Der Wetter-Tag bei wetter.de

Frost und Schauer und später Nebel

In den kommenden Stunden bilden sich vor allem vom Alpenrand bis nach Sachsen weitere Schauer, während es im Rest des Landes trocken, aber deutlich kälter bleibt. Örtlich muss mit Frost oder Bodenfrost gerechnet werden, und später bildet sich verbreitet Nebel, der sich am Samstag mancherorts zäh halten könnte. Für Polarlichter sind die Bedingungen im Westen und Norden ideal, sofern der Nebel nicht stört. Die Temperaturen halten sich bei 5 bis 8 Grad.
Wann regnet es wo? Hier im Regenradar checken

Video: 117 Elefanten aus Fluten im Touristenort Chiang Mai gerettet

In Thailand regnet es so stark, das die weltberühmte Tempelstadt Chiang Mai unter Wasser steht. Nicht nur die Touristen sind in Gefahr, auch viele Tiere sind bedroht. In den berühmten Elefantencamps stand den Tieren das Wasser buchstäblich bis zum Hals stand. Rund um Chiang Mai leben viele misshandelte und dann gerettete Elefanten in solchen Anlagen, die auch von Touristen besucht werden können.

Besonders schlimm betroffen war die „Save Elephant Foundation“, die einen Hilferuf an die Behörden aussandte. „Wir befinden uns in einer ernsthaften Krise!“, schrieben Mitarbeiter auf Facebook. „Wir brauchen dringend Hilfe, große Autos und große Boote, um Tiere und Menschen von hier zu evakuieren.“

Zunächst seien insgesamt 117 Elefanten gerettet worden, sagte Vize-Ministerpräsident Phumtham Wechayachai. Neun weitere Dickhäuter müssten noch in Sicherheit gebracht werden. Die Tiere dürfen ihre „Rente“ in der Auffangstation verbringen, Touristen kommen gerne zu Besuch und finanzieren damit die Anlage der Stiftung. Dieses Jahr fällt der Monsun sehr heftig aus, zuletzt starben bei Überschwemmungen in Nepal Hunderte Menschen.

14 Tote in Bosnien-Herzegowina nach Starkregen

Search and rescue teams look for people in the flooded houses in Jablanica, Bosnia, Friday, Oct. 4, 2024. (AP Photo/Armin Durgut)
Fluten in Bosnien-Herzegowina

Bei einem Unwetter in der Nacht zum Freitag sind nach Behördenangaben in Bosnien mindestens 14 Menschen ums Leben gekommen. In mehreren Orten in der Mitte und im Süden des Landes kam es zu Überschwemmungen. Die Todesopfer wurden aus der südbosnischen Stadt Jablanica gemeldet. Verteidigungsminister Zukan Helez teilte dem Fernsehsender N1 mit, Soldaten seien im Einsatz. „Jede Stunde werden uns neue Opfer gemeldet“, sagte er.

Einsatzkräfte in Jablanica und Kiseljak berichteten von Ausfällen im Strom- und Mobilfunknetz. Nach Angaben der Feuerwehr in Jablanica war die Stadt völlig abgeschnitten, Straßen und Bahnlinien waren gesperrt. Aus Drohnenaufnahmen in bosnischen Medien war zu sehen, dass Dörfer und Städte komplett unter Wasser standen.

Betroffen ist vor allem das bergige Gebiet etwa 30 Kilometer nördlich der Stadt Mostar. Nach Starkregen waren mehrere Flüsse über die Ufer getreten. So habe es im Ort Jablanica eine Schlammlawine gegeben, viele Häuser seien betroffen. Dort sei „nur noch das Minarett der Moschee“ zu sehen, berichtete „klix.ba“.

Stundenlang sei Jablanica völlig isoliert gewesen, bis es den Katastrophenschützern gelang, vorzudringen. Landstraßen in der Nähe sind nicht mehr zu passieren, das Wasser spülte die Erde unter Eisenbahnschienen weg.

Unwetter: Höchste Warnstufe in Italien

A view of a damaged building, following severe weather which triggered floods, in Traversara, Emilia-Romagna, Italy, September 20, 2024. REUTERS/Ciro de Luca
Die Emilia Romagna wurde erst im September von schweren Regenfällen getroffen.

Italien stellt sich in den nächsten Tagen auf teils schwere Unwetter ein. Der Zivilschutz gab für Teile der Emilia-Romagna eine Warnung der höchsten Stufe heraus. Heute werden dort starker Regen und Gewitter erwartet. In der bei Urlaubern beliebten Region besteht die Sorge, dass Flüsse und Bäche über die Ufer treten und es Überschwemmungen und Erdrutsche geben könnte.

Auch in anderen Regionen an der Adriaküste wie etwa Venetien und Apulien im Süden Italiens werden Unwetter erwartet - dort gilt eine erhöhte Warnstufe. Mit der Emilia-Romagna im Norden Italiens trifft es wieder die Region, die bereits Mitte September von heftigen Niederschlägen und Überschwemmungen heimgesucht wurde.

Heute sind die Nordlichter auf der glücklichen Seite

ARCHIV - 12.11.2022, Baden-Württemberg, Rottweil: Die Sonne kommt hinter einem Waldstück in der Nähe eines Sees hervor. (zu dpa: «Freundlicheres Wetter zum Wochenende in Hessen») Foto: Silas Stein/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
So ruhig und herbstlich wird es heute am ehesten im Norden und Westen.

Wer heute, nach dem Feiertag ist ja Brückentag und viele haben frei, im Süden und Osten aufwacht, der wird dicke Wolken und tendenziell Regen vor dem Fenster sehen. Es geht dort regnerisch weiter. Im Norden und Westen scheint dagegen nach örtlichem Frühnebel oft die Sonne. Es ist Hoch Urban, das die Sonne bringt.

Am regnerischen Alpenrand werden es nur herbstliche 8 Grad. Mit Sonnenunterstützung sind bis zu 16 Grad möglich.

Zahl der Weißstörche in Deutschland steigt

Creative Highlights World versammelt... Weißstörche  Ciconia ciconia , Weißstorch, Storch, Störche auf dem Durchzug, eine ganze Gruppe, Trupp, Versammlung, mehrere Vögel, seltener Anblick, Beobachtung *** A flock of White Storks  Ciconia ciconia  gathering in beautiful natural surrounding, wildlife, Europe. Deutschland, Europa
Mehr Weißstörche in Deutschland.

Gute Nachrichten am Morgen: Die Zahl der Weißstörche in Deutschland ist nach Angaben der Naturschutzorganisation Nabu gestiegen. Er gehe von mindestens 13.000 Storchenpaaren in diesem Jahr aus, sagt Bernd Petri von der Bundesarbeitsgemeinschaft Weißstorchschutz. Genaue Daten gibt es demnach in einigen Wochen.

Im vergangenen Jahr zählten die ehrenamtlichen Weißstorchbetreuer 12.122 Brutpaare, wie Helmut Eggers mitteilt. „Es gibt kaum eine Vogelart, deren Bestandsentwicklung besser dokumentiert ist als die des Weißstorches.“ Dem Nabu zufolge gab es im Jahr 1988 einen Tiefstand mit nur noch knapp 3.000 Paaren. In manchen Bundesländern wie Rheinland-Pfalz und Saarland war der Storch als Brutvogel damals verschwunden, wie Storchenexperte Eggers berichtet.

Viele Störche fliegen im Winter nicht mehr bis Afrika, sondern bleiben im europäischen Süden. Damit ersparen sie sich viele Risiken. Blühstreifen und weniger intensive Landwirtschaft helfen bei der Futtersuche.

Krasse Regenmengen südlich der Alpen, aber keine Vb-Wetterlage

Bei uns geht der Feiertag bei gutem Wetter über die Bühne, nur im Süden regnet es. Das ist aber noch gar nichts im Vergleich zu den Regenmengen, die gerade südlich der Alpen fallen. Ein Modell, es ist das australische, berechnet sogar 500 Liter Regen pro Quadratmeter im kroatischen Hinterland. Das wäre verheerend, wie unser Meteorologe Patrick Panke enordnet: „Die 500 Liter macht nur ein Modell, ich würde mich mal auf 200 bis 300 Liter bis Montag beschränken. Das reicht natürlich trotzdem für lokale Überschwemmungen und möglicherweise Erdrutsche. Aber 500 Liter wären katastrophal für so manches Bergdorf. Außerdem sehen wir die größten Regenmengen eher in Montengero statt in Kroatien“, so der Experte.

Manche Medien schreiben von einer Vb-Wetterlage, die kürzlich erst das schlimme Hochwasser in Österreich, Tschechien und Polen erzeugt hatte. Dem ist aber nicht so. „Es ist nur der gleiche Entstehungsweg wie beim letzten Flut-Tief. Kaltluft strömt von Nord in Richtung zentrales Mittelmeer und nimmt dort zusätzlich Mittelmeerfeuchtigkeit auf“, so wetter.de-Meteorologe Paul Heger. Das Tief drücke auch etwas nach Norden und bringe so den Dauerregen nach Bayern. „Glücklicherweise steht ihm diesmal aber ein Hoch im Norden und ein herannahendes Sturmtief im Westen gegenüber, womit es kein Vb-Tief wird.“ Das Tief zieht deshalb weiter nach Griechenland.

Die Wetterlage: Ungerechte Wetterwelt über Deutschland

Wetterlage ECMWF freitag
Wetterlage am Freitag: Tief Finny bringt im Süden teils ergiebigen Regen, der aber südlich der Alpen noch stärker ausfällt

Dank Hoch Urban herrscht im Norden und Westen freundliches und trockenes Wetter, wohingegen im Osten und Süden noch unbeständiges Tiefdruckwetter herrscht. Erst am Sonntag setzt sich Urban überall durch, doch ziehen dann von Westen her neue Tiefausläufer auf, die zum Montag hin wechselhaftes Wetter einleiten, das die neue Woche über anhalten soll. Zudem steigen die Temperaturen an.

Experte im Video: Das alles kann uns der Oktober bringen

Meteorologisch und klimatologisch liegt der Oktober mitten im Herbst. Damit ist er ein Monat der Stürme, der aber auch schon richtig winterlich sein kann. In der Vergangenheit sogar mit strengem Frost unter -10 Grad. Und natürlich hat auch der Sommer mit letzter Hitze noch Chancen, wie Meteorologe Paul Heger oben im Video erläutert.

Wetter- und Wolkenfilm: So geht es jetzt weiter

Wo regnet es jetzt und gleich?

Video: Temperaturfilm für Deutschland die nächsten 14 Tage

(mit dpa)