Die Wetterextreme gehen weiter
Und schon wieder Unwetter-Alarm - hier brauen sich Starkregen und Hagelschauer zusammen
Nach den Unwettern ist vor den Unwettern – das Wetter gönnt uns keine Ruhepause. Denn: Über die Alpen breitet sich Tief Lisa Richtung Nordwesten aus. Es bringt im Südwesten schon wieder für einige Stunden Regen. Und entlang der Luftmassengrenze zwischen dem Tief und Hoch Uwe im Nordosten können sich wieder kräftige Gewitter bilden - mit Starkregen, Hagel und Sturmböen.
Im Video: So ziehen die heftigen Schauer und Gewitter über Deutschland
Gewitter mit Unwettergefahr nehmen am Nachmittag zu

Und so verläuft der Dienstag: Während in der Nordhälfte wie gewohnt die Sonne scheint, ziehen im Süden ziehen immer dichtere Wolken auf. Im Südwesten sind Regen und erste Regenschauer schon angekommen. Am Nachmittag breiten sich Regenschauer und Gewitter bis zu den Mittelgebirgen aus. Stellenweise können auch Unwetter mit Starkregen, Hagel und Sturmböen entstehen.
Lesetipp: Wo ist man bei Unwettern sicher?
Hochwasser im Saarland: Wie viel Regen kommt jetzt obendrauf?

Nach dem rasanten Ansteigen der Wasserstände unter anderem der Flüsse Saar, Mosel und Rhein am Freitag und Samstag, stellt sich natürlich die Frage: Wird es wieder so dramatisch? Die gute Nachricht: Die Wasserstände sind längst gesunken und die Aufräumarbeiten laufen. Heute können allerdings noch einmal 10 bis 20 Liter Regen pro Quadratmeter fallen, am Abend und in der kommenden Nacht kommt kaum noch was dazu. Diese Mengen sind deutlich geringer als die Sturzfluten und der Dauerregen vor Pfingsten im Saarland und südlichen Rheinland-Pfalz. Hier und da, wenn kräftige Gewitter durchziehen, ist jedoch ein Anstieg der Pegelwerte bis in brisante Hochwassermarken mit leichteren Überflutungen von Ackerflächen, Straßen und Kellern möglich.
Zusammengefasst: Man kann noch keine Entwarnung in Sachen Hochwasser geben, aber die Lage ist vom letzten Freitag und Samstag weit entfernt.
Hier drohen weitere Unwetter durch Starkregen, Hagel und Sturmböen

Die zunehmende Gewittertätigkeit am Nachmittag in einem Streifen von Südost- und Ostbayern über Hessen bis in das nördliche Rheinland-Pfalz und nach Nordrhein-Westfalen sind da besorgniserregender. Denn die Gewitter sind voraussichtlich begleitet von Starkregen, Hagel und Windböen. Lokal können da bei Regenmengen von bis zu 40 Litern pro Quadratmeter wieder Straßen überflutet werden und Keller volllaufen. Da es mit den Gewittern auch in der Nacht zu Mittwoch weitergeht, können am Ende doch 20 bis 50 und in Extremfällen bis 80 Liter runterregnen. Das Potenzial in der gewitterträchtigen Luftmasse ist dafür da.
7-Tage-Trend: Wann ist endlich Schluss mit der Gewitterserie?
(ctr)



