Der Wetter-Tag bei wetter.de

Nach kalt-ruhiger Nacht kommt neue Frühlingslaune

von Karim Belbachir

Guten Tag liebe Wetter-Freundinnen und -Freunde! Das sind unsere Wetter und Klima-News des Tages:

In der Nacht bleibt’s meist ruhig. Nur vereinzelt ziehen ein paar Wolken durch – im Osten etwas dicker, im Westen eher harmlos. Die Luft kühlt ordentlich ab: 1 bis 5 Grad stehen auf dem Thermometer. In Thüringen und Bayern ist stellenweise leichter Frost oder Bodenfrost drin.

Der Mittwoch startet vielerorts freundlich mit etwas Sonne. Nur zwischen Berlin und dem Osten Bayerns hängen dicke Wolken rum – und die bringen lokal auch ein paar Tropfen mit. Am Nachmittag wird es dann überall etwas wolkiger. Besonders an der Nordsee und im Südosten zieht es sich zu. Am freundlichsten bleibt’s westlich des Rheins – hier kommt die Sonne öfter raus. Und die Temperaturen? Die legen zu: 10 bis 16 Grad, im Südwesten sogar bis zu 19 Grad. Der Frühling macht sich weiter warm.

Hoch Olivia blockiert den Regen

Hoch Olivia reicht von Island bis Italien und sorgt in Deutschland für anhaltende Trockenheit. Gleichzeitig lenkt das blockierende Hoch atlantische Tiefs nach Süden – mit Folgen: Auf den Kanaren drohen Mittwoch und Donnerstag Unwetter mit Starkregen und Sturmböen. Auch in Spanien und Portugal wird es zum Wochenende hin wieder nass und gewittrig. In Osteuropa führt Olivia zudem kalte Luft bis nach Griechenland und in die Türkei.

Auch in den kommenden Tagen bleibt der Regen in Deutschland aus.
Auch in den kommenden Tagen bleibt der Regen in Deutschland aus.

Frühlingsmarke ist überschritten

Die Temperaturen steigen weiterhin. Die Frühlingsmarke von 15 Grad war schon um 12 Uhr erreicht, doch nun geht es Richtung 20-Grad. An der Spitze steht Marl in Nordrhein-Westfalen mit 16,5 Grad. Überhaupt ist das Bundesland von den milden Temperaturen geküsst. Gleich viermal ist es in den fünf höchsten Temperaturen des Tages.

  1. Marl (NRW) 16.5 Grad
  2. Neuss (NRW) 16.3 Grad
  3. Köln-Porz (NRW) 16.1 Grad
  4. Brauneberg-Juffer (Rheinland-Pfalz) 16.1 Grad
  5. Castrop (NRW) 16 Grad

Anzahl der Toten in Kinshasa steigt

Nach anhaltenden Regenfällen sind in der Hauptstadt der Demokratischen Republik Kongo mindestens 33 Menschen ums Leben gekommen. Der Fluss Ndjili trat über die Ufer und setzte weite Teile Kinshasas unter Wasser. Zahlreiche Gebäude wurden zerstört, die Hauptstraße zum Flughafen schwer beschädigt. Die Behörden haben Notunterkünfte eingerichtet. In Kenia gibt es aktuell keine neuen Überschwemmungen, allerdings warnt das Auswärtige Amt wegen der Regenzeit weiterhin vor möglichen Fluten und Erdrutschen.

Rekordtrockenheit in Niedersachsen

Der März war in Niedersachsen so trocken wie nie zuvor seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Im Landesdurchschnitt fielen laut Deutschem Wetterdienst nur 8 Liter Regen pro Quadratmeter – normalerweise sind es rund 55. Besonders drastisch zeigt sich die Lage im Landkreis Cuxhaven, wo im Februar und März zusammen nur 15 Liter registriert wurden. Die Folge: Auf leichten Böden zeigen sich erste Schäden an Wintergetreide und Raps, weil der Dünger mangels Feuchtigkeit kaum wirken kann. Die Landwirtschaftskammer warnt vor möglichen Ernteausfällen, sollten bald keine ergiebigen Regenfälle folgen.

Europa erlebt wärmsten März seit Beginn der Messungen

Sonne am fast wolkenlosen Himmel
Der März war heiß, trocken – und alarmierend: Europa erlebt einen neuen Temperaturrekord. In Deutschland drohen Dürreschäden schon im Frühling.

Der März 2025 war in Europa so warm wie nie zuvor seit Beginn der Aufzeichnungen: Im Schnitt lagen die Temperaturen 2,41 Grad über dem langjährigen Mittel. Weltweit war es laut Copernicus der zweitwärmste März überhaupt – und bereits der 20. Monat innerhalb von 21, in dem die globale Temperatur mehr als 1,5 Grad über dem vorindustriellen Niveau lag. Auch die Dürre nimmt zu: In Deutschland war der März einer der trockensten seit 1881. Pflanzen und Tiere leiden, die Waldbrandgefahr steigt – und auch die Landwirtschaft droht massive Einbußen.

Waldbrandgefahr nimmt deutlich zu

Waldbrände im Sauerland
Anhaltende Trockenheit sorgt für hohe Waldbrandgefahr auch im Südsauerland. Kurz hintereinander ist es im Märkischen Kreis zu Waldbränden über tausende Quadratmeter gekommen.

Die Waldbrandgefahr steigt: In fast ganz Deutschland gilt inzwischen die Gefahrenstufe 3 von 5 – und in Teilen von NRW, Thüringen und Südbayern sogar Stufe 4. Der Deutsche Wetterdienst macht dafür die anhaltende Trockenheit verantwortlich. Da sich an der Wetterlage in den nächsten Tagen wenig ändert, bleibt die Lage angespannt. Spaziergänger und Waldbesucher sollten auf offenes Feuer, Rauchen und das Parken auf trockenem Gras verzichten.

Der DWD empfiehlt Waldbesuchern dringend, Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen:

  • Kein offenes Feuer oder Grillen im Wald
  • Rauchverbot beachten
  • Keine brennenden Zigaretten wegwerfen
  • Fahrzeuge nicht auf trockenem Gras abstellen
  • Zufahrtswege für Rettungsfahrzeuge freihalten

Birke und Esche treiben Pollenallergiker in die Knie

In weiten Teilen Deutschlands herrscht starker Pollenflug – besonders Birke und Esche belasten die Atemwege. Spitzenwerte gibt es am 8. und 9. April vor allem im Westen: Von Köln über Frankfurt bis nach Bremen und Hamburg melden die Karten des Deutschen Wetterdienstes eine hohe Belastung. Auch im Osten nimmt der Druck durch Esche stark zu. In Bayern bleibt es etwas ruhiger, hier liegen die Werte meist im mittleren Bereich.

Niedrigwasser legt Schiffe und Boote lahm

Der Rhein führt aktuell so wenig Wasser, dass viele Frachtschiffe nur noch mit halber Ladung unterwegs sind. Auch am Bodensee und in Schweizer Seen liegen Boote teils auf dem Trockenen – in Häfen wie Berlingen oder Steckborn ist an regulären Betrieb nicht zu denken. Während nördlich der Alpen vielerorts akuter Wassermangel herrscht, sind die Seen auf der Alpensüdseite noch gut gefüllt.

Hitzetag vor einem Jahr

Britain Weather
Die 30 Grad werden wir heute wohl nicht erreichen.

Heute vor einem Jahr lagen die Temperaturen noch bei 25 bis 30 Grad. Nun sieht es etwas anders aus. Die Spanne der Werte liegt heute zwischen 9 und 19 Grad.

Neuer Tag, neue Sonne

Heute scheint vom Rheinland bis in die Alpen erneut den ganzen Tag die Sonne. Dort ziehen höchsten mal ein paar Schleierwolken durch. Sonst ist es teils zeitweise wolkig, vor allem am Nachmittag von Schleswig-Holstein und Mecklenburg bis ins Erzgebirge und nach Ostbayern. An Oder und Neiße stellt sich ein freundlicher Sonne-Wolken-Mix ein. Nach kaltem, teils frostigem Start steigen die Temperaturen im Osten auf 9 bis 14 und am Rhein bis 19 Grad an.

Sonne und noch kalt
Noch sind eine Jacke und vielleicht auch Mütze gute Berater beim Morgenspaziergang.

Nach einer kalten Nacht geht es oft sonnig weiter

Mehrere Stadtteile Kinshasas hätten weder Strom noch fließendes Wasser.

Wetterlage: Olivia bringt milde Luft, aber wenig Glanz

Wetterlage in Deutschland
Hoch Olivia bestimmt weiter unser Wetter

Hoch Olivia schiebt von Westen her wärmere Luft zu uns – die Sonne macht aber erstmal weiter Pause.

Ausblick auf die nächsten 3 Tage

Ausblick auf Wetterwoche
Richtung Wochenende glänzt das Wetter wieder

Die Temperaturen steigen

Mit den Temperaturen geht es die nächsten Tage zunächst nur langsam, Richtung Wochenende dann aber deutlich nach oben. Im Westen und Südwesten sind fast frühsommerliche Werte zu erwarten.