Wetterlexikon: Wie viel wiegen Wolken?

Wie viel wiegen Wolken?
Sie sehen so schwerelos aus und doch haben Wolken ein Gewicht. © dpa, Uwe Zucchi

So leicht, wie sie aussehen, sind sie nicht!

Wolken schweben scheinbar schwerelos über der Erde. Und selbst bei großen Gewitterwolken ist es kaum vorstellbar, dass sie tonnenschwer sein können. Doch Wolken wiegen tatsächlich viel mehr, als viele annehmen. Selbst eine flauschige Schönwetterwolke kann ganze tausend Tonnen auf die Waage bringen – so viel wie 200 große Elefanten. 

Wie wird das Gewicht von Wolken gemessen?

Doch wie genau wird das Gewicht der Wolken bestimmt? Schließlich kann man sie nicht einfach so vom Himmel holen und auf die Waage legen. Tatsächlich ist die Gewichtsbestimmung von Wolken nicht einfach. Um einzuschätzen, wie schwer die Wolke ist, sind zwei Angaben nötig: Man muss wissen, wie groß die Wolke ist und wie viel Wasser sie enthält. Die Wolkengröße müssen Meteorologen oft schätzen. Gerade bei dunklen, großen Regenwolken ist es schwer zu sagen, wo die eine Wolke aufhört und die andere anfängt. Bei kleineren Schönwetterwolken ist es etwas einfacher, weil sie meist klare Begrenzungen haben.

Eine Schönwetterwolke (Cumulus) enthält etwa ein Gramm Wasser pro Kubikmeter. Angenommen, sie ist einen Kilometer lang, breit und hoch – dann hat sie ein Volumen von einer Milliarde Kubikmeter und wiegt dementsprechend tausend Tonnen. In den Tropen können die Wolken viel mehr Wasser speichern. Das liegt daran, dass dort die Luft wärmer ist. Sie können bis zu sieben Gramm Wasser pro Kubikmeter enthalten.

Gewitterwolken sind echte Schwergewichte

Wie schwer sind Wolken?
Wenn Wolken so schwer sind, warum fallen sie dann nicht vom Himmel? © dpa, Patrick Pleul, ppl

Gewitterwolken sind noch gewaltiger. Sie können bis zu elf Kilometer hoch und genauso breit werden. Das bringt mehrere Millionen Tonnen Wasser auf die Waage. Wolken, die Tropenstürme bringen, können sogar hunderte von Millionen Tonnen schwer sein.

Und warum fallen die Wolken nicht vom Himmel? Das liegt daran, dass sich das Gesamtgewicht der Wolken aus einzelnen winzigen Wasser-Tröpfchen zusammensetzt, die jede für sich federleicht ist. Die einzelnen Tropfen werden durch warme aufsteigende Luft in der Höhe gehalten. Erst ab einer bestimmten Größe kann die Wolke nicht mehr schweben und 'fällt‘ auf den Boden – es regnet.