Frühlings-Meteorschauer

Lyriden legen zum Maximum auf - wir schauen aufs Wetter dazu

von Karim Belbachir

Nach einigen Wochen Pause ist seit Mitte April wieder ein Meteorschauer aktiv. Die Lyriden wurden schon vor Tausenden Jahren beobachtet und bringen es jetzt zum Höhepunkt.
Oben im Video: Ist der Himmel klar oder bedeckt? So entwickelt sich unser Wetter.

Bis zu 20 Sternschnuppen in der Stunde

Astrophotography Meteor Shower with Milky Way Galaxy and Stars - Scenic mountain views of night sky of the Flat Tops Wilderness area, Colorado USA.
Ab dem 14. April sind die Lyriden am Nachthimmel zu sehen. Ihr Maximum erreichen die Sternschnuppen in der Nacht zum 23. April.

In den vergangenen Monaten haben sich Sternschnuppen rar gemacht am Sternenhimmel, wobei es ohnehin teilweise schwierig geworden wäre welche durch den bewölkten Himmel zu sehen. Nun geht es aber wieder los.

Die Lyriden haben den Anfang im Reigen der größeren Meteorschauer im Jahr 2024 gemacht und erreichen nun ihren Höhepunkt. In der Nacht zum 23. April, wenn die Trümmerteile des Kometen C/1861 G (Thatcher) in der Erdatmosphäre verglühen.

Während ihres Höhepunkts sind etwa zwanzig Feuerbälle pro Stunde zu sehen. Die Meteoroiden dringen mit einer Geschwindigkeit von etwa 50 Kilometern pro Sekunde in die Erdatmosphäre ein. Die besten Beobachtungsbedingungen bieten sich in den Stunden kurz nach Mitternacht. Ihren Namen verdanken die Feuerkugeln übrigens dem Sternbild Leier, welches auf Lateinisch Lyra heißt.

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Meteorschauer mit Tausenden Jahren Beobachtungsgeschichte

Die Lyriden-Sternschnuppen haben eine lange Geschichte in der Sternenkunde, die bis vor mehr als 2.700 Jahren zurückreicht. Erstmals wurden sie in der chinesischen Überlieferungsschrift Zuozhuan erwähnt. Berichten zufolge war der Nachthimmel im Jahr 687 vor Christus während eines Meteorschauers so hell, dass die Fixsterne nicht mehr zu sehen waren. Es scheint, als ob dieses Ereignis einen Höhepunkt im Maximum markierte, der alle 60 Jahre auftritt. Das letzte Mal geschah dies im Jahr 1982, als statt der üblichen 16 bis 20 Meteore pro Stunde unglaubliche 90 beobachtet wurden.

Der Mutterkomet C/1861 G1 (Thatcher) benötigt 415 Jahre, um die Sonne zu umrunden. Wenn die Erde durch die von ihm hinterlassene Spur aus Staub- und Bruchstücken wandert, sehen wir die Meteore in unserer Atmosphäre verglühen. Die Sternschnuppen der Lyriden können noch bis zum 25. April am Nachthimmel beobachtet werden.

Wie wird das Wetter zum Höhepunkt der Lyriden?

Definitiv vor allem eines: kalt. Meteorologin Daniela Bertlich weiß aber natürlich mehr: „Die Nacht zu Dienstag wird die kälteste Nacht der Woche. Dabei wird es insbesondere im Süden eher nichts mit dem klaren Blick gen Himmel.“ Dort sieht die Wetterexpertin nämlich nicht nur Wolken, sondern außerdem auch kräftigere Schneefälle.

Und im großen Rest, Frau Kollegin? „In der Mitte ist es indes oft klar, während sich im Norden später etwas Nebel bilden kann.“ Im großen und ganzen also vielerorts sehr brauchare Aussichten mit teilweise bitterkalten Werten: „Frostfrei bleibt es am ehesten am Rhein sowie im Südosten und direkt an der Küste. Sonst erwarten uns -6 bis -1 Grad.“

Ein bisschen Glück gehört natürlich dennoch dazu – zumal ja auch der Mond in diesen Nächten groß am Himmel steht.

Ist der Himmel auch sternenklar bei mir? Unsere Wolkenbedeckungskart es gibt Aufschluss.

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(kfb)