Kalendarischer und meteorologischer Sommeranfang: Das ist der Unterschied

Meteorologischer und kalendarischer Sommeranfang
Wann fängt der Sommer an? © Calado - Fotolia

Warum beginnt der kalendarische Sommer um 12:07 Uhr?

Am 1. Juni beginnt der Sommer, zumindest für die Meteorologen. Denn da ist der klimatologische oder meteorologische Sommeranfang. Der kalendarische oder astronomische Sommeranfang ist später, am 20. oder 21. Juni.

Vor allem für Statistiken wäre ein Sommerbeginn mitten im Monat unpraktisch. Es wäre einfach schwieriger, die Monatsmittelwerte und Temperaturstatistiken für den Sommer zu erstellen. Die Daten lassen sich so leichter erfassen. Daher läuft der meteorologische Sommer vom 1. Juni bis 31. August.

Der kalendarische oder auch astronomische Sommer beginnt am längsten Tag des Jahres, dem Tag der Sommersonnenwende. Das ist im Jahr 2018 der 21. Juni. Genau um 12:07 Uhr steht die Sonne an ihrem nördlichsten Punkt, am nördlichen Wendekreis, im Zenit (genau senkrecht darüber). Dann wandert die Sonne langsam wieder zurück zum Äquator, den sie zum kalendarischen Herbstanfang erreicht. Wendekreis und Äquator sind knapp 2609 Kilometer entfernt.

Die Sommersonnenwende ist ein großes Fest in vielen Ländern, vor allem in Skandinavien, wo die Menschen sich über die maximale Helligkeit freuen. Aus dem Alpenraum kennt man zum Beispiel die Johannisfeuer.

Danach werden die Tage wieder kürzer. Natürlich gilt das nur für die Nordhalbkugel. Denn auf der Südhalbkugel beginnt am 21. Juni der kalendarische Winter. Und da werden die Tage dann wieder länger.