Der Wetter-Tag bei wetter.de

Tauwetter schreitet voran mit stürmischer Begleitung

Sturmtief Bernd beschäftigt uns auch weiterhin. Das Tauwetter wird über die Nacht hinweg bestehen bleiben. Örtlich kommt es noch zu Glatteisgefahr. Doch mit Blick auf den kommenden Tag werden die Temperaturen milder. Trotzdem nimmt der Wind an Fahrt auf und Schauer ziehen durchs Land.
Wie es auch die kommenden Stunden mit der Glätte aussieht, könnt ihr hier nachschauen.

Winterwunderland in Magdeburg

Nicht überall in Deutschland startete der Tag gefährlich ungemütlich. In Magdeburg schneite es über den Tag. Viele Kinder spielten im Schnee und Familien nutzten die gemeinsame Zeit draußen.

Von der Glättegefahr bleibt Magdeburg nicht verschont, allerdings tritt hier die gefärliche Wetterlage jetzt gegen Abend erst ein.

Rund 400 tote und kranke Schafe in Magdeburg entdeckt

Etwa 400 Schafe wurden in Magdeburg entdeckt, die entweder verstorben oder in einem so schlechten Gesundheitszustand waren, dass sie erlöst werden mussten, sagte ein Sprecher der Stadt.

Die Hintergründe seien noch unklar. Gegen eine 62-jährige Frau werden Ermittlungen eingeleitet.

Update: Hier herrscht jetzt Glatteisgefahr in Deutschland

Die Glatteisgefahr in Deutschland bis 17 Uhr beläuft sich besonders auf die nördlichen Teile.
Die Glatteisgefahr in Deutschland bis 17 Uhr beläuft sich besonders auf die mittigen und nördlichen Teile.

Wir gehen nochmals auf die aktuelle Glättegefahr ein. Die größte Wahrscheinlichkeit für Glätte besteht im Streifen von Nordwesten nach Osten. Die Karte hat hier die Gefahr bis etwa 17 Uhr berechnet. In dieser Zeit ist vor allem in den dunkelrot markierten Gebieten besondere Vorsicht geboten.

Aber: Es kann überall glatt werden und auch nach 17 Uhr sind die farbig markierten Gebiete besonders gefährdet. Also passt auf euch auf!

Glätte fordert unzählige Unfälle in Deutschland

Schneetief „Bernd“ wirbelt den Sonntag in Deutschland durcheinander. Eine markante Warmfront bringt erst Schnee, dann Glatteisregen und Montag den Frühling. Die Wetterlage hat zu vielen Unfällen geführt. Beispielsweise überschlug sich ein PKW mit drei Insassen und rutschte in den Straßengraben bei St. Egiden. Die Feuerweht hatte Probleme zur Unfallstelle zu gelangen, denn schneller als 50 km/h konnten sie nicht fahren.

Auch in Nordrhein-Westfalen kam es zu einigen Autounfällen. Laut der Polizei prallte am Morgen eine 20-Jährige mit ihrem PKW gegen einen Baum. Sie und ihre Beifahrerin kamen schwer verletzt ins Krankenhaus.

In Flensburg fuhr ein Mann gegen mehrere parkende Autos. Sein Auto sei ins Schleudern geraten. Neben der Glätte fuhr er noch mit Sommerreifen. Bei Engen im Kreis Konstanz überschlug sich ein Polizeiwagen aufgrund der Glätte.

Großbritannien versinkt im Schneechaos

Auch Großbritannien hat mit einem Schneechaos zu kämpfen. Schon früh wurde davor gewarnt. Neben Stromausfällen und Verkehrsunfälle wurden auch Flughäfen lahmgelegt. Genauso ging es auch den Autofahrern. Der Schnee-Glatteis-Mix machte das Losfahren für einige Wägen am Straßenrand fast unmöglich. Umso schöner, dass die Menschen sich zusammengefunden haben, um gemeinsam ihre Autos zu bewegen. Ganz nach dem Motto: zusammen stark.

Wie das ausgesehen hat, könnt ihr in unserem Bild des Tages sehen.

Mädchen bricht in Oberbayern in einen zugefrorenen See ein

Im Berchtesgardener Land ist ein 13-jähriges Mädchen in einen zugefrorenen See eingebrochen und ins eiskalte Wasser gestürzt. Spaziergänger riefen dem Mädchen zu und motivierten sie, sich aus eigener Kraft zurück auf die Eisfläche zu ziehen und an das Ufer zu robben, wie das Bayerische Rote Kreuz mitteilte. Ein Mann hätte ihr dann das letzte Stück an Land geholfen. Die 13-Jährige kam demnach frierend, aber unverletzt davon.

Laut BRK sei das Mädchen mit zwei Freunden unterwegs gewesen, als es auf die Eisschicht trat und etwa 20 Meter vom Ufer entfernt einbrach.

Hilflose Ente friert auf einem See fest

In Braunschweig ist eine Ente nahe einer Kläranlage mit ihrem Federkleid festgefroren. Die Feuerwehr wurde alarmiert und befreite sie aus ihrer Lage, wie ein Feuerwehrsprecher berichtete. Der Tierschutz Braunschweig kümmere sich nun um das Tier.

Nach Angaben der Naturschutzorganisation Nabu frieren gesunde Enten und andere Wasservögel auf Eisflächen nicht fest. Selbst wenn sie stundenlang auf dem Eis herum watscheln, kühlten die Vögel nicht aus, schreibt der Nabu. Bei lange anhaltendem Frost ist es aber möglich, dass kranke oder verletzte Tiere im Eis einfrieren und menschliche Hilfe brauchen. Ob die betroffene Ente nun krank oder verletzt ist, konnte die Feuerwehr nicht bestätigen.

Hier ist die Glatteisgefahr jetzt am Größten

Die markierten Stellen zeigen die Orte in Deutschland, wo aktuell zwischen 12 und 13 Uhr die größte Gefahr für die Bildung von Glatteis besteht.
Die markierten Stellen zeigen die Orte in Deutschland, wo aktuell zwischen 12 und 13 Uhr die größte Gefahr für die Bildung von Glatteis besteht.

Die Glatteisgefahr ist nach wie vor nicht gebannt. In unserer aktuellen Vorhersage zeigen wir, wo bis 13 Uhr die Glättegefahr am größten ist. Besonders betroffen ist der Südosten Deutschlands, aber auch in der Mitte und im Nordwesten gibt es vereinzelt neue Risiken.

Bitte seid weiterhin vorsichtig.

Künstliche Abkühlung der Erde in der zweiten Jahrhunderthälfte noch möglich

Passend zum eisigen Wetter hält das Potsdam Institut für Klimafolgenforschung (PIK) die künstliche Abkühlung der Erde in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts für möglich. „Es gibt die Chance, den Trend der Erderhitzung umzukehren, indem wir - zusätzlich zur schnellen Emissionsminderung in Richtung null - auch auf CO2-Entnahme aus der Atmosphäre setzen“, sagte PIK-Direktor Ottmar Edenhofer.

Die sogenannten CO2-Staubsauger, also große Filteranlagen, seien ein Werkzeug dafür. Sie saugen Luft an, entnehmen Klimagas, das dann in die Erdkruste geleitet und dort zu Stein wird. "Es gibt auch andere Möglichkeiten, etwa den Anbau schnell wachsender Biomasse zum Verfeuern mit CO2-Abscheidung oder das Ausbringen zerkleinerter Mineralien auf Böden zur beschleunigten Verwitterung", so der Klimaforscher.

Eine reale Chance auf Bewältigung der Klimakrise gebe es aber trotzdem nur, wenn die Emissionen wirklich auf nahe Null gesenkt würden. Das ist gar nicht so einfach, denn das Tempo stimme noch lange nicht. Ohne eine ambitionierte Klimapolitik steuere die Welt auf eine Erwärmung von drei Grad hin bis Ende des Jahrhunderts, darauf weist der PIK-Direktor hin.

Es trifft auch die Bahn: Glätte sorgt für Ausfälle in Frankfurt am Main

An der Glatteisgefahr kommen auch die Züge nicht vorbei. Die Deutsche Bahn teilte mit: „Aktuell kommt es aufgrund von Winterwitterung im Raum Frankfurt(M) zu Beeinträchtigungen im Fernverkehr der Deutschen Bahn. Dadurch kommt es zu hohen Verspätungen sowie Teil und Ausfällen von Zügen“.

Einzelne ICE-Züge werden über den Frankfurter Südbahnhof umgeleitet und umfahren so die betroffene Stelle am Hauptbahnhof. Andere Regionen in Deutschland seien dagegen nur indirekt betroffen, so die Pressestelle der Deutschen Bahn.

Frankfurt am Main ist eine beliebte Pendelstrecke. Auch um den Flughafen zu erreichen fahren einige Passagiere über den Hauptbahnhof. Und á pro pos Frankfurter Flughafen: hier gibt es auch einige Einschränkungen seit den frühen Morgenstunden. Schnee und Eisregen führten dazu, dass 120 der insgesamt 1090 geplanten Starts und Landungen annulliert wurden. Ein Sprecher des Flughafenbetreibers Fraport bestätigte, dass die Kapazitäten des Flughafens aufgrund der widrigen Witterungsbedingungen eingeschränkt seien. Die Enteisungen würden unter den aktuellen Bedingungen deutlich länger brauchen als üblich.

Warmfront ist Schuld an unserer Glätte

Woher kommt eigentlich unsere massive Glatteisgefahr? Eine markante Warmfront zieht derzeit von den Britischen Inseln in Richtung Nordsee. Das mitgebrachte Tauwetter hat in der Nacht zu enormem Glatteis geführt. Doch nicht nur heute Nacht besteht Glatteisgefahr. Auch tagsüber breitet sich die Glätte massiv über Deutschland aus. Daher ist die Gefahr auch tagsüber nicht überall gebannt. Dazu kommen örtlich sogar Orkanböen.

Fisch-Unglück in Deutschland

Ein eher unschönes Spektakel hat es auch auf der A1 bei Sittensen gegeben. Ein Fischtransporter, zwei Lkws und ein Auto waren an dem Unfall beteiligt, wie eine Sprecherin der Polizei mitteilte. Von den sechs Unfallbeteiligten wurden vier verletzt - einer davon schwer.

Bei dem Zusammenstoß wurden an die 7.000 Fische auf die Fahrstreifen in beiden Richtungen verteilt, wie eine Sprecherin der Polizei sagte. Der Fahrer des Lkws blieb unverletzt, die 56-jährige Fahrerin des Fischtransporters und ein 59-jähriger Beifahrer wurden leicht verletzt. Ein Fahrzeugteil traf auf der entgegengesetzten Fahrbahn in Richtung Hamburg ein Auto, ein 38-jähriger Beifahrer wurde dabei schwer verletzt.

Ein aufgerissener Tank verteilte mehrere Hundert Liter Kraftstoff über die Unfallstelle. Der Fischtransporter war einer Polizeisprecherin zufolge mit 7.100 Kilogramm lebenden Forellen und Lachsforellen beladen. Das seien knapp 7.000 Tiere. Bei dem Unfall landete der Großteil der Fische auf der Fahrbahn. Ein Container mit Fischen blieb nach Angaben eines Feuerwehrsprechers unbeschädigt, doch die Sauerstoffflaschen seien abgerissen. Die Forellen im übrigen Container konnten nicht mehr mit Sauerstoff versorgt werden.

Die Glätte bringt auch den Stuttgarter Flughafen in Bredouille

Und auch der nächste Flughafen hat mit der Glätte zu kämpfen. Der Stuttgarter Flughafen meldet bislang sieben Verspätungen, weil die Flugzeuge enteist werden müssen. Auch hier war der Räumdienst heute im Einsatz. Die Start- und Landebahnen sind vom Winterdienst bereits geräumt und einsatzbereit.

Die Sprecherin des Stuttgarter Flughafens riet denjenigen, die Reisende vom Flughafen abholen wollen, vorher im Internet nachzuschauen, wann die Maschinen ankommen. Auch bei anderen Flughäfen könne es witterungsbedingt zu Verspätungen kommen.

Von Nord bis Süd: Glatteis bringt Unfälle und Flugverspätungen mit sich

In Deutschland ist wettertechnisch schon einiges los.

In Nordrhein-Westfalen sorgten bis zu 10 cm Neuschnee für Hochbetrieb am Flughafen Köln/Bonn. Die Start- und Landebahnen mussten geräumt und die Flugzeuge enteist werden. Auch die Stadt Köln selbst ist etwas eingeschneit. Schon in den Morgenstunden mussten die Autofahrer den Schnee von den Scheiben befreien.

Weniger zu lachen hat derzeit der Südwesten. Tauender Schnee bei steigenden Temperaturen sorgt für ordentlich Blitzeis. Auf den Straßen kam es bereits zu einigen Unfällen. Besonders glatt war es bereits in der Nacht auf der A5 in Richtung Offenburg. Ein Kleinbus krachte in die Leitplanke. Die Insassen wurden nicht verletzt. Ein weiteres Auto rutschte aus der Kurve einer Abfahrt und landete im Graben. Auf der Landstraße bei Schutterwald-Höfen überschlug sich ein Lkw, stürzte einen Abhang hinunter und landete im Fluss. Der Fahrer konnte sich durch das eiskalte Wasser ans Ufer retten.

Auch im Norden kam es vereinzelt zu Unfällen auf Schneematsch.

Im Süden machte die Glätte dem Münchner Flughafen zu schaffen. Einige Flüge seien gestrichen worden, hieß es, dies seien aber Vorsichtsmaßnahmen, die bereits gestern beschlossen worden seien. Derzeit sei eine Start- und Landebahn offen, die andere werde geräumt, hieß es. Die schlechte Sicht bei Schneefall führe zu größeren Abständen zwischen Starts und Landungen.

Glätte in ganz Deutschland

Der Schneefall aus der Nacht geht von Südwesten her immer mehr in Regen über, dabei droht auf dem meist noch gefrorenen Boden Glatteis (Blitzeis). Betroffen von Glatteis sind in der Folge dann Rheinland-Pfalz, Saarland, Baden-Württemberg und Südbayern. Die Tiefstwerte liegen zwischen 0 und -7 Grad. Im Südwesten von Baden-Württemberg sowie in Südbayern wird es zum Morgen dann aber deutlich milder.

Heute verlagert sich die Niederschlagsfront mit erst Schneefall, später dann Regen und Glatteis langsam über die Mitte des Landes immer weiter nordostwärts und erreicht abends die Ostsee. Dabei droht mittags vor allem in einem Streifen von Ostwestfalen bis nach Ostbayern Glatteis, am späten Nachmittag dann vom östlichen Niedersachsen bis nach Sachsen und Thüringen sowie noch im Bayerischen Wald.

Im Norden und Osten erreichen die Temperaturen bei kräftigem Südostwind nur 0 bis 4 Grad, sonst setzen sich mit auffrischendem Südwestwind bereits deutlich mildere 5 bis 8, am Rhein sogar 8 bis 13 Grad durch.

Glatteisgefahren-Karte: Hier ist es gerade glatt

Hier liegt aktuell Schnee? Die Schnee-Übersicht für Deutschland.

Wetterlage: Etwas ruhiger Hochdruck für Deutschland

Wetterlage Deutschland
Wetterlage: Tief Bernd mit der milden Luft bringt Deutschland Glatteiswetter..

In der Nacht zu Sonntag bis zum Montag überquert uns eine Warmfront mit zum Teil kräftigen Schnee- und Regenfällen von Südwest nach Nordost. Erst fällt dabei Schnee, der mit milderer Luft in Regen, teils gefrierenden Regen übergeht.

Video: Temperaturverlauf in Deutschland für die nächste 14 Tage

(mit dpa)