Der Wetter-Tag bei wetter.de
Nebel, Frost und teils Glättegefahr

In der Nacht breiten sich Nebel- und Hochnebelfelder fast wieder im ganzen Land aus. Bei Tiefstwerten zwischen -1 und -5 Grad, in den Alpentälern sogar bei um die -10 Grad, kann sich örtlich Reifglätte bilden. Frostfrei bleibt es nur an den Küsten.
Wetteraussichten für Samstag, den 18. Januar
Der Samstag startet neblig oder trüb, nur das höhere Bergland ragt aus dem Nebelmeer heraus. Im Tagesverlauf bestehen im Süden und in der Mitte gute Chancen, dass sich der Nebel auflöst. Im Norden und Nordosten bleibt es dagegen trüb. Die Temperaturen erreichen je nach Nebeldauer zwischen -1 und 5 Grad, auf den sonnigen Bergen bis zu 8 Grad.
Wetterlage: Ruhige Zeiten dank Hoch Beate

5 Grad das höchste der Gefühle
Die Höchsttemperaturen halten sich übersichtlich. 5 Grad sind aktuell zur Mittagszeit das höchste der Gefühle. Diese gibt es meist an der Nordsee. Die Messstation Waltrop-Abdinghof stellt in den Top-5-Hitliste die Ausnahme dar.
- Amrum (Schleswig-Holstein) 5 Grad
- List auf Sylt (Schleswig-Holstein) 5 Grad
- Hörnum (Sylt) (Schleswig-Holstein) 5 Grad
- Helgoland-Südhafen (Schleswig-Holstein) 5 Grad
- Waltrop-Abdinghof (Nordrhein-Westfalen) 5 Grad
Sonne setzt sich auch mal durch

Nebel- und Hochnebelfelder machen im Tagesverlauf nur stellenweise der Sonne Platz. Strahlend schön wird es nur auf den Bergen. Die Temperaturen erreichen zwischen -1 Grad im Dauernebel und bis 5 Grad mit Sonne.

Zimmerpflanzen sind mehr als nur hübsche Dekoration. Sie tragen zur Verbesserung des Raumklimas bei, können die Luft reinigen und sorgen für eine angenehme Atmosphäre. Doch die Wahl der richtigen Pflanze hängt oft vom Lichtverhältnis im Raum ab. Während einige Pflanzen die Sonne lieben und sich über helle, sonnige Plätze freuen, gibt es auch viele, die mit weniger Licht auskommen und selbst schattige Ecken in grüne Oasen verwandeln können. Hier geht’s um die besten Zimmerpflanzen für schattige und sonnige Ecken.
Mehrjährige Dürren nehmen zu
Häufiger, heißer, länger, großflächiger: In den vergangenen vier Jahrzehnten haben mehrjährige Dürren an Extremen zugenommen. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) der Schweiz und des österreichischen Institute of Science and Technology Austria (ISTA). Die Größe der Dürreflächen habe in diesem Zeitraum um 50.000 Quadratkilometer pro Jahr zugenommen, das ist mehr als die Fläche der Schweiz.
„Mehrjährige Dürren richten enormen wirtschaftlichen Schaden an, etwa in der Landwirtschaft und der Stromerzeugung“, sagt Studienleiter Dirk Karger von der WSL. Immer stärker werden demnach auch gesellschaftliche und ökologische Auswirkungen, darunter Trinkwasserknappheit, Ernteausfälle, Baumsterben und das Risiko für Waldbrände.
Das Forschungsteam erfasste die Dürren, indem es Abweichungen im Niederschlag sowie in der Verdunstung aus Boden und Pflanzen über die vergangenen 40 Jahre ermittelte. Daraus erstellte es einen Dürre-Index und beobachtete zusätzlich mit Hilfe von Satelliten, wie sich das Pflanzenwachstum veränderte. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift Science veröffentlicht.
Grund für die Entwicklung sei der Klimawandel und die damit steigenden Temperaturen und Veränderungen im Wasserkreislauf, erklären die Fachleute. Dies führe zum einen zu extremen Wetterbedingungen wie Trockenperioden und Starkniederschlägen. Zum anderen nehme die Verdunstung am Boden zu. Die Folge seien sich schnell entwickelnde Dürren, die immer länger anhalten.
Als Beispiele nennt das Forschungsteam die seit 15 Jahren anhaltende Dürre in Teilen Chiles, jene im Westen der USA (2008-2014), in Australien (2017-2019) und in der Mongolei (2000-2011) sowie die bisher weniger gut dokumentierte Dürre im Kongo-Regenwald (2010-2018).
Massiver Kaltluftvorstoß in Nordamerika

Eine massive Kältewelle aus der Arktis erfasst Nordamerika und sorgt für extreme Temperaturstürze. In Minneapolis sinken die Werte von heute +3 Grad auf weniger -20 Grad am Montag – ein Absturz von bis zu 30 Grad. Der Kälteschwerpunkt zieht vom Wochenende bis Anfang der Woche von Zentralkanada über den mittleren Westen der USA nach Osten.
Temperaturen von weniger als -20 bis -25 Grad, lokal sogar -30 Grad, werden zwischen Alberta und Quebec sowie Montana und Wisconsin erwartet. Der Dauerfrost reicht bis zum 35. Breitengrad, also südlich von Tunis! Begleitet von eisigem Wind wird selbst ein kurzer Aufenthalt im Freien gefährlich. Auch Verkehrsprobleme durch eingefrorene Weichen und nicht anspringende Fahrzeuge drohen. Ein Extremszenario für Millionen Menschen.
Mild im Norden, Eiszeit in Ostsibirien

Während der äußerste Norden Europas derzeit ungewohnt mild bleibt, zeigt Ostsibirien sein frostiges Gesicht. Nördlich des Polarkreises werden stellenweise Temperaturen von bis zu 7 Grad gemessen, selbst in Lappland liegen die Werte aktuell im Plusbereich. Erst ab Sonntag kehrt hier mit strengem Dauerfrost winterliche Normalität zurück.
Ganz anders in Jakutien: Rund um die Kältepole Werchojansk und Oimjakon fallen die Temperaturen auf eisige -50 Grad. In der kältesten dauerhaft bewohnten Region der Welt bleibt der Rekord von -68 Grad unangetastet – vorerst.
Regen und Sturm: Mittelmeerraum im Ausnahmezustand
Ein kräftiges Tief über Nordtunesien bringt den zentralen Mittelmeerraum ins Wanken. Während große Teile Europas ruhig bleiben, zieht das Tief bis Sonntag nordwärts Richtung Sardinien und entfacht dort heftige Wetterphänomene.
Regenmengen von über 100 l/m² bedrohen Regionen von Nordtunesien und Algerien bis Sardinien, Sizilien, Kalabrien, Korsika und Apulien. Überschwemmungen, stürmische Böen und hoher Wellengang mit gefährlicher Brandung machen die Lage zusätzlich kritisch. Auch die Balearen sind betroffen – ein Wochenende voller Wetterextreme steht bevor.
Zyklon auf offenem Wasser

Ein Zyklon im südlichen Ozean sorgt derzeit für Aufmerksamkeit. Südöstlich von Madagaskar wurde zuletzt ein Kerndruck von 979 hPa und Böen von bis zu 130 km/h gemessen.
Der Sturm bewegt sich in südöstliche bis östliche Richtungen über das offene Meer und verliert dabei schnell an Intensität. Bald wird er nur noch als Tropensturm klassifiziert. Gute Nachrichten: Eine Bedrohung für bewohntes Land besteht nicht.
Wechselhaft: Nebel, Sonne und trübe Abschnitte

Heute ist es auf den Höhen einiger Mittelgebirge sowie direkt in den Alpen vielfach von Beginn an sonnig oder gering bewölkt. Sonst kann sich nach teils zögernder Nebelauflösung gebietsweise besser die Sonne durch, in einigen Niederungen sowie gebietsweise im Norden und Nordwesten hält sich jedoch beständiger Nebel bzw. Hochnebel, ganz vereinzelt kann daraus geringer Nieselregen oder Schneegriesel fallen. Dazu liegen die Höchstwerte bei Nebel im Süden wie z.B. in Oberschwaben knapp unter 0 Grad, am mildesten wird es in mittleren Höhenlagen. Schwacher, an der Nordsee exponiert teils mäßiger Wind weht im Norden aus südwestlichen, im Süden östlichen Richtungen.
Milde Luft im hohen Norden
Ungewöhnlich milde Luftmassen haben sich bis in die nördlichsten Regionen Europas ausgebreitet. Nördlich des Polarkreises werden aktuell stellenweise Temperaturen von 8 Grad gemessen – ein außergewöhnlicher Wert für diese Jahreszeit.
Auch im finnischen Teil Lapplands herrscht derzeit eine ungewohnte Wetterlage: Die Temperaturen liegen verbreitet im leichten Plusbereich, örtlich sogar um 5 Grad. Die eisige Kälte, die normalerweise diese Region dominiert, macht vorübergehend Platz für Frühlingsgefühle mitten im Winter. Ab Sonntag jedoch schlägt der Winter zurück. Dann sinken die Temperaturen wieder deutlich, und die Region kehrt in den „Normalbereich“ mit mäßigem bis strengem Dauerfrost zurück. Ein abruptes Ende der kurzen, milden Phase ist damit in Sicht.
Regen- und Schneeschauer mit Gefahr von Glatteis

Hoch Beate bestimmt voraussichtlich bis über das kommende Wochenende hinaus das Wetter in Deutschland. Tiefausläufer können uns daher bis auf weiteres nicht erreichen, so dass eine längere trockene Witterungsperiode ansteht. In bodennah zunächst feuchter Luft bleiben tiefe Wolken und Nebel regional zunächst noch hartnäckig, machen aber in den nächsten Tagen verbreiteter der Sonne Platz. Dabei wird es in der Höhe milder, während sich in tiefen Lagen recht kalte Luft hält, eine sogenannte Inversionswetterlage.
Hier im Video sehen, wo heute noch was runter kommt
Video: Temperaturverlauf in Deutschland für die nächste 14 Tage
(mit dpa)