Der Wetter-Tag bei wetter.de

Kalt wird's - mit Bodenfrost und Himmels-Spektakel

Polarlichter
Polarlichter können auch in dieser Nacht noch zu sehen sein.

Von Nordwesten hat uns kalte Luft erreicht. Und so verläuft die Nacht oft wolkenlos aber mit 6 bis minus 1 Grad auch richtig kalt. Zum Morgen bilden sich einige Nebelfelder.
Die halten am Vormittag teils länger durch. Im Norden scheint die Sonne, von Südwesten ziehen hohe Wolken auf. Am Nachmittag werden diese immer dichter und es beginnt zu regnen.
Es bleibt frisch mit 11 bis 16 Grad und ruppigem Wind an der Ostsee.
Der Begleiter durch den nassen Herbst: Das Regenradar

Wow-Wochenende mit Polarlichtern und Komet

Polarlichter in Kiel
Auch bei uns zu sehen - Polarlichter in Kiel.

Es gab schon in der letzten Nacht ein spektakuläres Farbenspiel am Himmel: Das beeindruckende Naturphänomen zauberte über Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Bayern leuchtende Farben an den Nachthimmel. Auch anderswo auf der Welt gab es Grund zum Staunen: Über den USA, Großbritannien und sogar über dem Mittelmeer wurden rote und grüne Lichtschleier gesichtet.

Die Ursache? Die Sonne zeigt sich aktuell von ihrer aktiveren Seite. Alle elf Jahre erreicht sie in ihrem Zyklus ein Maximum, und genau da sind wir gerade. Es war der zweitstärkste geomagnetischer Sturm seit 2005. Die vielen Sonneneruptionen schleudern riesige Wolken aus Sonnenplasma – sogenannte koronale Massenauswürfe – in Richtung Erde. Treffen diese auf das Magnetfeld unseres Planeten, entstehen die faszinierenden Polarlichter.

Ganz ungefährlich ist das brodelnde Sonnenwetter nicht: Die geomagnetischen Stürme, die es auslösen kann, sind nicht ohne. In der Nacht zu Freitag meldete die US-Wetterbehörde NOAA einen Sturm der Kategorie G4. Im Mai gab es sogar Polarlichter über Deutschland dank eines G5-Sturms, der höchsten Kategorie. Schäden in Stromnetzen sind nicht zu erwarten. Störungen bei globalen Navigationssystemen sind aber möglich. So gefährlich sind Sonnenstürme – hier nachlesen.

Schon letzte Woche hatte Sami Solanki vom Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung angekündigt, dass über Deutschland Polarlichter zu sehen sein könnten. Genau vorhersagen lässt sich das Schauspiel allerdings nur schwer – oft wird es erst eine halbe Stunde vorher klar, wenn Satelliten in sicherer Entfernung die Plasmateilchen auf ihrem Weg zur Erde messen.

Und auch heute Nacht gibt es gute Chancen auf die bunte Polarlichter-Show. Das alleine ist aber nicht alles, was man heute am Himmel sehen kann. Am Himmel spielt sich auch ein Kometen-Schauspiel ab. Es ist Tsuchinshan-Atlas, der mit seinem Schweif bald mit bloßem Auge sichtbar wird. Schon heute steigen die Chancen.

Experten empfehlen, sich dafür ab Freitag nach Sonnenuntergang einen Platz mit guter Sicht zum Westhorizont zu wählen. Dort leuchtet der Abendstern, der helle Planet Venus. Streckt man den Arm aus, liegt der Komet Tsuchinshan-Atlas gut zwei Fäuste rechts der Venus, wie Uwe Pilz von der Vereinigung der Sternfreunde erklärt. Ein mögliches Maß sei auch der Abstand zwischen Daumen und Kleinfinger der weit gespreizten Hand. „Der Arm muss gerade gehalten werden, also so weit vom Auge weg, wie es geht.“

Herbstferien mit Regengarantie in beliebten Urlaubsländern

Prognose und Vorhersage Gewitter und Unwetter am Samstag
Der Südwesten unseres Kontinents zeigt sich anfällig für Gewitter und Unwetter

Der Fokus der kommenden, teils heftigen Gewitter mit Starkregen liegt auf der Iberischen Halbinsel. Besonders betroffen sind Portugal sowie die Regionen von Süd- bis Zentralspanien. Auch Marokko wird am Wochenende nicht verschont bleiben, und es sind Sturmböen zu erwarten. Bis einschließlich Sonntag könnten die Regenmengen an einigen Orten zwischen 100 und 200 Litern pro Quadratmeter liegen, wobei auch deutlich höhere Mengen möglich sind.

Die maximalen Schätzungen der Wettercomputer deuten punktuell auf über 300 Liter hin. Für Urlauber ist das alles andere als erfreulich, doch die Wasserspeicher in Spanien dürsten nach diesem himmlischen Nass. Wie es weiter geht in den Urlaubsregionen kann man hier nachlesen.

Hurrikan Milton: Aufräumen ohne Ende

US-NEWS-WEA-MILTON-SCENE-FL Damage from suspected tornadoes that ripped through the Spanish Lakes County Club Village in Fort Pierce, that spun off of Hurricane Milton overnight on Thursday, Oct. 10, 2024. Joe Cavaretta/South Florida Sun Sentinel/TNS EDITORIAL USE ONLY Copyright: xx 123912743W JoexCavarettax krtphotoslive946086
Milton war am späten Mittwochabend (Ortszeit) etwa 100 Kilometer südlich von Tampa als Hurrikan der Stufe 3 mit anhaltenden Windgeschwindigkeiten von bis zu 193 Kilometern pro Stunde auf Land getroffen.

Tag eins nach Hurrikan Milton: Florida räumt auf – schon wieder. Nach zwei heftigen Stürmen in kurzer Zeit ist der Frust der Einwohner groß, nicht zuletzt wegen absichtlich verbreiteter Falschinformationen.

Die Aufräumarbeiten nach Milton haben begonnen. Über 2,5 Millionen Menschen sind weiterhin ohne Strom, und die Zahl der Todesopfer liegt bei mindestens 16. Während Milton als Hurrikan der Stufe 3 mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 193 km/h über Florida zog, hatten bereits die Zerstörungen von Hurrikan Helene vor wenigen Tagen für Chaos gesorgt.

Prominente wie Ryan Reynolds und Taylor Swift haben Millionen für Hilfsorganisationen gespendet, um den Betroffenen zu helfen. Gouverneur DeSantis zeigt sich optimistisch, dass Florida wieder auf die Beine kommt. Doch die Menschen sind frustriert: „Man muss eine Festung besitzen“, sagt eine Bewohnerin.

Falschnachrichten, die den Hilfsangeboten schaden, machen die Lage noch schlimmer. Heimatschutzminister Mayorkas warnt vor absichtlicher Desinformation, die dazu führt, dass Betroffene zögern, Hilfe anzunehmen. Die Unwetter fallen mitten in den Wahlkampf, und auch Präsident Biden warnt vor falschen Gerüchten, die von politischen Gegnern verbreitet werden.

Im Video: Trümmerteile erwischen Reporter im Live-TV

Öltanker brennt vor Kühlungsborn in der Ostsee

Ölfrachter brennt vor Kühlungsborn: Sieben Besatzungsmitglieder unverletzt gerettet Auf der Ostsee ist ein Öltanker in Brand geraten. Der in Deutschland registrierte Tanker "Annika" liegt in der Mecklenburger Bucht zwischen Kühlungsborn und Warnemünde vor Anker. Siebe Besatzungsmitglieder wurden bisher unverletzt vom Schiff gerettet und mit dem Seenotrettungsboot "Wilma Sikorski" nach Kühlungsborn an Land gebracht. Mehrere Schlepper und Seenotrettungskreuzer haben mit der Brandbekämpfung begonnen. Weitere Feuerwehrleute werden mit Hubschraubern zum Schiff geflogen.
Ölfrachter brennt vor Kühlungsborn: Sieben Besatzungsmitglieder unverletzt gerettet

Hoffentlich geht das gut aus und endet nicht in einer Naturkatastrophe: Der 73 Meter lange Öl- und Chemikalientanker „Annika“ ist nordöstlich von Kühlungsborn in der Ostsee in Brand geraten.

Wie die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger mitteilte, wurden die sieben Besatzungsmitglieder gerettet. Der Radiosender Ostseewelle berichtet von mehreren Verletzten.

Unklar ist bisher, ob Öl ausläuft und ob das Schiff möglicherweise havariert. Nach Angaben des Deutschen Havariekommando hat „Annika“ etwa 640 Tonnen Öl geladen. Das Schiff befinde sich in der Mecklenburger Bucht zwischen Kühlungsborn und Warnemünde, teilte das Kommando mit. Es liege vor Anker und habe Verbindung zu einem Schlepper.

Das Feuer war am Freitagvormittag ausgebrochen. Drei Schiffe haben laut Havariekommando mit der Brandbekämpfung von außen begonnen. Ebenso seien mehrere Feuerwehr-Teams mit Hubschraubern auf dem Weg zum Tanker. Der schwarze Rauch des brennenden Schiffes sei bis an die Küste sichtbar.

Ernte 2024 - weniger Wein in den Kellern durch Extremwetter

Weniger Trauben, weniger Wein: Der Jahrgang 2024 könnte knapp werden. Schuld daran sind nicht nur extreme Wetterkapriolen wie Spätfröste, Hagel und Starkregen, sondern auch Pilzkrankheiten, die die Reben heimgesucht haben. Das Statistische Bundesamt schätzt, dass in Deutschland dieses Jahr knapp fünf Prozent weniger Weinmost produziert wird – nur noch rund 8,3 Millionen Hektoliter. Besonders hart trifft es die Anbaugebiete Mosel, Baden und Franken. Ein kleiner Lichtblick: In Rheinhessen und der Pfalz könnte die Ernte sogar besser ausfallen. Beim Riesling wird ein Rückgang von drei Prozent erwartet, beim Blauen Spätburgunder sind es satte 14 Prozent. Aber keine Sorge – ein kleines Plus gibt es zumindest beim Dornfelder!

Jacken raus und Pflanzen rein! Es wird jetzt frostig

"Vincent ist da!" Das Hoch beruhigt heute unser Wetter. Aber leider ist der Kleine etwas zu schwach, um überall für trockenes, sonniges Wetter zu sorgen. In der Kaltluft bilden sich einige Schauer, vor allem im Süden und Norden. Aber eigentlich wollten wir ja auf etwas ganz anderes hinaus: Es wird kalt, fröstelig kalt sogar. In der Nacht sollten die empfindsamen Seelen, Menschen wie Pflanzen, ins Warme gebracht werden oder ein warmes Mäntelchen bekommen. Die Nacht bringt 5 bis minus 1 Grad und häufig auch Bodenfrost. Das wird die kälteste Nacht des Herbstes bisher.

Hoch Vincent kommt und gibt den Blick auf einen Kometen frei

HANDOUT - 19.09.2024, ---: Der Komet C2023-A3 (Tsuchinshan-ATLAS), in etwa 160 Millionen Kilometern Entfernung, aufgenommen von dem Nasa-Astronauten Matthew Dominick von der ISS aus. (zu dpa: «Komet bald mit bloßem Auge am Nachthimmel sichtbar») Foto: Matthew Dominick/NASA/JSC/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Der Komet C2023-A3 (Tsuchinshan-ATLAS)

Moin moin vom Wetter,

der Regen liegt hinter uns und Hoch Vincent baut sich auf. Es wird kälter, aber auch ruhiger. Und: Am Himmel spielt sich ein Kometen-Schauspiel ab. Es ist Tsuchinshan-Atlas, der mit seinem Schweif bald mit bloßem Auge sichtbar wird.

Experten empfehlen, sich dafür ab Freitag nach Sonnenuntergang einen Platz mit guter Sicht zum Westhorizont zu wählen. Dort leuchtet der Abendstern, der helle Planet Venus. Streckt man den Arm aus, liegt der Komet Tsuchinshan-Atlas gut zwei Fäuste rechts der Venus, wie Uwe Pilz von der Vereinigung der Sternfreunde erklärt. Ein mögliches Maß sei auch der Abstand zwischen Daumen und Kleinfinger der weit gespreizten Hand. „Der Arm muss gerade gehalten werden, also so weit vom Auge weg, wie es geht.“

Der beste Sicht auf Tsuchinshan-Atlas gibt es ab Sonntag, da steht er höher am Horizont. Wenn die Dämmerung in die Nacht übergeht, bleibt er mit seinem langen Schweif sichtbar. Anfang der Woche wird er wohl am besten zu sehen sein - wenn das Wetter mitspielt. Da müssen wir noch schauen, denn so richtig stabil wird das Wetter wohl nicht.

Nicht mehr so nass, aber kühler

Am Vormittag bleibt es besonders im Süden noch sehr trüb. Im Tagesverlauf lassen die Schauer nach, die Wolkenlücken werden größer und gerade in der Mitte ist es oft auch ganz trocken. Der Wind bleibt im Norden ruppig und bringt eine Abkühlung auf nur noch 12 bis 16 Grad. Ex-Kirk ist schon abgezogen, auf der Rückseite erreicht uns aber die Kalte aus Nordwesten. Da heißt es: warm anziehen und vielleicht auch einen Regenschirm einpacken, für den Fall, dass die Wolken ihre Laune ändern!

Die Wetterlage: Deutschland weiter im Griff von Tief Gerda

Wetterlage Deutschland
Jetzt kommt die instabile und kühlere Atlantikluft zu uns.

Tief Gerda liegt bestimmt weiter mit feuchter, aber warmer Luft unser Wetter. Am meisten regnet es im Saarland, am wenigsten in Niederbayern und in der Lausitz. Am Donnerstagfrüh erreicht dann der ehemalige Hurrikan Kirk unser Land und sorgt für Gefahr von Sturmböen im Flachland und Orkanböen auf den Bergen.

Experte im Video: Das alles kann uns der Oktober bringen

Meteorologisch und klimatologisch liegt der Oktober mitten im Herbst. Damit ist er ein Monat der Stürme, der aber auch schon richtig winterlich sein kann. In der Vergangenheit sogar mit strengem Frost unter -10 Grad. Und natürlich hat auch der Sommer mit letzter Hitze noch Chancen, wie Meteorologe Paul Heger oben im Video erläutert.

Video: Temperaturfilm für Deutschland die nächsten 14 Tage

(mit dpa)