Tschüss Sonnenlicht!
Der Herbst kommt: Die Tage werden jetzt immer schneller kürzer und dunkler

Schon bemerkt? Die Tage werden jetzt recht schnell kürzer. Morgens ist es später hell, abends früher dunkel. Der Herbst kommt mit schnellen Schritten:
Fast zwei Stunden weniger Tageslicht im September
Kaum hat der Sommer begonnen, bewegt er sich auch schon wieder auf sein Ende zu. Denn ab der Sommersonnenwende am 20. oder 21. Juni werden die Tage wieder kürzer (wir gehen hier von der Nordhalbkugel der Erde aus). Dann steht die Sonne nämlich genau senkrecht über dem nördlichen Wendekreis. Danach wandert sie langsam wieder zurück zum Äquator, den sie zum kalendarischen Herbstanfang am 22. oder 23. September erreicht hat.

Nach dem Sommeranfang geht es also mit der Helligkeit wieder bergab. Allerdings werden die Tage erst unmerklich früher dunkel und wir können mit der zunehmenden Wärme tolle, lange Sommerabende genießen. Spätestens nach den Sommerferien fällt dann aber auf: Die Tageslänge nimmt jetzt rasant ab – und zwar bis zum Herbstanfang. Kurz vor dieser Herbst-Tagundnachtgleiche verlieren wir pro Tag teils mehr als vier Minuten an Tageslicht. Innerhalb des September sind es rund zwei Stunden.
Die gute Nachricht: Es geht auch wieder aufwärts

Danach geht es mit der Veränderung der Tageslänge wieder langsamer voran, am kleinsten ist die Veränderung hin zur längsten Nacht des Jahres am Winteranfang. Dann steht die Sonne senkrecht über dem südlichen Wendekreis. Die Tageslänge verändert sich dann nur wenige Sekunden pro Tag. Und das Gute: Es geht dann auch wieder aufwärts und die Tage werden immer schneller immer heller.
Schräge Erdachse erzeugt Jahreszeiten und Tageslängen

Und woran liegt das Ganze? An der Neigung der Erdachse. Die Erdachse steht nicht senkrecht, sondern ist um 23,5 Grad geneigt. In dieser Neigung umkreist die Erde die Sonne. Die Erdachsenneigung bewirkt, dass die Tageslänge im Jahresverlauf je nach geografischer Position stark schwankt: mit längeren Tagen im Sommer, kürzeren Tagen im Winter und gleich langen Tagen an den Tagundnachtgleichen. So entstehen durch die wechselnde Sonneneinstrahlung auch die Jahreszeiten Frühling, Sommer, Herbst und Winter.
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(ctr)