Der Wetter-Tag bei wetter.de

Anhaltender Starkregen - Überflutungsgefahr!

In diesem Sommer ziehen immer wieder Gewitter über uns hinweg. Leider gab es auch einige Opfer von Blitzschlägen. Dabei ist diese Gefahr einfach zu minimieren: Bleibt bei Gewittern bitte in geschützten Räumen wie im Haus oder im Auto.

Das gibt auch für die kommenden Stunden. Über dem Osten dreht sich Gewitter-Tief Larissa mit länger anhaltendem Starkregen. Überflutungen sind möglich. Im Norden bleibt es ruhiger. Dazu gibt es tropische 20 bis angenehmere 12 Grad.

Am Freitagvormittag regnet es von Thüringen und Sachsen-Anhalt bis zur Lausitz weiter intensiv und teils gewittrig. Sonst ist es etwas ruhiger und gerade im Nordwesten auch sonnig. Am Nachmittag gibt es hier das beste Wetter. Auch im Norden bleibt es meist trocken. Sonst ziehen neue Gewitter durch. Genauso gibt es in Richtung Lausitz weiteren Starkregen mit Überflutungsgefahr. Im Dauerregen gibt es um 20 Grad, mit Sonne im Westen bis zu 28 Grad. Es bleibt abseits des Nordens schwül.

Aktuelle Unwettergefahr: Gewitter mit der Gefahr von Starkregen, Hagel und Sturmböen

Satellitenbild zeigt, wo die Gewitter sind

Am Donnerstagnachmittag haben sich die Regenschauer und Gewitter im Westen und Süden ausgebreitet. Ansonsten ist es freundlicher. Im Osten und Süden haben die Temperaturen teils die 30-Grad-Marke überschritten – damit geht dieser Tag in diesen Regionen als Hitzetag in die Statistik ein.

Satbild18 wetterglobus
Im Westen und Süden haben sich Wolken mit Schauern und Gewittern ausgebreitet (Quelle: EUMETSAT / Made with wetterglobus.com)

Stärkste Regenfälle seit mehr als 40 Jahren in pakistanischer Hauptstadt Lahore

Die pakistanische Millionenstadt Lahore hat die stärksten Regenfälle seit mehr als 40 Jahren erlebt. Das teilte die nationale Meteorologiebehörde mit. Wohnungen und Krankenhäuser stünden unter Wasser, sagte ein Sprecher der lokalen Behörden. Rettungskräfte versuchten, Menschen aus überschwemmten Vierteln zu befreien. Auch müssten Autos aus überfluteten Straßen und Unterführungen geborgen werden. Die Katastrophenschutzbehörde meldete mindestens einen Toten.

„Es war wie ein Fluss, der vom Himmel herabfließt“, beschreibt ein Bewohner in Lahore die Situation. „Ich dachte, es würde nie enden und alles mitreißen.“ Nach Angaben von Behörden wurde in mehreren Teilen der Stadt der Strom abgeschaltet, um weitere Todesfälle durch ins Wasser hängende Stromleitungen zu verhindern. Laut dem pakistanischen Nachrichtensender „Geo News“ rechnen Meteorologen erst morgen mit einem Ende der Niederschläge. In den kommenden Tagen würden jedoch weitere erwartet.

Hitzestress ist die häufigste klimabedingte Todesursache in Europa

Angesichts immer neuer Temperaturrekorde in der Welt im Zuge der Klimakrise und der anhaltenden Sommerhitze in Südeuropa warnt die Weltgesundheitsorganisation WHO vor den gesundheitlichen Gefahren extremer Hitze für die europäische Bevölkerung.

Schätzungen zeigten, dass es weltweit in den Jahren 2000 bis 2019 jährlich etwa 489.000 hitzebedingte Todesfälle gegeben habe, darunter im Durchschnitt rund 176.000 pro Jahr in Europa. Schlimmer noch: Im Laufe der vergangenen 20 Jahren habe die hitzebedingte Sterblichkeit um 30 Prozent zugenommen.

Gewitterzellen am Mittag - Osten heizt sich auf - schon 30 Grad um 12 Uhr

Aktuelle Blitze und Regen um die Mittagszeit
Aktuelle Blitze und Regen um die Mittagszeit

Im Osten kann sich die Luft wieder ordentlich aufheizen. Im Osten ist die 30 Grad-Marke in Guteborn mit 30,2 Grad um 12 Uhr gefallen. Auch Riesa und Görlitz meldeten schon knapp 29 Grad.

Gewitter gibt es derzeit schon im südlichen NRW, in Rheinland-Pfalz, im Schwarzwald und im Allgäu. Dazu hat in vielen Teilen im Westen und Südwesten auch zum Teil starker Regen eingesetzt.

Hier auf dem Regenradar die Gewitter live verfolgen

Unwetter-Gefahrenzone breitet sich immer mehr aus

Wetterprognose für Donnerstagnachmittag
Schauer und Gewitter breiten sich mit Unwettergefahr im Laufe des Tages aus.

Unwettertief Larissa ist auf dem mitteleuropäischen Spielfeld aufgetaucht und wird uns bis morgen Kopfschmerzen bereiten. Zum einen drohen immer wieder teils heftige Gewitter mit Starkregen, Hagel und hier und da auch mal die eine oder andere Sturmböen. Denn die Gefahrenzonen breiten sich im Laufe des Tages immer mehr über Deutschland aus. Betroffen ist die breite Mitte von West nach Ost und zudem können sich wieder giftige Gewitter im Süden bilden.

Die heftigen Gewitter ziehen aktuell nach NRW, Rheinland-Pfalz, Saarland und Baden-Württemberg rein, teils mit Starkregen, einigen Blitzen. Hagel könnte hier und da auch schon dabei sein.

Gewitter bringen Starkregen mit bis zu 100 Litern

Regenradar für Europa
Auf dem Regenradar ist der Gewitter-Batzen über den Benelux-Ländern schon zu erkennen.

Aktuell nähern sich von Westen neue Schauer und Gewitter, die sich auf dem Weg durch Deutschland nach Osten zum Gewittertief mausern und teils länger anhaltenden Starkregen bringen. Besonders die Mitte, ab der Nacht auch die östliche Mitte mit Thüringen, Sachsen und vielleicht auch Süd-Brandenburg sind im Fokus. Es kann hier punktuell zu Niederschlagsmengen von über 100 Litern in 24 Stunden kommen. Aber auch weiter westlich und südlich entstehen in der feuchten Luft kleine "Wasserbomben" mit Starkregen und Hagel.

Wetterausblick für Donnerstag, 01.08.2024

Im Norden und Osten gibt es heute viel Sonne, auch in Bayern startet der Tag noch freundlich. Im äußersten Südwesten und Westen ziehen jedoch bald neue Regenschauer und Gewitter auf. Diese breiten sich am Nachmittag dann auf die gesamte Mitte und den Süden aus, stellenweise sind Unwetter mit Starkregen, Hagel und Sturmböen mit dabei. Dazu gibt es teils sehr schwüle 26 bis 30 Grad, nur an der See wird es mit 20 bis 23 Grad angenehm.

Achtung! Tödliche Gefahr bei Gewittern durch Blitze

Unwetter in Deutschland: Hier geht es zu den Details

Wetteraussichten Donnerstagvormittag
Die Wetteraussichten für den Donnerstagvormittag

Toter im Allgäu nach Unwetter

Heftige Gewitter sind am Mittwochabend über das Oberallgäu in Bayern gezogen und haben in mehreren Ortschaften für Schäden gesorgt. Ein 38-jähriger Wanderer kam bei Oberstdorf ums Leben. Ein Baum war bei dem Unwetter umgestürzt, "Der hat einen sehr, sehr großen Stein gelöst und die Person überrollt", so die Feuerwehr.

Tief Larissa und Hoch Igor teilen das Wetter in Deutschland

Wetterlage
Wetterlage: Nur der Norden kommt in den Genuss von Hoch Igor.

Tief Larissa bestimmt mit feuchtwarmer Gewitterluft das Wetter in weiten Teilen unseres Landes, nur der Norden bleibt unter Hochdruckeinfluss. Freitag und das Wochenende bringen weitere Schauer und Gewitter, aber auch sonnige Abschnitte zwischendurch. Erst am Montag und Dienstag sieht es dann nach ungestörtem Badewetter aus.

Kurzer Juli-Rückblick

Der Juli 2024 war eher wechselhaft, beständiges Sommerwetter wollte sich einfach nicht einstellen. Auf kurze Hitzewellen folgten rasch Schauer und teils kräftige Gewitter. Es kam zu unwetterartigem Starkregen, schweren Sturmböen und größerem Hagel. Schadensmeldungen und Berichte von vollgelaufenen Kellern und überfluteten Straßen gab es reichlich.

Entgegen dem allgemeinen Empfinden war der vergangene Juli trotzdem wärmer als in den Vergleichszeiträumen 1961 bis1990 und 1991 bis 2020. Die Sonne schien leicht überdurchschnittlich oft. So kann das Gefühl täuschen.

(mit dpa)