Der Wetter-Tag bei wetter.de

Nacht mit Sternen, Schauern, Nebel - tagsüber im Norden und Süden nass

Guten Tag liebe Wetter-Freundinnen und -Freunde! Das sind unsere Wetter und Klima-News des Tages:

In der Nacht bleibt es im Norden wechselhaft, aber der Wind lässt nach. Im Süden kommen von Frankreich und den Alpen her Schauer auf. Dazwischen sind bei 18 bis 10 Grad die Sterne und einzelne Nebelfelder zu sehen.

Am Tage ziehen im Norden gelegentlich Schauer durch. In der Südhälfte können diese auch gewittrig und kräftig ausfallen.In einem Streifen dazwischen, der sich etwa vom Ruhrgebiet über Südniedersachsen bis in die Lausitz erstreckt, stellt sich meist trockener Sonne-Wolken-Mix ein. Die Temperaturen erreichen meist 22 bis 27 Grad, kühler bleibt es am meist stark bewölkten Alpenrand bei maximal 19 Grad.

Frühe Hitzewelle in Frankreich: 480 zusätzliche Todesfälle

Die frühe und schlimme Hitzewelle zu Beginn des Sommers hat in Frankreich bereits zu mindestens 480 zusätzlichen Todesfällen geführt. Dies bedeute einen Anstieg der Sterbezahlen in diesem Zeitraum um 5,5 Prozent, teilte die nationale Gesundheitsbehörde am Mittwoch in Paris mit. Die meisten der Betroffenen waren über 75 Jahre alt.

Eine umfassendere Bilanz zu den Hitzetoten des Sommers werde Mitte September veröffentlicht. Am stärksten war die südfranzösische Region Provence-Alpes-Côte-d’Azur betroffen. Dort werden bisher 140 Todesfälle den extremen Temperaturen zugeschrieben, was einem Anstieg um gut neun Prozent entspricht. Im Großraum Paris, in der nordfranzösischen Region Hauts-de-France und auf Korsika wurden keine zusätzlichen Todesfälle registriert. Die Gesundheitsbehörde verwies darauf, dass die Siedlungsdichte in den betroffenen Regionen sehr unterschiedlich sei.

Diese Zahlen machten deutlich, dass die Strategie zur Anpassung an den Klimawandel verbessert werden müsse. Es seien dringend Schutzmaßnahmen nötig, um die gesundheitlichen Gefahren der Hitzewellen zu verringern. Die Behörde betonte zudem, dass 70 Prozent der Todesfälle, die auf hohe Temperaturen zurückzuführen seien, nicht auf die heißesten Tage fallen.

Im Sommer vergangenen Jahres starben nach offiziellen Angaben rund 3700 Menschen im Zusammenhang mit hohen Temperaturen, drei Viertel von ihnen Menschen über 75. Diese Zahl umfasste die Hitzetoten während des gesamten Sommers, nicht nur während der Hitzewellen. 2023 waren fast 5200 Menschen im Zusammenhang mit den hohen Temperaturen gestorben.

Die jüngste Hitzewelle um Ende Juni betraf fast Dreiviertel der Bevölkerung. Nach Einschätzung von Wissenschaftlern sind extreme Wetterereignisse, zu denen Hitzewellen ebenso wie Stürme zählen, auch eine Folge des menschengemachten Klimawandels. Es wird damit gerechnet, dass sie an Intensität und Häufigkeit weiter zunehmen.

Saarland will mit 63 Maßnahmen klimaneutral bis 2045 werden

Das Saarland hat Großes vor: Mit 63 Maßnahmenpaketen und über 180 Einzelmaßnahmen will das Bundesland bis 2045 klimaneutral werden. Umweltministerin Petra Berg (SPD) stellte das erste Klimaschutzkonzept des Landes vor – ein Fahrplan für weniger Emissionen und mehr Zukunft. Die ambitionierten Pläne reichen vom Ausbau erneuerbarer Energien über grüne Wärme bis hin zur Transformation der Stahlindustrie durch Wasserstoff-Infrastruktur.

Die Industrie- und Handelskammer Saarland sieht das Konzept dagegen kritisch: Weder inhaltlich noch im Verfahren sei man eingebunden worden. Die Folge: verpasste Chance auf breiten Rückhalt.

Das Konzept selbst denkt Klimaschutz nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch – als Wirtschaftsförderung und Schutz der Bevölkerung. Besonders im Fokus: die Stahlbranche, die künftig nicht nur hart, sondern auch grün sein soll.

Hitzewelle fordert Tote und legt Arbeit lahm – Süden Europas am Limit

Die Hitzewelle in Südosteuropa spitzt sich weiter zu: In Italien wurden in Apulien fünf Todesfälle gemeldet, die mit der extremen Hitze in Verbindung stehen. In Griechenland gilt über Mittag ein gesetzliches Arbeitsverbot im Freien – teils werden dort über 45 Grad erreicht. Auch touristische Stätten wie die Akropolis bleiben geschlossen. In der Türkei leiden nicht nur Menschen: In Marmaris flüchteten Wildschweine ins Meer, während Behörden vor Waldbränden und Hitzerisiken warnen. In Istanbul wurden schon am Morgen 36 Grad gemessen, die Temperaturen liegen teils zwölf Grad über dem Durchschnitt.

Wasserknappheit im Iran

To prevent high energy consumption due to extreme heat in Iran, 14 provinces are closed temporarily tomorrow
Wasser ist aktuell im Iran ein knappes Gut. (Symbolbild)

In der nordöstlichen Stadt Sabsewar haben laut des in den USA ansässigen Menschenrechtsnetzwerk HRANA Demonstranten gegen Wasserknappheit und Stromausfälle protestiert. Die Wasserkrise verschärft sich angesichts extremer Sommerhitze weiter – in Teheran wird das Wasser teils stundenlang abgestellt, Strom wird vielerorts rationiert. Expertin Banafscheh Sahrai warnt vor den sozialen und sicherheitspolitischen Folgen der Misere und fordert Reformen im Wassermanagement. Neben Dürre und Klimawandel werfen Kritiker der Regierung Misswirtschaft vor. Die Protestberichte konnten bislang nicht unabhängig verifiziert werden.

Durchwachsenes Sommerwetter mit Sonne, Schauern und Blitzgefahr

Wettervorhersage für 3 Tage ab Freitag
Der Sommer bleibt in den kommenden Tagen wechselhaft.

Das Wetter bleibt bis zum Wochenende wechselhaft. Am Donnerstag ist es im Norden und Süden oft gewittrig, während sich zwischen Ruhrgebiet und Sachsen längerer Sonnenschein durchsetzt. Die Temperaturen reichen von 19 Grad an den Alpen bis 26 Grad in Sachsen und im Rhein-Main-Gebiet. Am Freitag wird es verbreitet unbeständig mit Schauern und Gewittern, nur die Ostseeinseln und ein Streifen von Thüringen bis zur Lausitz bleiben freundlicher. Samstag zeigt sich der Nordwesten meist trocken, im Süden bleibt es wechselhaft. Am Sonntag dominiert erneut Tiefdruckeinfluss – mit Sonne nur im Nordosten.

Starkregen im Kreis Harburg setzt Auto unter Wasser

Heftiger Regen hat den Landkreis Harburg am Dienstagabend lahmgelegt. Besonders dramatisch war der Einsatz in Meckelfeld: Zwei Menschen saßen zwei Stunden lang in ihrem Auto fest, umgeben von Wassermassen. Sie konnten die Türen nicht öffnen, ohne das Fahrzeug zu fluten. Die Feuerwehr öffnete Gullydeckel, um das Wasser abfließen zu lassen. Insgesamt rückten die Einsatzkräfte zu rund 100 wetterbedingten Einsätzen aus. Betroffen waren unter anderem Seevetal, Winsen und Rosengarten.

Rekordhitze in China bringt Stromnetz an die Grenze

China erlebt eine historische Hitzewelle mit Temperaturen über 40 Grad – an 152 Wetterstationen wurden entsprechende Werte gemessen. In Xinjiang kletterte das Thermometer sogar auf 48,7 Grad. Die Behörden warnen vor Stromausfällen, da Wasserkraft und Solaranlagen durch die Hitze weniger leisten. Der Stromverbrauch hat einen neuen Rekordwert von 1,5 Milliarden Kilowatt überschritten. Besonders ältere Menschen und Arbeiter im Freien sollen sich schützen. Die Regierung rechnet mit weiterer Extremhitze im August.

Quallen-Alarm an Nord- und Ostsee trübt Badespaß

An Nord- und Ostsee sorgen derzeit Massenansammlungen von Quallen für Unbehagen unter Badegästen. Meist handelt es sich dabei um ungefährliche Ohrenquallen – doch auch Feuerquallen mit stark nesselnden Tentakeln treten vermehrt auf. Laut Behörden ist das vermehrte Auftreten auf Strömungen, Überfischung und Umweltfaktoren zurückzuführen. Bei Sichtung vieler Quallen wird empfohlen, auf das Baden zu verzichten. Bei Hautkontakt helfen Meerwasser, Sand und Brandsalbe – keinesfalls aber Süßwasser oder Reiben mit Handtuch.

Hitze in Südeuropa – kühl und feucht in Deutschland

Während Deutschland, BeNeLux, Nordfrankreich und die Britischen Inseln unter kühlen und feuchten Luftmassen leiden, herrscht in anderen Teilen Europas Sommer pur. In Skandinavien steigen die Temperaturen auf 25 bis 31 Grad. Spanien und Italien melden erneut Hitze mit bis zu 37 Grad in Sevilla. Am heißesten ist es derzeit auf dem Balkan und in der westlichen Türkei: In Griechenland und der Türkei werden Spitzenwerte von bis zu 41 Grad erreicht.

Starkregen sorgt für Feuerwehreinsätze im Kreis Harburg

Ein Unwetter mit Starkregen hat im Landkreis Harburg zahlreiche Einsätze ausgelöst. Nach Angaben der Feuerwehr rückten die Einsatzkräfte von Dienstagabend bis Mittwochmorgen rund 100 Mal aus. Besonders betroffen waren die Gemeinden Seevetal, Winsen, Rosengarten und Neu Wulmstorf. Mehrere Straßen standen unter Wasser. Verletzte gab es nicht, und auch größere Sachschäden wurden zunächst nicht gemeldet.

Regen lockt Urlauber in Norddeutschland in die Museen

Statt Sonnenbaden heißt es in Norddeutschland vielerorts: Kultur statt Küste. Das regnerische Wetter hat in den vergangenen Tagen Tausende Urlauber in Museen gezogen, wie eine dpa-Umfrage zeigt. Allein in Stralsund zählte das Deutsche Meeresmuseum am Dienstag über 11.800 Gäste – ein Jahresrekord. Auch das Miniatur Wunderland in Hamburg ist zur Ferienzeit fast durchgehend ausgebucht. Besonders gefragt sind derzeit Sonderausstellungen in Schloss Gottorf und das Phantechnikum in Wismar.

Sommer-Sonne im Süden, Schauerparty im Norden

Im Norden bleibt es weiterhin wechselhaft mit häufigen, teils gewittrigen Schauern. In der Mitte des Landes zeigt sich das Wetter deutlich ruhiger: Hier gibt es vermehrt Auflockerungen, und die trockenen Phasen überwiegen. Südlich davon präsentiert sich der Tag vielfach freundlich und trocken – besonders vom Oberrhein bis zur Donau scheint häufig die Sonne. Auch am Nachmittag hält sich im Norden das unbeständige Wetter mit zeitweiligen Schauern und einzelnen Gewittern. Im Westen ziehen gegen Abend erste gewittrige Regenschauer auf. Im Süden und Osten zeigen sich am Nachmittag zwar vermehrt Quellwolken, insgesamt bleibt es jedoch freundlich. Am Alpenrand sind vereinzelt lokale Schauer möglich.

Der Wind weht an der Ostsee mäßig, an der Nordsee frisch aus West, in Böen auch stürmisch. Die Höchstwerte liegen zwischen 22 Grad im Norden und 28 Grad im Süden.

Wochenendwetter: Sonne, Schauer und Gewitter bei 20 bis 28 Grad

Wer auf stabiles Sommerwetter hofft, wird an diesem Wochenende erneut auf die Probe gestellt. Der Samstag startet im Norden mit freundlicherem Wetter – hier kommt die Sonne öfter zum Zug. Ganz anders sieht es im Süden aus: Hier bilden sich schon im Tagesverlauf teils kräftige Schauer und Gewitter. Besonders im Alpenumfeld kann es wieder ordentlich krachen.

Am Sonntag bleibt die Wetterlage ähnlich launisch. Überall ist mit einem Mix aus Sonne, Wolken und Regenschauern zu rechnen. Im Westen steigen ab dem Nachmittag erneut die Chancen für Gewitter – Blitz und Donner könnten sich dazugesellen. Die Temperaturen zeigen sich jedoch angenehm sommerlich: Am Samstag und Sonntag liegen die Höchstwerte meist zwischen 20 und 28 Grad. Damit ist es weder zu kühl für den Freibadbesuch noch zu heiß für einen Spaziergang mit Schirm in der Tasche.
Kein Badewetter für alle, aber auch kein Totalausfall. Wer flexibel ist, findet ein passendes Wetterfenster – irgendwo zwischen Nordsee und Alpen.

Wetterprognose für 3 Tage ab Donnerstag
Die Gewitter ziehen sich in den kommenden Tagen in den Süden zurück.

Wetterlage: Kein stabiler Sommer

Wetterlage: Keine stabile Sommerlage
Wetterlage: Keine stabile Sommerlage

Zwischen dem Tiefdruckgebiet Isaac mit Zentrum über der Ostsee und dem Azorenhoch Frauke liegt Deutschland in einer kräftigen Westwindströmung, mit der weiterhin labile, schauer- und gewitteranfällige Luftmassen ins Land gelangen. Zum Mittwoch überwiegt im Süden der Hochdruckeinfluss und damit beruhigt sich das Wetter vorübergehend. Am Donnerstag kommt mit erneutem Tiefdruckeinfluss vermehrt unbeständiges Wetter auf uns zu.