Welche Blumen sich wirklich lohnen

Wildblumen für Balkon und Terrasse – Tipps & Arten

Auf dem Balkon wird’s bunt – und das ganz ohne Geranien. Wer Wildblumen clever kombiniert, bekommt ein echtes Mini-Ökosystem mit Farben, Formen und Insektenbesuchern satt.
Auf dem Balkon wird’s bunt – und das ganz ohne Geranien. Wer Wildblumen clever kombiniert, bekommt ein echtes Mini-Ökosystem mit Farben, Formen und Insektenbesuchern satt.

Blumenwiese auf dem Balkon? Klingt erstmal nach Landlust-Romantik – klappt aber auch im fünften Stock. Mit der richtigen Mischung, passenden Gefäßen und ein bisschen Geduld verwandelt sich jeder Quadratmeter in ein kleines Insektenparadies.

Warum überhaupt eine Blumenwiese?

Weil’s summt, flattert, duftet und gut fürs Gewissen ist. Während Schottergärten das Artensterben feiern, lässt eine bunte Wiesenmischung Wildbienen, Hummeln und Schmetterlinge jubeln. Und: Selbst auf kleinster Fläche lassen sich über 30 Pflanzenarten unterbringen – von Mohn bis Margerite, von Schafgarbe bis Kornblume.

Welche Gefäße funktionieren?

Große Pflanzkästen, Mörtelwannen, alte Zinkwannen – Hauptsache tief genug. Mindestens 20 cm sollten es sein, damit sich die Wurzeln entfalten können. Drainage aus Blähton oder Kies nicht vergessen, sonst steht das Wasser. Wer’s besonders nachhaltig mag, nutzt gebrauchte Gefäße vom Flohmarkt oder aus dem Keller.

 06.06.2019 , DU Duisburg , Wildblumenwiese in Duisburg in voller Pracht , ein Paradies für Insekten. *** 06 06 2019 , DU Duisburg , Wildflower meadow in Duisburg in full splendour , a paradise for insects
Ob Biene, Hummel oder Schmetterling – eine bunte Wildblumenwiese bietet Nahrung und Lebensraum für zahlreiche Insekten.

Die richtige Erde

Normale Blumenerde ist meist zu nährstoffreich – klingt seltsam, ist aber so. Wildblumen mögen’s mager. Deshalb: Sand untermischen oder gleich auf spezielle Wildblumen- oder Kräutererde setzen. Wichtig: keine vorgedüngte Erde verwenden. Die führt dazu, dass nur dominante Arten wie Klatschmohn durchziehen – Vielfalt adé.

Saatgut: Mischungen mit Köpfchen

„Bienenweide“, „Schmetterlingsbuffet“ oder „Stadtwiese“ – im Handel gibt’s etliche Mischungen. Am besten auf Regio-Saatgut setzen, also Samen, die zur jeweiligen Region passen. Vorteil: bessere Anpassung ans Klima, höherer ökologischer Wert. Wer experimentierfreudig ist, kann gezielt ein- und mehrjährige Arten kombinieren.

Die Top-3 für Balkon und Terrasse

Kornblume

  • Farbe: leuchtend blau
  • Gut für: Wildbienen, Honigbienen, Schwebfliegen
  • Extra: Samen beliebt bei Vögeln

Ringelblume

  • Farbe: kräftig orange bis goldgelb
  • Gut für: Bienen, Schwebfliegen, nützliche Käfer
  • Extra: Blüten essbar, auch medizinisch nutzbar

Klatschmohn

  • Farbe: intensives Mohnrot
  • Gut für: Wildbienen, Käfer, Fliegen
  • Extra: kurzlebig, aber eindrucksvoll

(avo)