Gegen Sonnenbrand und Hautkrebs
April-Sonne nicht unterschätzen! Sie hat soooo viel Kraft
Wer noch nicht vorgebräunt ist und jetzt das schöne Wetter draußen genießen will, sollte Sonnenschutz nicht vergessen. Sonst droht Sonnenbrand! Und in der Folge womöglich Hautkrebs.
Jetzt im Frühjahr, wo wir noch nicht so auf Sommer eingestellt sind, kann ein ausreichender Schutz gegen die gefährliche UV-Strahlung leicht vergessen werden. Dabei hat die Sonne schon ordentlich Kraft. Mitte April steht sie in etwa so hoch am Himmel wie Anfang September.
Auch das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) weist darauf hin, dass die UV-Strahlung im Frühjahr oft unterschätzt wird. Nach Monaten mit geringer Sonneneinstrahlung ist die Haut jetzt besonders empfindlich. Und die Sonne gibt ja gerade alles.

Was ist der UV-Index?
Der sogenannte UV-Index hilft dabei, einzuschätzen, ob Sonnenschutz wie Sonnencreme oder Sonnenbrille angebracht ist. Er variiert zwischen Werten von 1 (schwach) bis 12 (extrem hoch). „Ab einem Wert von 3 sollte man Haut und Augen schützen”, so BfS-Präsidentin Dr. Inge Paulini.
Wissenschaftlich ausgedrückt: Der UV-Index beschreibt den am Boden erwarteten Tagesspitzenwert der sonnenbrandwirksamen UV-Bestrahlungsstärke.
Im Prinzip variiert die Bedeutung des UV-Indexes je nach Hauttyp. In Deutschland herrscht der Mischtyp (Typ 3) vor, der bei Index 4 bis 5 nach etwa 30 bis 40 Minuten ungeschütztem Strahlungsgenuss einen Sonnenbrand bekommt. Typ 4 hält länger in der Sonne aus, der nordische Typ 2 ist empfindlicher.
Tipps für den maximalen Sonnenschutz
- Mittagsstunden im Haus oder im Schatten verbringen
- bei direkter Sonneneinstrahlung Mütze/Hut/Kappe tragen
- Sonnenbrille tragen – womöglich mit seitlichem Schutz mit den Zeichen „UV 400”, „100 Prozent UV-Schutz” oder „CE”
Außerdem sollte natürlich eine Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor auf die Haut aufgetragen werden – und zwar 30 Minuten VOR dem Sonnenbaden und nicht zu sparsam! Lichtschutzfaktor 15 ist mindestens Pflicht, für Kinder und empfindliche Menschen empfiehlt sich der Faktor 50 plus.
Was bedeutet Lichtschutzfaktor?

Der Lichtschutzfaktor gibt an, wie viel länger man sich theoretisch mit einem Sonnenschutzmittel der Sonne aussetzen kann, ohne einen Sonnenbrand zu riskieren, im Vergleich zu einer Situation ohne Sonnenschutz.
Beispiel: Wer 10 Minuten Sonnenbaden kann, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen, kann bei der Verwendung einer Creme mit LSF 30, 30 mal so lange in der Sonne bleiben, also 300 Minuten., was 5 Stunden sind.
Es gibt zwei Arten von Filtern:
Chemische Filter: ziehen in die Haut ein und wandeln UV-Strahlen in Wärme um.
Mineralische Filter (z. B. Zinkoxid): liegen auf der Haut und reflektieren das Licht.
Wovor schützt Sonnencreme genau?
UVB-Strahlen: verursachen Sonnenbrand → hier wirkt der LSF.
UVA-Strahlen: dringen tiefer in die Haut, machen sie älter und können krank machen.
Man sollte auf jeden Fall auf das UVA-Zeichen (kleiner Kreis mit „UVA”) achten.
Warum man nicht wirklich 500 Minuten in der Sonne bleiben sollte – trotz LSF 50
Die Schutzzeit ist nur ein theoretischer Wert – er basiert auf Labormessungen unter idealen Bedingungen. In der Realität wirken viele Dinge mit rein:
- Man schwitzt oder badet – das wäscht die Sonnencreme ab.
- Reibung durch Kleidung oder Handtücher reduziert den Schutz.
- Viele Menschen tragen zu wenig Creme auf – für den vollen Schutz braucht man etwa 2 mg/cm² Haut, was bei einem Erwachsenen rund 30–40 ml pro Ganzkörper-Eincremen entspricht.
- Die Sonneneinstrahlung ist nicht gleich: Am Mittag und im Sommer ist sie viel stärker als am Morgen oder im Winter.



