Oster-Wettertrend

Winter oder Frühling auf dem Weg Richtung Ostern

von Oliver Hantke

Die Langfristprognosen für den Frühling 2025 deuten weiterhin auf einen insgesamt warmen Verlauf hin. Der Winter scheint kaum noch längere Chancen zu bekommen. Dennoch können noch krasse Abstürze erfolgen, die den Frühlingsgefühlen einen herben Dämpfer verpassen können. Und das könnte auch genau um Ostern herum passieren.

Frühling 2025 auf zu warmen Kurs und es bleibt viel zu trocken

Die Langfristprognosen des europäischen Wettermodells zeichnen ein zu milden und leicht durchwachsenes Bild für den Frühling 2025. Der März wird mit einer Temperaturabweichung von 1 bis 2 Grad wärmer als im langjährigen Mittel (1991–2020). Gleichzeitig ist es weiter viel zu trocken. Knapp 45 mm weniger Niederschlag als üblich werden berechnet. Auch im April bleibt es leicht wärmer als im Durchschnitt (+1 Grad). Der Niederschlag bleibt insgesamt leicht unter dem Durchschnitt. Auch im Mai bleibt alles wie es ist. Er wird wohl über 2 Grad zu warm und auch die Niederschläge bleiben unterdurchschnittlich. Das mit dem fehlenden Regen könnte noch größere Probleme verursachen. Aber hier wollen wir ja auf das Wetter zum Osterfest schauen.

Wie sind die Wetter-Prognosen für Ostern?

Temperaturverlauf und Niederschlagssummen im April 2025
Temperaturverlauf und Niederschlagssummen im April 2025

Zwar sind es noch ein paar Tage bis Ostern, aber es rückt jetzt immer mehr in den Focus. Dieses Jahr ist das Osterfest relativ spät. Karfreitag ist der 18. April und somit ist der Ostersonntag am 20. April. Das späteste Osterfest überhaupt kann übrigens am 25. April stattfinden. Da das Jahr schon relativ weit vorgeschritten ist, sieht auch der Trend gra nicht so schlecht aus. Will heißen: In der Karwoche sieht es sehr gut aus. Kaum Niederschlag und steigende Temperaturen, die am Ende gut 5 Grad über dem Mittel liegen. Das könnten dann Werte zwischen 20 und 25 Grad bedeuten. Doch genau über die Osterfeiertage ist ein Absturz von 5 bis 10 Grad berechnet. Auch ein paar Niederschläge werden berechnet. Ein Winterrückfall mit Schnee und Eis ist aber nicht zu erwarten.

Amerikanisches Modell: Frühling auch hier zu mild

Die NOAA berechnet für den Monat April für Deutschland viel zu warme Werte.
Die NOAA berechnet für den Monat April für Deutschland auch viel zu warme Werte.

Das amerikanische Wettermodell der nordamerikanischen Wetterbehörde, NOAA, sieht den Frühling insgesamt auch zu warm. Der April wird hier 2 bis 3 Grad zu warm berechnet. Insgesamt ist auch hier die Trockenheit ein großes Problem. Weite Teile Europas, darunter Deutschland, müssten mit deutlich weniger Regen als üblich auskommen. Vor allem im März kommt viel zu wenig Niederschlag runter. Im April entspannt sich die Niederschlagsbilanz etwas und erreicht Werte im Bereich des langjährigen Mittels. Aber da die letzten Monate zu trocken waren, reicht das nicht aus.

(oha)