Modelle fahren Achterbahn

Temperatursturz an Vatertag - Rallye in einen heißen Juni

von Oliver Scheel

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Kommt die erste Hitze im Juni?

Die Modelle fahren ein bisschen Achterbahn mit uns. Aber eines scheint gewiss: Es kommt die erste Hitze. Nur wann? Jetzt sieht es nach einem Absturz genau an Christi Himmelfahrt aus - dafür könnte der Juni dann knalleheiß werden.

Temperaturdelle pünktlich zu Christi Himmelfahrt

Der 42-Tage-Trend für Hannover - da ist alles dabei
Der 42-Tage-Trend für Hannover - da ist alles dabei

Christi Himmelfahrt, auch Vatertag genannt, liegt dieses Jahr am 29. Mai. Ein weiteres langes Wochenende, das für einen Kurztrip einlädt. Aber spielt das Wetter mit? Fakt ist: Es passiert etwas in der Atmosphäre. Wurde gestern noch eine Hitze-Spitze genau für dieses Wochenende prognostiziert, so stellt sich das heute schon wieder ganz anders dar. Es wird nun in unserer Beispielstadt Hannover vor dem Feiertag warm und dann erst wieder im Juni.

Freiburg marschiert Richtung Sommer

Die Langfrist für Freiburg
Die Langfrist für Freiburg

Ähnlich sieht es für Freiburg aus. Da ist es ja traditionell eine Spur wärmer, das Klima schon leicht mediterran. Rund um den 20. Mai geht es im Breisgau einmal in sommerliche Gefilde, ehe es zum langen Wochenende erst kälter und dann auch noch nass wird. Der Juni bleibt auch recht nass im Südwesten. Da aber auch die Temperaturen ansteigen und sommerlich werden, spricht das für eine Gewitterlage.

Könnte heißen: Es wird durchaus auch mal heiß und dann gibt es immer mal wieder Gewitter. Die können natürlich dann immer unwetterartig ausfallen und mit Hagel und Starkregen daherkommen. Dass der Juni aber jede Menge Sommertage im Programm hat, scheint ausgemacht.

Es kommt Bewegung in die Prognosen

Und wenn wir auf die Juni-Prognose schauen, dann sehen wir: Die Abweichung nach oben ist enorm. Laut unserer aktuellen Berechnung liegen wir satte 4,8 Grad über dem Schnitt. Das spricht für mehrere Hitzetage. Anders ist eine solche Abweichung kaum möglich. Es ist auch Niederschlag berechnet, allerdings nicht in hohen Mengen, was das Regendefizit kaum lindern dürfte. Zudem ist bei Hitze die Verdunstung extrem hoch.

Die Juni-Prognose
Die Juni-Prognose

Meteorologe Pfaff: Für Hitze braucht es andere Wetterlage

Bekommen wir also einen heißen Juni? wetter.de-Meteorologe Carlo Pfaff bremst die Euphorie etwas: „Wir liegen derzeit in einer nördlichen bis östlichen Strömung, die zu dieser Jahreszeit keine Hitze bringen kann.“ Für echte 30 Grad brauche es laut Pfaff eine klare Umstellung:
„Ein Tief über der Biscaya oder Frankreich und ein Hoch über Südosteuropa wären nötig, um eine kräftige Südströmung zu erzeugen – nur so kann sehr warme Mittelmeer- oder Nordafrikaluft nach Deutschland gelangen.“

Die wechselnden und sprunghaften Langfristvorhersagen zeigen uns aber: Da gerät Bewegung in unser Wetter. Wir bleiben hier für euch am Ball.

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(osc)