Schon niedrige Hügel können in einer Wolkendecke verschwinden

Wetterlexikon: Hochnebel

Wetterlexikon: Hochnebel
Große einzelne Birke an der Hochnebelgrenze am Rorschacherberg in der Schweiz. © picture alliance / imageBROKER, Stefan Arendt

Was ist Hochnebel?

Der meteorologische Begriff Hochnebel bezeichnet tiefreichende Schichtwolken, die eine sehr gleichmäßige und einförmige Untergrenze haben, die manchmal bis zum Boden reicht. Bereits niedrige Hügel verschwinden in der Wolkendecke. Selten fällt aus einer Hochnebelschicht geringer Sprühregen oder auch Schneegriesel.

Hochnebel kann sich tage- oder wochenlang halten

In den Wintermonaten kann bei Minusgraden ein andauernder Hochnebel in den Bergwäldern zu einem starken Rauhreifansatz an Bäumen und Sträuchern führen. Hochnebel entsteht vorwiegend im Winterhalbjahr bei windarmen Hochdrucklagen. Fast immer bildet sich hierbei eine Inversion in Form einer feuchten, bodennahen Kaltluftschicht mit darüberliegender, milderer und trockenerer Luftschicht aus. An der Grenze der beiden Schichten baut sich eine zähe Hochnebelschicht auf.

Der Hochnebel kann sich bei andauerndem Hochdruckwetter in Süddeutschland und den Alpen häufig tage- oder wochenlang halten. Dies führt dazu, dass die Konzentration der Schadstoffe in der Luft in den Städten erheblich zunimmt. Auf den Bergen hingegen herrscht über der Hochnebelgrenze mildes Wetter mit Sonnenschein und einer guten Fernsicht.