Der Wetter-Tag bei wetter.de

Osten nass – Südwesten klar

Nach der glühenden Hitze: Im Allgäu ziehen heftige Gewitter durch
Das Wetter zeigt sich in der Nacht zweigeteilt über Deutschland.

Guten Tag liebe Wetter-Freundinnen und -Freunde! Das sind unsere Wetter und Klima-News des Tages:

In der Nacht greifen von Polen her dichte Wolken und schauerartiger Regen auf den Nordosten und Osten über – von Vorpommern bis zur Lausitz teils kräftig und örtlich gewittrig. Im übrigen Land bleibt es wolkig, im Südwesten teilweise sogar sternenklar und trocken. Die Tiefstwerte liegen zwischen 17 Grad an der Ostseeküste und stellenweise unter 10 Grad im südlichen Bergland, etwa 8 Grad auf der Schwäbischen Alb. Der Wind weht meist schwach, an der See auch mäßig aus Nord bis West – mit Böen bei Schauern oder Gewittern.

Vermisste Deutsche lebend im australischen Busch gefunden

DVPWV Carolina
Die vermisste Carolina W. überlebte unter extremen Wetterbedingungen in der Wildnis Australiens.

Die seit zwölf Tagen vermisste 26-jährige Deutsche Carolina W. ist lebend in der Wildnis von Western Australia entdeckt worden. Laut Polizei überstand sie unter extremen Bedingungen – mit Kälte, Regen und Mückenattacken – ein „Trauma“ und wurde mit vielen kleineren Verletzungen in ein Krankenhaus in Perth gebracht. Ihr Van war zuvor verlassen in dichtem Buschland nahe Karroun Hill entdeckt worden. Die Polizei sprach von einer „bemerkenswerten Geschichte“ und lobte die Tapferkeit der jungen Frau.

Kopfüber zehn Meter in Gletscherspalte: Rettung an Zugspitze

Höllentalferner
Der Höllentalferner ist ein Gletscher im Westen des Wettersteingebirges.

Zehn Meter tief ist ein Bergsteiger auf dem Weg zur Zugspitze kopfüber in eine Gletscherspalte gestürzt - und mit viel Glück rechtzeitig gerettet worden. Der Mann sei am vergangenen Freitag auf dem Höllentalferner - Deutschlands größtem Gletscher - vermutlich im Nebel vom Weg abgekommen und in sehr steiles Gelände geraten, berichtete der Einsatzleiter der Bergwacht Grainau, Willi Kraus.

Der Mann habe offensichtlich den Halt verloren und sei die Spalte gerutscht. Trotz der ungünstigen Wetterverhältnisse sah ein anderer Bergsteiger den Mann im oberen Teil des Höllentalferners abrutschen und in der Gletscherspalte verschwinden - und alarmierte die Bergwacht. „Er hat das Glück gehabt, dass es jemand gesehen hat”, sagte Kraus. Denn an der Stelle abseits des Weges wäre sonst niemand vorbeigekommen. Zwei Bergretter starteten mit dem Rettungshubschrauber zur Unfallstelle. Sie fanden den Betroffenen etwa zehn Meter tief in der Spalte kopfüber eingeklemmt. Der Patient sei bereits unterkühlt gewesen.

30 Grad und Sonne hier, 17 Grad und Regen da

Der Samstag wird ein Tag der Gegensätze: Am Oberrhein und im Kaiserstuhl steigen die Temperaturen auf 29 Grad, zwischen Vogtland und Oberlausitz ist schon bei 17 Grad Schluss. Dazu ziehen von Ost nach West schauerartige und örtlich gewittrige Regenfälle. Die können im Osten am Nachmittag sogar teils kräftige Gewitter bringen, lokal mit Starkregen. Dagegen werden die Menschen am Rhein einen angenehm sommerlichen Samstag verbringen.

Wetter in Baden-Württemberg
Im Südwesten wird es sommerlich

Da kommt eine nasse aber milde Woche

Der Start in die Woche. Mild, aber auch nass.
Der Start in die Woche. Mild, aber auch nass.

Die nächste Woche wird warm - sommerlich warm. Nur an den Küsten ist wohl bei so 20 oder 21 Grad Schluss. Dazu zieht aber immer wieder Regen durch, es gibt Schauer, die auch mal ergiebig ausfallen können. Auch Gewitter sind in der warmen Luft möglich - in erster Linie im Osten und im Süden. Generell aber kann es jede Region erwischen und bis Mitte nächster Woche wird es überall einmal ein wenig geregnet haben.

Trump reist ins Flutgebiet nach Texas - Kritik an Entlassungswelle reißt nicht ab

US-Präsident Donald Trump reist eine Woche nach Beginn der Sturzfluten in Texas in das Katastrophengebiet. Mit dabei sein wird an diesem Freitag seine Ehefrau und First Lady Melania, wie das Weiße Haus ankündigte. Laut US-Medienberichten kamen bei der Sturzflut-Katastrophe in Texas mindestens 119 Menschen ums Leben. Allein im Gebiet Kerr County sei der Tod von 95 Menschen gemeldet worden, darunter seien 36 Kinder, sagte der Sheriff des Gebiets, Larry Leitha. In der Region werden auch noch mehr als 160 Menschen vermisst.

Rescue Efforts Continue In Texas Hill Country Following Flash Flooding On The Guadalupe River.
Nach der Flutkatastrophe in Texas.

Unterdessen laufen die Demokraten Sturm gegen Trumps Entlassungswelle und werfen ihm Beteiligung an der Flutkatastrophe vor. Sie kritisieren den Präsidenten, weil dessen Regierung Einschnitte beim Wetterdienst NWS und der Klimaschutzbehörde NOAA auf den Weg gebracht hatte. Die „New York Times” und andere Medien hatten nach den Überschwemmungen berichtet, in NWS-Büros in den texanischen Städten San Antonio und San Angelo nahe des Flutgebiets seien wichtige Posten unbesetzt - darunter der eines Meteorologen, der unter anderem für Warnmeldungen zuständig ist. Trump reagierte wie gewohnt und nannte die Vorwürfe eine „Lüge”.

Elbe zu flach für die Fähre: Kanu übernimmt - aber jetzt kommt Regen in den Osten

Außergewöhnlich niederige Pegelstände an der Elbe
Kanuverein ersetzt die Elbfähre. Die kann bei dem Niedrigwasser nicht mehr fahren.

An der Elbe in Magdeburg (Sachsen-Anhalt) ist voraussichtlich ein historisches Niedrigwasser gemessen worden. Wie die Bundesanstalt für Gewässerkunde mitteilte, fiel der Wasserstand am Pegel der Strombrücke auf 44 Zentimeter. Der bisherige Tiefststand liegt nach Angaben des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Elbe (WSA) bei 45 Zentimetern aus dem Sommer 2019. Allerdings handele es sich dabei um einen Tagesdurchschnittswert.

Außergewöhnlich niederige Pegelstände an der Elbe
Kostenlose „Fähre” über die Elbe.

Aufgrund des anhaltenden Niedrigwassers verkehren aktuell keine Fähren nach Darchau. Der Ort liegt südlich von Lauenburg an der Elbe in Niedersachsen. Aber es gibt Abhilfe: In Ermangelung der Fähre springt der Kanuverleih ein - die Überfahrt ist kostenlos. Was für eine coole Aktion.

Feucht-schwül im Osten und Süden - Hoch Dorle erfreut den Westen

Heute überwiegt ganz im Norden sowie im Südwesten freundliches und trockenes Wetter mit längerem Sonnenschein. Sonst ist es wechselnd, teils stark bewölkt und vor allem von Vorpommern bis nach Bayern bilden sich gebietsweise Schauer und im weiteren Tagesverlauf auch einzelne, im Südosten mitunter kräftigere Gewitter.

Wetter - Symbolbild
Ein Mix aus Sonne und Wolken, Schauern und Gewittern - nur wo gibt es was?

Die Höchsttemperaturen liegen zwischen 20 und 28 Grad, am wärmsten wird es dabei erneut in der Süd- und Kurpfalz. Dazu weht schwacher bis mäßiger, im Nordosten sowie bei Schauern und Gewittern in Böen teils starker Nordwest- bis Nordwind.

Da ist etwas Unordnung in der Atmosphäre

Die Wetterlage: Deutschland zwischen Hoch und Tief

Hoch Dorle und Tief Gabriel bestimmen gerade das Wetter in Deutschland.
Hoch Dorle und Tief Gabriel bestimmen gerade das Wetter in Deutschland.

Tief „Gabriel” liegt heute mit seinem Kern im Bereich der Danziger Bucht und beeinflusst mit feuchter und teils schwüler Luft den Osten und Südosten Deutschlands. Im Rest des Landes hält noch das Hochdruckgebiet „Dorle“, das sich mit mehreren Schwerpunkten von Skandinavien bis zu den Britischen Inseln und Frankreich erstreckt, mit trockener Luft dagegen. Hochdruckgeprägt bleibt zum Wochenende hin meist nur noch der Süden und Südwesten, während sich sonst oft sehr wechselhaftes Wetter einstellt (siehe dazu auch Punkt 2 unter Wetterthemen).

Ein Blick auf das Regenradar