Der Wetter-Tag bei wetter.de
Gefrierende Nässe und Schnee - hier können die Straßen wieder gefährlich glatt werden
Tief Max brachte heute verbreitet nasskaltes Winterwetter und oft zumindest eine dünne Schneedecke. Heute Nacht bilden sich weitere Schauer bei frostig kalten -7 bis 0 Grad. Es muss mit glatten Straßen durch gefrierende Nässe und Schnee gerechnet werden. Etwas ruhiger verlaufen die nächsten Stunden im Nordwesten, wo es nämlich meist trocken bleibt.
Am Freitag ziehen sich die Schauer in den Süden und Osten zurück und lassen im Verlauf des Tages weiter nach. Sonne bleibt aber erneut Mangelware. Wenn überhaupt lockern die Wolken nur kurz auf. Längere Aufhellungen bekommt am ehesten der Südwesten. Doch auch hier sind kaum mehr als 4 Grad drin. Meist müssen wir uns mit noch kälteren -4 bis +2 Grad begnügen.
Eisiges Deutschland mit Frost und Glätte
Momentan sind die Temperaturwerte winterlich. Abgesehen vom bayerischen Piding (10,6 Grad) sind die Werte einstellig. Wir legen den Fokus aktuell lieber auf die niedrigsten Werte, die momentan erreicht werden. Die meisten Orte liegen natürlich höher und führen die Hitliste an, doch auch im Flachland sind es zurzeit gerade in einem Streifen quer über Deutschland eisig kalte Temperaturen.
- Brocken (Sachsen-Anhalt) -7.8
- Zugspitze (Bayern) -7.7
- Torfhaus im Harz (Niedersachsen) -6.6
- Braunlage-Wurmberg (Niedersachsen) -5.6
- Kahler Asten (NRW) -5.3
Kein Wort über das Klima im Wahlkampf

Der diesmal sehr kurze Wahlkampf lebt vor allem von zwei Themen: Migration und Wirtschaft. Standen beim vergangenen Wahlkampf 2021 Klimathemen noch ganz oben auf der Agenda, so wird das Wort Klima derzeit von allen Parteien gemieden. Damit punktet man offenbar nicht beim Wähler. Warum das ein teurer Fehler ist und warum wir die falschen Debatten führen, erklärt Oliver Scheel in seinem Stück „Wir führen die falschen Debatten“.
Seltenes Wetterphänomen: Schnee im Sommer über Australiens Alpen

Während an der Nordwestküste Wirbelsturm Zelia wütet, hat der Südosten ein ganz anderes Problem. Ein ungewöhnlich kaltes Wetterphänomen könnte am Wochenende winterliche Bedingungen in den Südosten Australiens bringen. Laut Meteorologin Jane Bunn soll es in den tasmanischen und victorianischen Alpen in der Nacht auf Sonntag schneien. Grund dafür ist kalte Luft aus der Antarktis, die die Temperaturen in mehreren Regionen deutlich sinken lässt.
In Melbourne werden am Samstag nur noch 20 Grad erwartet, in Hobart sogar nur 16 Grad. Adelaide erlebt einen drastischen Temperatursturz von über 40 Grad am Mittwoch auf niedrige 20 Grad am Wochenende. Auch in anderen Teilen Australiens wird es kühler als üblich – vielerorts liegen die Höchstwerte 5 bis 6 Grad unter dem Durchschnitt.
Obwohl Schnee im australischen Sommer selten ist, gab es ähnliche Fälle, etwa im Dezember 2013, als ein Kälteeinbruch das Skigebiet Perisher in New South Wales mit einer dicken Schneedecke überzog. Dieses Mal wird zwar nur ein leichter Schneefall erwartet, doch der Wetterumschwung dürfte für viele Australier nach den heißen Tagen überraschend sein.
Japans größtes Schneeballschlacht-Turnier

Zwei Teams, zwei Minuten, so viele Schneebälle wie möglich – das sind die Regeln der Koide International Snowball Fight in Uonuma, Japan. Bei der 35. Auflage des Wettbewerbs traten rund 120 Teams gegeneinander an, bis am Ende ein Sieger feststand.
Der Sport, in Japan als „Sports Yukigassen“ bekannt, hat sogar eine offizielle Organisation, die sich für die Aufnahme in die Olympischen Winterspiele einsetzt. „Es ist einfach: Schneebälle formen, werfen, Treffer landen – das Team mit den meisten Punkten gewinnt“, erklärt Hauptschiedsrichter Takuya Kitsu.
Die Regeln besagen, dass getroffene Spieler ausscheiden. Ein Team gewinnt, wenn alle Gegner eliminiert sind. Teilnehmer wie Masaki Nakakubo schätzen die Mischung aus Wettbewerb und Kindheitserinnerung: „Es fühlt sich an wie damals, als wir als Kinder im Schnee gespielt haben.“
Uonuma liegt in einer der schneereichsten Gegenden Japans. Dort schneit es jedes Jahr besonders viel – in diesem Winter war es sogar außergewöhnlich viel. Am Tag des Turniers lagen mehr als drei Meter Schnee. „Für Einheimische ist Schnee oft eine Belastung“, sagt Kitsu. „Mit diesem Event wollten wir ihn in etwas Positives verwandeln.“
Bisher nur Bagatellschäden in Hamburg

Trotz des Schneefalls im Norden hat es am Morgen zunächst keine größeren Unfälle gegeben. Vermehrte Glätteunfälle seien zunächst ausgeblieben, hieß es aus den Lagezentren der Polizei in Hamburg und Schleswig-Holstein. In und um Kiel habe es etwa ein halbes Dutzend kleinere Unfälle gegeben, „aber alles nur Blechschäden“, sagte ein Polizeisprecher. In und um Flensburg sei es in den frühen Morgenstunden seit Sonnenaufgang vornehmlich zu Rutsch-Unfällen gekommen. „Aber alles nur Bagatellschäden, keine Verletzten“, sagte ein Sprecher.
Auch in Hamburg lag eine puderzuckerige Schneedecke, die allerdings wenig Einfluss auf den Verkehr hatte. „Wir haben nicht mehr Verkehr als sonst. Die fahren vorsichtig offensichtlich“, sagte eine Sprecherin der Verkehrsleitzentrale in Hamburg. In der Stadt waren – trotz des Warnstreiks im öffentlichen Dienst – die Winterdienstfahrzeuge der Hamburger Stadtreinigung mit rund 150 Personen im Einsatz.
Natürliche Feinstaubfilter: Immergrüne Pflanzen verbessern die Luftqualität

Die aktuelle Feinstaubbelastung stellt ein Gesundheitsrisiko dar, doch immergrüne Gehölze können helfen, die Luft zu reinigen. „Viele Menschen haben Angst, sich im Freien zu betätigen, weil Feinstaub die Atemwege belastet. Doch es gibt natürliche Feinstaubfilter, die auch im Winter aktiv sind“, erklärt Hajo Hinrichs, Präsident des Bundes deutscher Baumschulen (BdB).
Während Laubbäume im Winter kahl sind, binden Sträucher und Hecken Feinstaub auf ihren Blättern und Nadeln. Besonders Eibe, Thuja, Osmanthus, Glanzmispel, Kirschlorbeer sowie Efeu und Rhododendron leisten hier wertvolle Dienste. „Pflanzen sind nicht nur Klimaanlagen im Sommer, sondern tragen auch zur Luftreinigung bei“, betont Hinrichs.
Kritik an bestimmten Gehölzen, etwa dem Kirschlorbeer, sei daher nicht immer gerechtfertigt. „Man sollte alle positiven Aspekte berücksichtigen“, so Hinrichs abschließend.
Unfälle wegen Glätte und Schnee

Schnee und Glätte haben in der Nacht zu Unfällen auf Autobahnen und anderen Straßen in Niedersachsen geführt. Auf der Autobahn 2 Hannover-Berlin rutschte nahe dem Rasthof Zweidorfer Holz ein Auto in die Leitplanke, ebenso auf der Autobahn 39 Wolfsburg-Braunschweig bei Scheppau, wie die Polizei Braunschweig auf Anfrage bestätigte. Zuvor hatte die Braunschweiger Zeitung berichtet. Den Angaben zufolge wurde niemand verletzt.
Insgesamt sei das Unfallgeschehen in der Region aber übersichtlich, sagte der Polizeisprecher. Die meisten Autofahrer hätten ihre Fahrweise der Witterung angepasst.
Zu einem Unfall kam es laut Braunschweiger Zeitung auch auf der Bundesstraße 1 im Kreis Helmstedt, im Kreis Peine kollidierten in der Nacht ein Lkw und ein Traktor. In Sögel (Landkreis Emsland) kam ein Auto aufgrund von Glätte ins Schleudern und prallte gegen einen Baum, wie die Polizei Osnabrück mitteilte. Der Fahrer sei leicht verletzt worden.
Bis 11 Uhr können die Straßen in Niedersachsen bei frostigen Temperaturen noch glatt sein. Bis zum Freitagmorgen könnte der immer mal fallende Schnee für zusätzliche Gefahr auf den Straßen sorgen.
Feinstaubalarm im Norden: Schlechte Luftqualität hält an

Die Luftqualität lässt in einigen Teilen Deutschlands am frühen Donnerstagmorgen zu wünschen übrig. Während sich die Luftqualität im Süden Deutschlands verbessert hat, bleibt die Belastung in der Nordhälfte hoch. Besonders in den ostdeutschen Bundesländern, Niedersachsen, Nordhessen und Teilen Nordrhein-Westfalens sowie Schleswig-Holsteins, wurden laut Umweltbundesamt die Grenzwerte für Feinstaub teils deutlich überschritten.
Feinstaub dringt je nach Partikelgröße tief in die Lunge ein und kann gesundheitliche Schäden verursachen. Besonders betroffen sind Menschen mit Atemwegserkrankungen wie Asthma. Experten raten, körperliche Anstrengungen im Freien zu vermeiden. Hauptquellen für Feinstaub sind Verkehr, Heizungen und Industrie – im Winter verstärkt durch Kaminöfen und erhöhte Emissionen im Straßenverkehr.
Winterliche Kulisse in Hamburg

Am frühen Donnerstagmorgen überraschte der Winter Hamburg mit frostigen Temperaturen und einer leichten Schneedecke. Bei -3 Grad verwandelte sich die Stadt in eine winterliche Kulisse, besonders südlich der Elbe mussten sich Verkehrsteilnehmer auf glatte Straßen einstellen.
Während Autofahrer ihre vereisten Scheiben freikratzen mussten, bedeckte eine dünne Schneeschicht die Wege an den Landungsbrücken. Sogar am Elbstrand bei Oevelgönne tummelten sich Spaziergänger im leichten Schneefall.
Kracht Tropensturm mit Höchstgeschwindigkeit auf die Küste?

Der tropische Wirbelsturm Zelia (derzeit Kategorie 4, Wellenhöhen bei knapp 10 Meter) liegt nur noch etwa 140 Kilometer nördlich der australischen Küste, bewegt sich aber momentan kaum von der Stelle. Dabei kann sich der Zyklon über dem Wasser jedoch weiter verstärken. Morgen nimmt er Kurs Richtung Festland und geht voraussichtlich mit Kategorie 5 am Freitagnachmittag westlich von Port Hedland an Land. Die Windgeschwindigkeiten der mittleren Windböen könnten um die 230 Kilometer pro Stunde erreichen, Spitzenböen bis 290 km/h erreichen!
Schneefall in vielen großen Städten: Das wird ein glatter, chaotischer Tag
Guten Morgen liebe Wetter-Freundinnen und -Freunde,
heute wird es tückisch. Schon jetzt haben wir Schneefall im Norden und Osten, auch in Westfalen und im Ruhrgebiet. Der morgendliche Verkehr wird auf eine harte Probe gestellt. Schaut unbedingt auf den Regenradar.
Von Hamburg bis Dresden, aber auch im Münsterland und westlich des Rheins – der Winter ist da. Im Süden regnet es, aber im Laufe des Tages kommt auch da die Schneefallgrenze runter bis in tiefe Lagen.
Auf Felsnadel gefangen: Kletterer von "Totem Pole" gerettet

Zwei Kletterer haben auf einem der spektakulärsten Felsen Australiens eine komplizierte Rettungsaktion ausgelöst. Aufgrund starker Winde hatten sich ihre Seile verheddert, so dass ein Abstieg von dem 65 Meter hohen „Totem Pole“ im Bundesstaat Tasmanien unmöglich war, wie die Polizei mitteilte. Das Duo, das in schwindelerregender Höhe auf einem kleinen Felsvorsprung ausharrte, rief Hilfe. Jedoch gestaltete sich die Bergung schwierig.
Erste Versuche, sich mit einem Hubschrauber zu nähern, seien wegen der heftigen Winde fehlgeschlagen, sagte Callum Herbert von der örtlichen Polizei. Der „Totem Pole“, dessen Fuß vom Meer umspült wird und sehr rutschig ist, ist aber auch von Land aus selbst bei ruhigem Wetter nur schwer zu erreichen. Die Einsatzteams versuchten als Nächstes, mit einem Polizeiboot zu Klippen nahe der imposanten Felsnadel zu gelangen. „Auch dies war wegen des erheblichen und gefährlichen Wellengangs erfolglos“, berichtete Herbert.
Schließlich machten sich erfahrene Mitglieder des „Climbing Club of Tasmania“ zu Fuß auf und bestiegen den „Totem Pole“ selbst in der Dunkelheit. Es gelang ihnen, die Kletterer an Rettungsseilen zu befestigen und damit zu Klippen auf dem Festland zu bringen. Bei Tagesanbruch wurden sie mit Seilen auf den Boden gezogen. Die beiden seien hungrig und müde sowie unterkühlt gewesen, ansonsten aber unverletzt, hieß es.
Schnee und Regen unterwegs - Vorsicht vor Glätte
Im Norden fällt heute zeitweise Schnee, dabei sind 1 bis 5, regional wie im Raum Berlin sogar 5 bis 10 cm Neuschnee und natürlich Schneeglätte möglich. Auch in der Mitte gehen die Regenschauer am Vormittag bis in tiefe Lagen in Schnee über. Im Süden regnet es teils kräftig, hier sinkt die Schneefallgrenze im Laufe des Nachmittages allmählich bis ins Flachland. Die Temperaturen erreichen -1 bis +3 Grad, im Süden nur anfangs noch 4 bis 7 Grad.
Der Freitag wird meist stark bewölkt und vor allem an den Alpen sowie im Erzgebirge fällt Schnee, sonst sind es nur einzelne Schneeschauer. Im Südwesten sowie an der Nordsee gibt es auch etwas Sonne zwischendurch. Die Höchstwerte erreichen zwischen -4 Grad im Erzgebirge und maximal 4 Grad am Oberrhein.
Das Wetter am Donnerstag in der Übersicht

Wetterlage: Schneefallgrenze sinkt bis runter

Tief Max verlagert sich heute im Laufe des Tages von Norddeutschland Richtung Österreich, damit gelangt die feuchtkalte Luft im Norden nun auch in den Süden unseres Landes. So sinkt auch hier gegen Abend die Schneefallgrenze bis ins Flachland. Durch Niederschlag und Winddrehung auf Nordost wird auch im Norden und Osten die Luftqualität wieder deutlich besser.
Am Freitag klingen die Schneeschauer immer mehr ab und am Wochenende kann sich schwacher Hochdruckeinfluss mit teils eisig kalten Nächten durchsetzen. Die nächste Woche startet noch recht kalt (vor allem in der Osthälfte), ab Wochenmitte wird es aus Westen immer milder.
(mit dpa)