Der Wetter-Tag bei wetter.de
Klare Nacht vor dem Knall: Der Samstag startet friedlich, endet aber turbulent
Guten Tag liebe Wetter-Freundinnen und -Freunde! Das sind unsere Wetter und Klima-News des Tages:
Die Nacht auf Samstag zeigt sich von ihrer angenehmen Seite: Meist ist es locker bewölkt oder sogar sternenklar, im Norden halten sich bis Mitternacht noch Regen und auch Gewitter, es ziehen später ein paar Nebelfelder auf, die teils Sichtweiten unter 150 Metern mit sich bringen. Mit Temperaturen zwischen 18 und 9 Grad wird’s erfrischend, aber nicht kalt – perfekte Bedingungen für alle, die bei offenem Fenster schlafen wollen.
Der Samstagmorgen beginnt dann fast kitschig schön: Frühnebel verzieht sich schnell, die Sonne übernimmt das Kommando. Wer also noch etwas draußen vorhat, sollte den Vormittag nutzen. Denn ab dem Nachmittag verfinstert sich die Wetterlage im Südwesten. Dort ziehen erste Schauer und Gewitter auf, die sich im Laufe des Tages entlang der Alpen verstärken können – inklusive Starkregen, Hagel und Sturmböen. Im großen Rest des Landes bleibt es dagegen sonnig, warm und trocken. Ein klassischer Fall von: erst Ruhe, dann Rumms. Wer also im Süden wohnt oder dort unterwegs ist, sollte den Himmel am Nachmittag gut im Auge behalten – oder direkt einen Platz im Trockenen reservieren.
Spanien brennt, Gewitter über Großbritannien, Norwegen mit Hitzerekord
Europa wird wettertechnisch ordentlich durchgeschüttelt – und das im wahrsten Sinne. In Spanien fiel am Donnerstag Asche vom Himmel: Ein Waldbrand bei Méntrida sorgte für apokalyptische Bilder bis nach Madrid, wo riesige Rauchwolken über der Stadt hingen. Bis zu 39 Grad wurden dort gemessen – Tendenz steigend.
Die Hitze rollt weiter: Richtung Balkan, Griechenland und Türkei geht’s auf die 40 Grad zu. Gleichzeitig brodelt es im Nordwesten: Großbritannien bekommt es mit kräftigen Gewittern, Sturzfluten und Hagel zu tun. Die Briten wurden bereits aufgefordert, vorsichtshalber zu Hause zu bleiben.
Und als wäre das nicht genug, schließt sich Skandinavien der Extremwetter-Liga an: Norwegen kratzt an Allzeitrekorden – dort könnte es heißer werden als in Teilen Südeuropas. In Bergen war der Juni schon der heißeste seit Messbeginn, nun drohen Waldbrände und sogar Erdrutsche in den Bergen.
Einmal alles, – Europa erlebt einen Sommer zwischen Wetterdrama und Rekordfieber.
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Tragödie in Belgien: Baby stirbt nach Stunden im heißen Auto

Ein Albtraum, der zur bitteren Realität wurde: In Belgien ist ein 15 Monate altes Baby in einem Auto gestorben – offenbar, weil es dort vergessen wurde. Der Vater wollte das Kind eigentlich in die Kita bringen, fuhr jedoch direkt zur Arbeit. Tragischerweise blieb das Kleinkind dann stundenlang auf dem Firmenparkplatz zurück – bei rund 25 Grad Außentemperatur. Im Auto dürfte es schnell deutlich heißer geworden sein.
Die Staatsanwaltschaft der Stadt Namur bestätigte am Freitag den Tod durch Hyperthermie, also Überhitzung. Fremdeinwirkung wird ausgeschlossen, aber es wurde ein Verfahren wegen fahrlässiger Tötung eingeleitet. Der genaue Ablauf des Vorfalls ist noch unklar. Solche tragischen Fälle machen immer wieder fassungslos – und sie sind kein Einzelfall. Schon bei moderaten Außentemperaturen kann ein Auto zur tödlichen Hitzefalle werden. Ein Moment der Unachtsamkeit, der alles verändert.
3-Tage-Vorhersage
Waldbrände in Frankreich und Spanien
Wegen der Trockenheit in Folge der frühen Hitzewellen sind in Frankreich und Spanien erneut mehrere Waldbrände ausgebrochen. Nördlich von Marseille brannten nach Angaben der Behörden vom Freitag etwa 240 Hektar ab. Die Feuerwehr hatte das Feuer nach eigenen Angaben am Vormittag noch nicht unter Kontrolle, konnte es aber daran hindern, sich weiter auszubreiten. Etwa 150 Menschen waren über Nacht in Notquartiere gebracht worden. Rund tausned Feuerwehrleute und mehrere Löschflugzeuge waren im Einsatz.
In der spanischen Hauptstadt Madrid waren am Donnerstag riesige Rauchwolken eines nahen Waldbrandes zu sehen, es fiel Asche vom Himmel. Das Feuer wütete in dem etwa 50 Kilometer entfernten Ort Méntrida. Die Einwohner von Madrid wurden aufgefordert, zu Hause zu bleiben und medizinische Masken zu tragen. Eine Autobahn wurde zeitweise gesperrt.

Mehrere spanische Regionen meldeten neue Höchsttemperaturen. In Méntrida stieg das Thermometer am Donnerstag auf 39 Grad. Bislang brannten in Spanien in diesem Jahr bereits 25.000 Hektar Vegetation ab.
Wetteraussichten für heute, Freitag, den 18. Juli
Im Norden und Osten überwiegen am Vormittag oft dichte Wolken. Freundlicher präsentiert sich das Wetter hingegen im Südwesten: Von der Eifel bis ins Allgäu zeigt sich die Sonne häufig. In den östlichen Mittelgebirgen kann es vereinzelt noch zu lokalen Regenschauern kommen.
Am Nachmittag steigt im Norden die Schauer- und Gewitterneigung deutlich an. Besonders von Schleswig-Holstein über den Nordosten Niedersachsens bis in den Westen Mecklenburg-Vorpommerns sind punktuell kräftige Gewitter möglich – örtlich besteht sogar Unwettergefahr durch ergiebigen Starkregen. Im Osten treten noch einzelne Schauer auf. Der Südwesten bleibt dagegen überwiegend sonnig und trocken.
Die Temperaturen erreichen im Erzgebirge rund 21 Grad. An den Küsten bleibt es bei milden 22 bis 25 Grad. Die höchsten Werte werden am Oberrhein erreicht – dort sind bis zu 30 Grad möglich.
Hitze, Sonnenschein und Unwetter am Wochenende
Am Wochenende gibt es allgemein warmes oder sogar heißes Wetter und viel Sonnenschein. Allerdings drohen auch Unwetter. Mehr Informationen gibt es in diesem Artikel:
Vielerorts stockende Ernte wegen Regens
Die Getreideernte in Deutschland läuft wegen Regens in vielen Regionen nur stockend an. Niederschläge unterbrechen die Arbeiten seit der zweiten Juliwoche immer wieder, wie der Deutsche Bauernverband in Berlin mitteilte. Erste Ergebnisse ließen vermuten, dass Winterweizen und Winterraps stärker unter der langen Frühjahrstrockenheit gelitten haben als Gerste. Wegen einer angespannten Marktlage für Getreide sei die Stimmung zudem erheblich getrübt. Die aktuellen Preise deckten nicht einmal die Produktionskosten.
Wetterlage: Es bleibt tendenziell wechselhaft
Mit Hoch Edeltraud über Mitteleuropa zeigt sich das Wetter in Deutschland oft sommerlich ruhig, nur durch einen letzten Ausläufer von Tief Horst zieht im Norden noch eine Störung durch. In den nächsten Tagen schafft ein atlantischer Tiefdruckkomplex immer wieder schaueranfällige Luft heran und es wird erneut wechselhaft und immer wieder gewittrig.
Hitze in Spanien, kühles Wetter in Irland
Wer Hitze sucht, wird heute in Spanien fündig, dort sind im Süden und Osten des Landes 35 bis 39 Grad keine Seltenheit. In Italien liegen die Höchstwerte meist um die 30 Grad, auf Sardinien sind auch 33 Grad drin. Auch auf dem südlichen Balkan und in der Türkei sind 30 bis 34 Grad möglich.
Kühler ist es dagegen oft in Osteuropa: In der Tschechischen Republik, in der Slowakei und im westlichen Rumänien liegen die Höchstwerte oft nur zwischen 19 und 23 Grad. In Irland bleibt es heute sogar recht frisch bei häufig 16 bis 19 Grad.
Preise für Marmeladen und Obstkonserven könnten steigen
Kunden in Deutschland müssen sich auf steigende Preise und Regallücken bei Obstkonserven, Marmeladen und Konfitüren einstellen. Grund dafür sind wetterbedingte Ernteausfälle, teilt der Bundesverband der obst-, gemüse- und kartoffelverarbeitenden Industrie (BOGK) mit.
Hauptgrund für die Situation ist Geschäftsführer Christoph Freitag zufolge der Klimawandel. Das Wetter sei „so wechselhaft wie noch nie”. Regenfälle, Hagel und Frost hätten die Pflaumenernte in der gesamten EU halbiert. Die Kirschernte in Polen sei stark geschmälert, in Südosteuropa gebe es Ausfälle von 30 bis 40 Prozent. Um bis zu 80 Prozent schlechter seien die Erträge in der Türkei und Serbien.
Auch in Griechenland sind die Folgen den Angaben zufolge drastisch. Demnach entfallen aufgrund von Trockenheit und Hitze 40 bis 80 Prozent der Aprikosenernte, bei Pfirsichen ist es die Hälfte. Besonders betroffen ist der Bio-Anbau. Laut Branchenverband ist es europaweit nicht gelungen, Pflanzenkrankheiten einzudämmen, da es an zugelassenen Pflanzenschutzmitteln mangelt. Die Ernte falle deshalb äußerst gering aus, auch bei Gemüse. Die konventionelle Gemüseernte hat bei den meisten Sorten hingegen gerade erst begonnen.
Regen in Deutschland: Wird der Juli am Ende zu nass?
Der Blick auf die Jahresstatistik ist eindeutig: Mal abgesehen vom Januar war es durchweg sonnenreich, aber eben auch viel zu trocken. Doch damit könnte jetzt - ausgerechnet zur Sommer- und Ferienzeit - Schluss sein. Denn die aktuellen Prognosen tendieren nächste Woche erneut gen Tiefdruckeinfluss.
Damit könnten die Sonnen- und die Niederschlagsbilanz eine Wechsel vollziehen. Zumindest aber dürften sich beide Bilanzen ausgeglichen präsentieren. Mutter Natur dürfte es freuen, Sonnenanbeter und Urlauber in heimatlichen Gefilden hätten bei diesen Vorhersagen hingegen das Nachsehen. Und auch der Alpenraum bekommt demnach einiges an Regen ab.
Regenbilanz 2025 - nur der Januar hat bislang geliefert

Sommer kommt mit Hitze, aber auch mit Schwüle und Unwettergefahr zurück

Ganz stabil wird das Sommer-Comeback nicht verlaufen. Denn bereits im Laufe des Wochenendes nehmen aus Westen wieder Gewitter Kurs auf uns. Dabei sind die Gewitter am Samstag vermutlich nur sehr lokal. Ab Sonntag und zum Montag werden die Gewittergüsse in der zunehmend schwülen Sommerluft aber häufiger und heftiger.