Sahara-Strömung erwärmt Deutschland nur kurz

Wintereinbruch ab dem Wochenende möglich

von Björn Alexander & Henning Liss

Allmählich müssen wir uns auf den Winter und die Themen Schnee und Glätte einstellen. Die Berechnungen von Wettercomputern zeigen das Potenzial für einen Wintereinbruch ab dem Wochenende. Doch zunächst geht es in die andere Richtung: Die Temperaturen steigen auf bis zu 20 Grad an und können teils sogar den rekordverdächtigen Bereich erreichen.

Rekordverdächtige Wärme mit Saharastaub

Die Prognosen zeigen bis zu 20 Grad und teils viel Sonnenschein. Das gilt allerdings nicht für alle Regionen Deutschlands. Im Norden ist es kühler und teils fällt dort Regen.
Die Prognosen zeigen bis zu 20 Grad und teils viel Sonnenschein. Das gilt allerdings nicht für alle Regionen Deutschlands. Im Norden ist es kühler und teils fällt dort Regen.

Eine Luftströmung aus Afrika bringt die Wärme nach Deutschland und teils auch Saharastaub. Das Video oben im Artikel zeigt, wie die Wärme zu uns kommt.

  • Besonders der Donnerstag hat es in sich: Im Süden zeigen die Prognosen bei viel Sonnenschein bis zu 20 Grad. Ansonsten gibt es in vielen Regionen Deutschlands freundliches Herbstwetter mit milden Temperaturen. Im Norden sieht es allerdings nicht ganz so schön aus: Dort sind die Wolken dichter, teils fällt Regen und dazu kommt noch der Wind.
  • Am Freitag sind im Süden wieder 20 Grad und Sonnenschein möglich. In der Nordhälfte wird es allerdings ungemütlich mit deutlich weniger Sonnenschein und teils Regen. Außerdem kann der Himmel durch den Saharastaub milchig gefärbt erscheinen.

Ob es tatsächlich für Temperaturrekorde reicht, ist allerdings noch offen. Wenn, dann handelt es sich um örtliche Dekadenrekorde. Das bedeutet, dass sich die möglichen Rekorde nur auf Messreihen einer bestimmten Wetterstation im Zeitraum des zweiten Novemberdrittels beziehen.

Prognosen zeigen Schneeflocken ab dem Wochenende

Der Abwärtstrend bei den Temperaturen ist deutlich. Außerdem zeigen die Prognosen auch einige Schneeflocken.
Der Abwärtstrend bei den Temperaturen ist deutlich. Außerdem zeigen die Prognosen auch einige Schneeflocken.

Die Temperaturen sinken wieder und ab dem Wochenende dreht sich alles um die Frage, ob und wo ein Wintereinbruch möglich ist. Das lässt sich noch nicht eindeutig beantworten. Die Berechnungen der Wettercomputer sind diesbezüglich noch ziemlich unsicher.

Im Süden Deutschlands erreichen die Temperaturen am Wochenende tagsüber noch zweistellige Werte. Dort bleibt das Wetter zunächst noch eher herbstlich als winterlich. In der Nordhälfte und in der Mitte des Landes sieht das schon anders aus: Dort sind die Temperaturen deutlich niedriger und besonders in den Mittelgebirgen können bereits am Wochenende ein paar Flocken fallen.

Fazit: Es wird spannend in Sachen Winterwetter

An die 20 Grad in der zweiten Wochenhälfte braucht sich keiner zu gewöhnen. Es ist relativ klar, dass die Temperaturen bald wieder sinken. Ab dem Wochenende können in einigen Regionen können zumindest ein paar Schneeflocken fallen. Ein größerer Wintereinbruch in der kommenden Woche ist durchaus möglich, aber noch ist es zu früh für eine verlässliche Prognose. Ausführliche Abwägungen der Prognosen zum Thema Wintereinbruch gibt es in diesen Artikeln:

Selbst wenn es diesmal in vielen Regionen noch nicht für einer geschlossene Schneedecke am Tag reichen dürfte, wird es Zeit, über das Thema Reifenwechsel nachzudenken, zumal die Gefahr durch Nachtfröste und gefrierende Nässe in der nächsten Woche größer werden dürfte.

Verwendete Quellen: wetter.de