Unwetterwarnungen für Südeuropa

Heftige Regenfälle und Stürme bedrohen Griechenland, Türkei und Italien

von Karim Belbachir

Unwetter in Südeuropa, Starkregen in Griechenland und der Türkei
Besonders die Türkei ist von den heftigen Regenmengen betroffen.

Die Mittelmeerregion rutscht in eine neue Unwetterlage. In Griechenland, der Türkei und Teilen Italiens drohen bis Freitag massive Regenmengen, Sturm und Überschwemmungen – teils mit mehr als 150 Litern pro Quadratmeter.

Griechenland und Türkei: Dauerregen und Gewitter in Sicht

In Griechenland bleibt das Wetter unbeständig und gefährlich. Die Region Attika – mitsamt der Hauptstadt Athen – steht unter einer aktiven Wetterwarnung. Bis einschließlich Freitag rechnen Meteorologen mit wiederholten Gewittern und großen Niederschlagsmengen innerhalb von 12 Stunden. Besonders kritisch: Die Böden sind nach den Regenfällen der vergangenen Tage gesättigt, was die Gefahr von Überschwemmungen und Erdrutschen erhöht.

Noch extremer fällt die Prognose für die Türkei aus. Für die Regionen rund um Istanbul und entlang der Westküste werden bis Freitag, 4. April, Regenmengen von mehr als 150 Litern pro Quadratmeter erwartet. Die Behörden warnen vor lokalen Überflutungen, insbesondere in urbanen Gebieten mit schlechter Entwässerung. Auch starke Winde und Gewitter sind möglich.

Italien: Heftiger Regen im Zentrum erwartet

Auch in Italien trifft die instabile Wetterlage auf empfindliche Regionen. Vor allem in der Toskana und in Latium sagen die Wetterdienste starke Regenfälle und einzelne Gewitter voraus. Die erwarteten Mengen liegen teils bei 80 bis 100 Litern pro Quadratmeter. Besonders in den Hügellandschaften drohen dadurch Schlammlawinen und übertretende Flüsse.

Bereits am Wochenende hatten schwere Unwetter in Griechenland für Chaos gesorgt. Auf den Ägäis-Inseln Mykonos, Paros und Chios wurden Straßen überflutet, der Autoverkehr zeitweise verboten und Schulen geschlossen. In Paros führten die Wassermassen zu Steinrutschen - mehrere Menschen saßen in überfluteten Autos fest. Vielerorts fiel auch Hagel, starker Wind erschwerte zusätzlich die Lage. In Chios rissen bei Sturm die Taue einer Fähre die Poller vom Kai – das Schiff konnte nicht mehr anlegen.