe

Die Wetterlage am Freitag
Die Wetterlage am Freitag

Die Kaltfront von Tief Severin bringt im Norden leicht wechselhaftes und windiges Wetter. Sonst herrscht oft ruhiges Hochdruckwetter. Am Samstag bleibt es abseits des Südwestens unter Tiefdruckeinfluss unbeständig und teilweise windig. Ab Sonntag setzt sich verbreitet hoher Luftdruck mit freundlichem Wetter durch, nur im Norden und Nordosten kann es noch schwache Tiefdruckstörungen geben. Zudem steigen auch die Temperaturen wieder an. Ab Mittwoch soll es dann voraussichtlich wechselhafter werden.

(mit dpa)