Der Wetter-Tag bei wetter.de
Ungemütliche Nacht - teils frostig, teils stürmisch und nass
Guten Tag liebe Wetter-Freundinnen und -Freunde! Das sind unsere Wetter und Klima-News des Tages:
In der Nacht zum Freitag sind im Norden weitere Schauer möglich, an den Küsten können auch Gewitter auftreten. Es bleibt windig bis stürmisch. Im äußersten Süden bleibt es weiterhin nass, während es in den anderen Regionen trocken wird und die Wolken auflockern. In einigen Gebieten sinken die Temperaturen auf etwa 0 Grad, mit örtlichem Frost und häufigem Bodenfrost - insbesondere entlang der breiten Mitte.
Der Freitag bringt bei den Nordlichtern erneut mitunter gewittrige Schauer mit Graupelgewittern und stürmischen Böen. Der Süden präsentiert ebenfalls sich sehr durchwachsen, an den Alpen auch trüb. Ansonsten ist es freundlicher und überwiegend trocken bei 11 bis 18 Grad:
Wie wird das Wochenende?
Das erläutert uns Meteorologe Björn Alexander: „Der Samstag wird insgesamt der schönere Tag des Wochenendes. Denn die Schauer werden auch im Süden und Südosten weniger und es gibt längere sonnige Phasen zwischendrin, bevor am Sonntag aus Westen die erste Regenschelle nachlegt. Zuvor gibt es im Süden und Osten noch die meiste Sonne, während im Westen hinterm Regen der Übergang zu Schauern und Gewittern folgt. Das Ganze bei meistens 14 bis 21 Grad.”
Schafskälte im Anmarsch? Juni bleibt launisch
Die Eisheiligen sind vorbei, doch auch im Juni drohen nochmals kühle Tage: Die sogenannte Schafskälte – eine meteorologische Singularität – beschreibt eine häufige, kühlere Wetterphase im frühen Juni. Statistisch tritt sie mit bis zu 80 Prozent Wahrscheinlichkeit zwischen dem 4. und 25. Juni auf, besonders oft rund um den 10. bis 12. Juni. Nächte können dann empfindlich kühl werden. Auch in diesem Jahr müssen wir uns wohl noch auf den einen oder anderen Dämpfer für den Sommer einstellen.
Erste Gewitterzellen im Norden
Innerhalb der vergangenen Stunde haben sich bereits erste Gewitter über Deutschland gebildet. Diese ziehen über Niedersachsen und Schleswig-Holstein hinweg. Auch im Süden haben sich ein paar Gewitterzellen gebildet.
Deutlich kühler in Deutschland

Mit dem Wetterumschwung gingen auch die Temperaturen in Deutschland deutlich runter. Von teilweise mehr als 20 Grad ging es heute um im Schnitt 5 bis 10 Grad runter. Im Norden, wo die Kaltluft von Sturmtief Magnus hineingeströmt ist, sind es nur noch einstellige Werte, die erreicht wurden.
Hoffnung auf Regen: Landwirtschaft und Gartenbesitzer warten auf Niederschläge
„Die Hoffnung auf weitere Niederschläge in den nächsten Tagen und am Wochenende ist groß”, erklärt Daniela Rixen, Sprecherin der Landwirtschaftskammer laut dpa. Gartenbesitzer im ganzen Land warten ebenfalls ungeduldig auf den Regen, da insbesondere frisch gepflanzte Pflanzen ohne Bewässerung nicht überleben können. Viele Rasenflächen zeigen bereits eine gelbe Farbe, die normalerweise nur im Hochsommer zu sehen ist.
Laut Rixen sind die Getreidebestände in Schleswig-Holstein trotz der Trockenheit noch relativ gut erhalten, jedoch gibt es erhebliche regionale Unterschiede. Auf den leichten, sandigen Geest-Standorten sind bereits Trockenschäden festzustellen, und auch im Lübecker Raum ist die Trockenheit spürbar. An der Westküste sieht die Situation hingegen deutlich besser aus. „Ertrags- und Qualitätseinbußen sind jedoch landesweit aufgrund des Trockenstresses sehr wahrscheinlich. Daher warten alle sehnsüchtig auf die für das Wochenende angekündigten Niederschläge.”
Drei Tote bei Flutkatastrophe in Australien – Evakuierungen laufen

Die Überschwemmungen an Australiens Ostküste haben inzwischen mindestens drei Menschen das Leben gekostet. Zwei von ihnen wurden in ihren Autos von den Wassermassen überrascht, ein weiterer starb in einem überfluteten Haus in der Gemeinde Moto nördlich von Sydney. Noch wird ein Mensch vermisst. Besonders betroffen ist die Region Mid North Coast, wo zehntausende Menschen sich auf Evakuierungen vorbereiten müssen. In Taree stieg der Manning River auf ein Rekordniveau, viele Straßen wurden überflutet, Menschen mussten per Helikopter von Hausdächern gerettet werden. Auch ein Tierschutzzentrum wurde zerstört. Weitere schwere Regenfälle werden erwartet.
Graupel und Schneeschauer: Kaltluft erreicht den Norden
Am Donnerstagvormittag sind am Truppenstützpunkt in Nordholz zwischen Bremerhaven und Cuxhaven erste Graupelschauer gemeldet worden. Ursache ist eine sehr kalte Luftmasse, die mit Sturmtief Magnus nach Norddeutschland strömt. Im Tagesverlauf sind weitere Schauer mit Graupel oder sogar Schneeregen möglich. Auch aus dem nahen Ausland kommen entsprechende Meldungen: In Dänemark wurde Schneeregen registriert, in Göteborg sogar ein Schneeschauer. Die kalte Luft stammt genau aus dieser Richtung.
Sturm erreicht Ostsee – Böe mit 96 km/h auf Hiddensee gemessen

Der Sturmhöhepunkt hat am Donnerstagvormittag die Ostseeküste erreicht. Die stärkste Böe wurde mit 96 km/h auf Hiddensee gemessen. An der Nordsee wurden um 10 Uhr weitere Spitzenböen zwischen 70 und 90 km/h registriert, besonders in Schleswig-Holstein. Auch im Binnenland war es teils stürmisch: Am Hamburger Flughafen Fuhlsbüttel wurden 65 km/h gemessen, südlich von Rostock in Groß Lüsewitz 68 km/h. Die Mittelgebirge zeigen sich dieses Mal wenig beeindruckt – auf dem Brocken wurden lediglich um 50 km/h erreicht.
Gullydeckel hochgedrückt
Ein schweres Unwetter hat am Donnerstagabend im Raum Buchen für erhebliche Schäden gesorgt. In Walldürn wurden mehrere Gullydeckel durch den Wasserdruck aus ihrer Verankerung gedrückt, zudem kam es zu Überflutungen von Kellern und Schäden an Straßenbelägen. Auf der Autobahn 81 führten starke Regenfälle im nördlichen Abschnitt zu mehreren Unfällen durch Aquaplaning. Verletzt wurde niemand. Zur Höhe des entstandenen Sachschadens konnten die Behörden noch keine Angaben machen.
Forscher entdecken neue Maare in der Vulkaneifel
In der Vulkaneifel sind deutlich mehr Maarvulkane vorhanden als bislang angenommen. Maare sind eine besondere Art von Vulkanen, die sich durch eine Explosion mit Wasserdampf bilden und eine meist runde, trichterförmige Senke hinterlassen. Laut Geologin Sabine Kummer vom Natur- und Geopark Vulkaneifel zeigen erste Projektergebnisse, dass es nicht nur 77, sondern rund 100 Maare gebe. Grundlage der Entdeckung war eine Neukartierung mithilfe moderner Laserscandaten und geophysikalischer Untersuchungen. Die Vulkaneifel gilt als bedeutendstes Maarvulkan-Gebiet Mitteleuropas – mit der neuen Erkenntnis dürfte ihre internationale Bedeutung weiter steigen.
Unwettergefahr am Mittelmeer
Auch am westlichen bis zentralen Mittelmeer wird es mit Magnus – Liebhaber nennen ihn Maggi – stürmisch. Besonders die Mittelmeerwinde Mistral und Cers könnten durch Maggi Würze in die Seefahrt bringen. Das größere Problem dürften aber heftige Gewitter sein, die wir heute örtlich von Norditalien bis ins Baltikum erwarten – das ist die Kaltfront des Tiefs, die wir gestern im Süden zu spüren bekommen haben. Gleichzeitig gibt es im Nordosten von Algerien und im Norden von Tunesien größere Unwettergefahr durch Starkregen, großen Hagel und Sturmböen.
Erdbeben vor Kreta: Stärke 6,1 – Menschen fliehen aus Häusern
Ein kräftiges Erdbeben hat am Donnerstagmorgen die Region rund um die griechische Insel Kreta erschüttert. Laut US-Erdbebenwarte USGS erreichte das Beben eine Stärke von 6,1, das Epizentrum lag rund 58 Kilometer nordöstlich von Eloúnda in etwa 69 Kilometern Tiefe. Viele Menschen rannten aus Angst auf die Straßen. In Heraklion wurde ein altes Gebäude beschädigt, Schulen werden vorsorglich überprüft. Das Beben war auch auf Zypern, den Kykladen und der Peloponnes zu spüren. Eine vorsorglich verschickte Tsunami-Warnung wurde später aufgehoben.
Sturm Magnus bringt Böen bis 100 km/h – Wind bleibt Thema im Norden

Sturmtief Magnus hat am Donnerstag auf Sylt und an der nordfriesischen Küste Böen bis zu 100 km/h gebracht. Auch im Binnenland bleibt es bis Freitag windig bis stürmisch – mit einzelnen Sturmböen, besonders bei Gewittern. Am Nachmittag werden die kräftigsten Böen auf der Ostsee erwartet, lokal bis zu 90 km/h auf Rügen. Auch am Freitag bleibt es im Norden ungemütlich, wenn auch etwas ruhiger als zuvor. Die Gefahr durch umstürzende Bäume ist weiterhin gegeben.
Greenpeace: US-Atomtests auf Marshallinseln fordern bis heute Opfer

Eine neue Greenpeace-Studie wirft den USA vor, bei ihren Atomwaffentests auf den Marshallinseln in den 1940er- und 50er-Jahren Menschenleben bewusst geopfert zu haben. Demnach seien alle bewohnten Atolle radioaktiv kontaminiert worden – medizinische Hilfe gab es nur für drei von 24. Die Tests auf Atollen wie Bikini und Enewetak hätten weltweit Folgen gehabt und könnten für rund 100.000 zusätzliche Krebstote verantwortlich sein. Noch heute leiden viele Betroffene unter gesundheitlichen und sozialen Folgen. Greenpeace fordert eine offizielle Entschuldigung und Entschädigung durch die USA.
Tödliche Flut in Australien – Zehntausende eingeschlossen
Heftige Überschwemmungen im Osten Australiens haben mindestens ein Todesopfer gefordert. In der Ortschaft Moto, rund 400 Kilometer nordöstlich von Sydney, wurde ein 63-jähriger Mann tot in einem überfluteten Haus gefunden. In Teilen von New South Wales fielen innerhalb von zwei Tagen so viele Regenmengen wie sonst in vier Monaten. Besonders betroffen ist die Stadt Kempsey – dort sind laut Behörden über 20.000 Menschen von der Außenwelt abgeschnitten. Die Lage bleibt angespannt, weiterer Starkregen wird erwartet.
In wenigen Tagen auf den Mount Everest

Vier britische Armee-Veteranen haben den Mount Everest in Rekordzeit bestiegen – ohne wochenlange Akklimatisierung und mit medizinischer Vorbereitung durch das Edelgas Xenon. Wie Veranstalter Lukas Furtenbach bestätigte, erreichte das Team am Mittwochmorgen den Gipfel des 8.849 Meter hohen Berges. Xenon regt im Körper die Produktion des Hormons Erythropoetin (EPO) an, das die Sauerstoffversorgung verbessert. Da EPO im Sport als Dopingmittel gilt, sorgt der Einsatz von Xenon in der Bergsteiger-Szene für Kritik – auch wenn die Besteigung kein offizieller Wettkampf war. Ziel der Aktion war laut Teilnehmern, rund eine Million Pfund für wohltätige Zwecke zu sammeln.
Schauer und Gewitter machen es ungemütlich

Heute gibt es einen Wechsel aus Sonne und mal mehr, mal weniger Wolken, die im Tagesverlauf Schauer, im Nordosten am Nachmittag auch Gewitter bringen können. Richtung Alpen bleibt es dagegen meist den ganzen Tag regnerisch. Die Höchstwerte liegen bei 10 Grad im Allgäu bis 19 Grad am Oberrhein. Schwacher bis mäßiger, nach Norden hin teils frischer West- bis Nordwestwind mit starken bis stürmischen Böen, auf den Inseln anfangs Sturmböen.
Gewitter, Sturm, Dauerregen - der Wetterumschwung ist da
Im Norden toben sich heute Schauer und Gewitter aus, teils gibt’s Sturm. An den Küsten sind Windgeschwindigkeiten zwischen 70 und 100 km/h zu erwarten. Der Schwerpunkt liegt bei Sylt und verlagert sich langsam in Richtung Fehmarn. Auch im Süden ist es nass, aber anders. Dort quetscht sich die Feuchte von einem Tief mit Zentrum über der Adria aus, es ist trüb und regnet beständig in größeren Mengen. Die Sandwich-Lage trifft es am besten: In der Mitte bleibt es nämlich trocken und es wird oft recht sonnig.
In der Tiefdruck-Klemme

Islandhoch Tabea hielt sich wacker aber heute muss es den Tiefs weichen - zum einen, weil aus Richtung Neufundland ein Tief in Richtung Island rauscht und zum anderen, weil sich Magnus über Südschweden aufplustert und heute sogar schon Ost- und Südeuropa aufmischt. Seinen Höhepunkt wird Magnus dann morgen erreichen, bevor dann Island- und Nordatlantiktiefs ENDLICH die Regensaison von Westen einläuten.
Zum Thema Sommer: Wie heiß wird’s diesmal? Ein Blick zurück auf die Glut-Sommer