Der Wetter-Tag bei wetter.de

Absturz läuft: Gewitter mit heftigem Starkregen überqueren das Land

Der Wetterumschwung läuft auf Hochtouren! Heute Abend liegt der Schwerpunkt von Regen und Gewittern von den Alpen und der Schweiz kommend im Süden. Verbreitet kommen da Regensummen zwischen 20 und 35, oft aber auch 35 bis 60 Liter pro Quadratmeter innerhalb weniger Stunden zusammen. Hier und da ist auch extrem heftiger Starkregen mit mehr als 60 Litern pro Quadratmeter in wenigen Stunden nicht ausgeschlossen.

In der Nacht verlagern sich die teils gewittrigen Starkregenfälle vom Süden her in einem Streifen über Thüringen und Sachsen-Anhalt/Ost-Niedersachsen bis nach Westmecklenburg und Holstein. Die Regenmengen fallen auch nicht geringer aus als am Abend, wobei die Unwettergefahr Richtung Norden abnimmt. Trotzdem: Regional drohen Überschwemmungen, überflutete Straßen und vollgelaufene Keller.

Die Nacht verläuft bei dem ganzen Regen noch ziemlich mild. Die Temperaturen gehen bis auf 12 Grad zurück. Nur im äußersten Osten gibt es noch mal eine letzte tropische Nacht.

Das Regenradar: Wo regnet es jetzt und gleich?

Kommt gut durch die Nacht 🌙 und wundert euch nicht, wenn der Sommer morgen weg ist 😲.

Zelltracking
Zelltracking aktuell um 17.10 Uhr.

Regen und Gewitter legen los

Niederschlagsradar
Niederschlagsradar von 17.10 Uhr - besonders im Süden regnet es schon heftig.

Während der Osten auch diesen Sonntag wieder an See und Strand brutzeln kann, ist im Westen Vorsicht angebracht. Hier wird der Einfluss von Hoch Quentin immer schwächer und die Kaltfront von Tief Yonca greift auf Deutschland über.

Heute Nachmittag bedeutet das für die Mitte bis in den Norden erstmal nur vereinzelte Gewitter, die aber auch mit stürmischen Böen und Starkregen gespickt sein können. Am Nachmittag zündet dann die nächste Gewitterstufe. Dann kommen im Südwesten Gewitter mit Starkregen auf und die Regenmengen können schon etwas satter sein.

Rekordverdächtiges im September 2024

Der September war vor allem im Osten unseres Landes ungewöhnlich heiß und lieferte etwa in Berlin vom 3. September bis heute 8.September 6 Hitzetage (Höchstwerte über 30 Grad) in Folge. Zum Vergleich: Zuletzt gab es etwa 2010, 2014 und 2017 landesweit keinen einzigen Hitzetag im September.

Zudem wurden im Osten an manchen Orten neue Temperaturrekorde für September aufgestellt wie zum Beispiel in Potsdam mit 35,0 Grad. Am heißesten war es in Doberlug-Kirchhain (Brandenburg) mit 35,2 Grad. Der Allzeitrekord für September mit 36,5 Grad aus dem Jahr 1911 in Jena und im Jahr 1947 in Bühlertal in Baden-Württemberg ebenfalls mit 36,5 Grad wurde aber nicht erreicht.

Sommer-Nachschlag im Osten, Kaltfront im Westen

Die Gewitter aus der Nacht lassen kurz nach, aber Schauer sind im Westen schon am Morgen dabei. Im Osten geht es wie gehabt sehr sonnig los und so bleibt es auch tagsüber und es wird nochmal heiß mit bis zu 33 Grad. Dort wird es dann mit heftigen Gewittern ab Montag deutlich kühler und kühler. Heute brodelt es aber besonders in der Mitte Deutschlands am Nachmittag und es bilden sich auch heftige Gewitter. Im Westen ist die Energie mit 21 bis 26 Grad schon raus.

Die Wetterlage: Hoch Quentin verteidigt seine Stellung nur noch im Osten

Wetterlage
Wetterlage: Tief Yonca hat sich in Stellung gebracht und schiebt den Sommer beiseite.

Von Westen her nähert sich Tief Yonca, im Nordosten hält Hoch Quentin dagegen. So ist es dort noch hochsommerlich, während im Westen Schauer und Gewitter runterkommen und es spürbar abkühlt. Zu Wochenbeginn ist dann mit zunehmendem Tiefdruckeinfluss der Hochsommer auch im Nordosten Geschichte, es wird generell wechselhafter, windiger und kälter.

Weltweit gesehen: Sommer 2024 war der heißeste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen

Der Sommer 2024 war der weltweit heißeste seit Beginn der Aufzeichnungen. Das teilte der Copernicus-Klimawandeldienst der Europäischen Union mit. Demnach lag die globale Durchschnittstemperatur in den Monaten Juni bis August 0,69 Grad über dem Durchschnitt des Referenzzeitraums von 1991 bis 2020.

„In den letzten drei Monaten des Jahres 2024 hat die Erde den heißesten Juni und August, den heißesten Tag und den heißesten borealen Sommer seit Beginn der Aufzeichnungen erlebt“, sagte die stellvertretende Direktorin des Copernicus-Klimawandeldiensts, Samantha Burgess. Diese Reihe von Temperaturrekorden erhöhe die Wahrscheinlichkeit, dass 2024 das wärmste Jahr aller Zeiten werde.

Höchstwerte für Deutschland

(mit dpa)