Wintersturm und Blizzard mit bis zu 200km/h

Krasse Wetterextreme im atlantischen Schmelztiegel

von Daniela Bertlich & Björn Alexander

Prognose und Vorhersage Sturm und Orkan über dem Nordatlantik und Island
Insbesondere der Donnerstag bringt erneute Orkanböen nach Island

Während bei uns die Hochs dominieren, sind drum herum die Tiefs am Drücker. Besonders heftig bekommt das Island zu spüren. Doch nicht nur dort drohen Unwetter.

Krasse Kontraste prägen das Bild

Die Wetterbedingungen könnten kaum unterschiedlicher sein. Deutschland im Einfluss von Hoch Caroline, dem jetzt mit Dilan bereits das nächste Hoch folgt und drum herum drehen die Tiefs zum Teil mächtig auf.
Am intensivsten ist die Situation auf Island beziehungsweise über dem Nordatlantik. Gleich zwei Orkantiefs wüten und bringen nebst zerstörerischem Wind auch teilweise enorme Niederschlagsmengen mit sich. Und auch am Mittelmeer sind am Rande unserer Hochdrucklage Sturm- bis Orkanböen und dementsprechende Unwetter zu erwarten.

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Orkan und tosender Atlantik - Lage auf Island spitzt sich erneut zu

Nachdem es zum Wochenanfang bereits intensiv gestürmt hat, dreht mit dem nächsten Orkantief der Wind auf Island zur Wochenmitte abermals heftig auf. Die Wettercomputer spekulieren insbesondere im Süden und Osten der Insel aus Eis und Feuer auf Böen bis Tempo 180, über dem offenen Atlantik sogar bis 200 km/h.
Ein massives Sturmfeld, das mit seinen Ausläufern auch bis nach Irland und Schottland reicht und das Wellenberge bis über 10 Meter Höhe im Gepäck hat.

Wasser- und Schneemassen sind ebenfalls enorm

Gleichermassen krass ist auch der Blick auf die Niederschlagsprognosen der Wettercomputer. Über dem atlantischen Schmelztiegel paaren sich die Luftmassen aus südlichen und polaren Breiten, was die Vorhersagen mit teilweise beängstigenden Niederschlagsmengen quittieren.
Das Gros der Vorhersagen zeigt in den Staulagen von Süden her zwischen 250 und 350 Liter pro Quadratmeter, die Spitzenberechnungen rangieren derweil bei über 700 Litern je Quadratmeter. Zum Vergleich: Das ist mehr als der Jahresniederschlag von Berlin, der bei um die 550 bis 600 Liter liegt.
In den tieferen Regionen in Küstennähe fällt das Ganze überwiegend als Regen, während es in den höheren Lagen sehr intensiv schneien wird. Mit entsprechenden Neuschneemengen von mehreren Metern, massiven Schneeverwehungen und dementsprechend Blizzard-artigen Bedigungen.

Unwetter auch im Süden Europas

Wetterlage
Am Rande der Hochs ist die Wetterentwicklung zum Teil sehr intensiv!

Nicht nur an den nördlichen Rändern der Hochdrucklage sind Unwetter aktiv. Auch in den südlichen Regionen, wie am Mittelmeer ist es alles andere als ruhig. In der Ägäis mit Sturmböen bis 90 km/h, die sich bis Mittwoch nochmals intensiveren dürften.

Dann sind schwere Sturmböen bis hin zu einzelnen orkanartigen Böen um 100 km/h drin. Auf den Bergen Kretas drohen sogar volle Orkanböen bis um oder über 120 km/h.