Das Wetter macht weiter Stress

Unwetter durch Gewitter mit Starkregen, Dauerregen, Hagel reißen nicht ab

von Claudia Träger

Das Wetter hat sich noch nicht wirklich beruhigt. Auch wenn die größten Regenmengen durch sind, kann auch heute noch Starkregen die Kanalisation unter Druck setzen. Überflutungen und volle Keller sind drin.

Der ergiebige Dauerregen im Nordosten hat seit gestern wie erwartet und vorhergesagt für hohe Regenmengen gesorgt. Die Spitzenwerte lagen am Dienstagmorgen in Brandenburg, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern verbreitet bei 40 bis 60 Litern pro Quadratmeter. An zwei Wetterstationen wurden sogar mehr als 76 (Heckelberg in Brandenburg) bzw. 82 Liter (Kruckow-Schmarnow in Mecklenburg-Vorpommern) gemessen.


Das dafür verantwortliche Frontensystem zieht nun allmählich in Richtung Ostsee ab, am Vormittag sind in Vorpommern und auf Rügen jedoch noch letzte kräftige Regenfälle zu erwarten. Lokal können dann tatsächlich die Vorhersagewerte von rund 100 Litern pro Quadratmeter in der Spitze erreicht werden.

Und das kommt so: Zwischen dem Tiefdruckgebiet Isaac mit Zentrum über der Ostsee und dem Azorenhoch Frauke liegt Deutschland in einer kräftigen Westwindströmung. Das ist eine absolut typische Wetterlage. Allerdings ist die Luftmasse besonders, nämlich sehr schauer- und gewitteranfällig.

Die Gefahrenzone am Vormittag

Gerade im Norden sind am Vormittag noch einige Regenfälle möglich.
Gerade im Norden sind am Vormittag noch einige Regenfälle möglich.

So halten sich von Beginn des Tages landesweit viele Wolken und es bilden sich immer wieder Schauer und Gewitter, vor allem im Norden und Süden. Im Nordosten, in Vorpommern und auf Rügen, sind weiter noch kräftige Regenfälle zu erwarten. Bis um die Mittagszeit kommen dort noch länger anhaltende Regengüsse mit Mengen zwischen 20 und 35 Litern runter. Im Bereich der Norddeutschen Tiefebene bis etwa zum Nordrand der Mittelgebirge treten von West nach Ost neben Schauern auch einzelne, teils kräftige Gewitter auf. Starkregen, Hagel, Sturmböen - alles kann wieder dabei sein. In der Mitte lockert es dagegen zeitweise auf.

Hier kann es am Nachmittag nochmal brenzlig werden

Der Regen breitet sich am Nachmittag aus.
Der Regen breitet sich am Nachmittag aus.

Ab dem Nachmittag ist der Süden etwas wetterbegünstigt, hier zeigt sich häufiger die Sonne. Dagegen ist in der Nordhälfte weiter mit teils kräftigen Schauern und Gewittern zu rechnen, in Gewitternähe sind auch stürmische Windböen möglich. Am Abend und zu Beginn der Nacht klingt die Gewittertätigkeit ab. Abends und eingangs der Nacht zum Mittwoch wieder abklingende Gewitteraktivität.

Und so geht es danach weiter: Zum Mittwoch überwiegt im Süden der Hochdruckeinfluss und damit beruhigt sich das Wetter vorübergehend. Am Donnerstag kommt aber schon wieder Schwung in die Sache. Das nächste Tief macht das Wetter wieder unruhiger und unbeständiger.

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