Der Wetter-Tag bei wetter.de

Winter lässt nicht locker - Schnee und Glätte-Gefahr

Im Bergland startet der Winter zur Zeit nochmal einen Versuch. Auf dem Feldberg im Schwarzwald kamen sogar bis zu 20 Zentimeter Schnee in 24 Stunden zusammen. Auch in tieferen Lagen sind in den nächsten Tagen zumindest ein paar Flocken dabei.

Heute Nacht lassen die Schauer im Süden und Osten vorübergehend nach. Oft muss dann aber mit Frost und Glätte durch gefrierende Nässe gerechnet werden. Vom Oberrhein bis zur Nordsee fällt dagegen weiterer Regen und im Bergland Schnee.
Der Donnerstag beginnt von der Ostsee bis nach Niederbayern meist noch freundlich und trocken. Sonst bringen dichtere Wolken weitere Schauer.Später breiten die sich weiter ostwärts aus. Dafür setzt sich die Sonne im Westen am Nachmittag besser durch. Es wird zudem noch etwas kühler. Die Temperaturen schaffen kaum mehr als 4 bis 11 Grad.

36 Tote nach starken Regenfällen

ARCHIV - 04.05.2022, Afghanistan, Baglan: Menschen arbeiten nach heftigem Regen. In Afghanistan sind innerhalb weniger Tage landesweit mindestens 33 Menschen nach Sturzfluten ums Leben gekommen. (zu dpa: «36 Tote nach starken Regenfällen in Afghanistan») Foto: Mehrab Ibrahimi/Xinhua/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Tote, Verletzte, zerstörte Häuser und Felder - katastrophale Schnee- und Regenfälle wüteten in Afghanistan.

In Afghanistan sind bei heftigen Regen- und Schneefällen in mehreren Teilen des Landes 36 Menschen ums Leben gekommen. Das teilte ein Sprecher der Nationalen Katastrophenbehörde der Deutschen Presse-Agentur mit. 40 weitere Menschen seien verletzt worden. Laut der Katastrophenbehörde wurden außerdem mindestens 300 Häuser stark beschädigt oder zerstört. Auch landwirtschaftliche Flächen hätten Schaden genommen. Besonders betroffen ist laut der Behörde die Provinz Farah im Westen des Landes. Dort seien 21 Menschen bei einem gemeinsamen Picknick getötet worden, nachdem Regenfälle Sturzfluten verursacht hatten.

Wetterextreme wie Fluten oder Dürren nehmen in Afghanistan zu. Experten machen den Klimawandel dafür verantwortlich. Nach Jahrzehnten der Kriege und Konflikte hat das Land kaum Ressourcen, um die Folgen solcher Katastrophen abzufangen.

Tief Rainer bringt Regenschauer

Von heute bis Freitag sorgen Tiefdruckgebiete noch für unbeständiges Wetter, bevor sich am Wochenende von den Britischen Inseln her Hochdruckeinfluss durchsetzt. Tief Qunicy zieht über die Mitte in den Nordosten Deutschlands und in der Nacht nach Polen und auf die Ostsee ab, während von Westen her bereits die Front von Tief Rainer hereinkommt. Dazwischen stellt sich nur vorübergehende Wetterberuhigung mit Aufheiterungen ein. Tief Rainer bringt nasskalte Schauerluft mit, die sich auch am Freitag noch hält, bevor sie nach Osten abgedrängt wird und von Westen her der Luftdruck ansteigt.

Sachsens mildeste Temperaturen zur Mittagszeit

In Sachsen sind die Temperaturen zurzeit am höchsten. 12 Grad wurden in Garsebach bei Meißen gemessen. Dahinter besetzen weitere Orte aus dem Bundesland die folgenden Plätze unserer Top-5-Hitliste. Erst auf Plätz 11 folgt mit Doberlug-Kirchhain in Brandenburg (10.3 Grad) die erste Ortschaft außerhalb Sachsens.

  • Garsebach bei Meißen (Sachsen) 12
  • Coswig (Sachsen) 11.6
  • Freital (Sachsen) 11.2
  • Rochlitz (Sachsen) 10.8
  • Riesa (Sachsen) 10.7

Weiberfastnacht im Regen

Kurz vor dem Karnevalswochenende erwartet Rheinland-Pfalz und das Saarland graues Wetter mit Regen. Weiberfastnacht beginnt mit dichten Wolken und Schauern, später sind auch Graupel- und Schneeschauer im Bergland möglich. Am Freitag bleibt es wechselhaft, mit örtlichen Regenschauern, teils mit Schnee. Erst am Samstag lockert es stellenweise auf, und die Niederschläge lassen nach.

Vorsicht vor Schneeglätte

ARCHIV - 15.12.2017, Baden-Württemberg, Furtwangen: Zwei Autos kommen bei Furtwangen (Baden-Württemberg) einem anderen Auto auf schneeglatter Straße entgegen.  (zu dpa: «Schnee und Eisglätte auf der Höhe - Regen im Tal») Foto: Felix Kästle/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Schneeglatte Straße könnten den Verkehr Morgenfrüh lahmlegen.

In der kommenden Nacht sinkt in den westlichen Landesteilen die Schneefallgrenze auf etwa 500 Meter, später sind dann Regionen von der Nordsee bis ins Saarland und in den Schwarzwald betroffen. Damit könnte der Berufsverkehr am Donnerstagmorgen betroffen sein. In folgenden Regionen sollte man morgen früh aufpassen:

Mittelgebirge in der Westhälfte in Höhenlagen ab 500 m Höhe, beispielsweise:

  • Eifel
  • Sauer-/Siegerland, Westerwald, Taunus
  • Schwarzwald, Schwäbische Alb
  • Später auch Harz, Rhön

Klimaanpassungen in Hamburg

ARCHIV - 07.08.2024, Hamburg: Ein Auto fährt im Stadtteil Lohbrügge durch eine überschwemmte Straße, auf der ein Feuerwehrfahrzeug steht. (zu dpa: «Hamburg will sich besser auf den Klimawandel vorbereiten») Foto: Daniel Bockwoldt/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Starkregen in Hamburg

Der Hamburger Senat hat eine Strategie zur Klimaanpassung beschlossen, um auf zunehmende Wetterextreme zu reagieren. 2024 war das wärmste Jahr in der Stadtgeschichte mit Rekord-Starkregen, betont Umweltsenator Jens Kerstan (Grüne). Die Strategie umfasst Hochwasserschutz, mehr Stadtgrün und bessere Versickerungsmöglichkeiten. Besonders gefährdete Orte wie U-Bahn-Zugänge sollen priorisiert werden. Bürger:innen sind zur Mithilfe aufgerufen. Der BUND Hamburg unterstützt die Pläne, fordert jedoch klare Finanzierungs- und Umsetzungsschritte.

Erst Schmuddelwetter mit Regen und Schnee, dann Sonnenschein

Heute ist es verbreitet wechselnd bis stark bewölkt und zeitweise fällt Regen, oberhalb 800 bis 1.000 Meter Schnee, wovon hauptsächlich Schwarzwald und Alpen betroffen sind. Zudem ist es im Süden zeitweise windig. Von der Nordsee bis ins Saarland und etwas verzögert auch am Oberrhein klingt der Regen ab und am Nachmittag setzt sich dort zum Teil noch die Sonne durch. Die Temperaturen erreichen 5 Grad im Vogtland bis 11 Grad am Niederrhein.

Wetterlage: Erst Tief Quincy, dann Tief Rainer

wetterlage
Tiefdruckentwicklungen in den nächsten Tagen für unbeständiges, teils nasses und vorübergehend teils auch kälteres Wetter.

Tief Quincy nähert sich von Frankreich her und zieht am Mittwoch über Deutschland vorüber, sodass es in milder Luft recht unbeständig und im Süden windig wird. Am Donnerstag folgt Tief Rainer mit neuen Niederschlägen, bevor zum Wochenende hin von den Britischen Inseln her der Hochdruckeinfluss zunehmen soll. Doch können von Osteuropa und der Nordsee her Tiefausläufer das sonst freundliche Hochdruckwetter stören. In der neuen Woche wird es voraussichtlich sehr windig.

(mit dpa)