Turbulenzen in der Atmosphäre

Mit Wind, Sturm und Schnee geht’s ins Jahr 2026

von Claudia Träger

Das Jahr 2025 endet und das Jahr 2026 beginnt ganz schön ruppig. Denn zum Jahreswechsel stehen die Zeichen auf Sturm. Auch Schnee und Glätte können für heikle Wetter-Bedingungen sorgen. Aber nicht gleich in ganz Deutschland. Wann kommt was? Hier die Details.

Wetterlage: Tief Sandro mischt die Silvester-Party auf

Wind bis Sturm und glatte Straßen machen den Start ins neue Jahr mehr als ungemütlich.
Wind bis Sturm und glatte Straßen machen den Start ins neue Jahr mehr als ungemütlich.

Die Tage des sonnigen, aber eisigen Hochdruckwetters sind vorbei. Von Skandinavien her übernehmen Tiefdruckgebiete die Regie beim Wetter. Dabei wird es zum Jahreswechsel in der Nordhälfte sehr windig bis stürmisch. Auch mischen sich Schnee und gefrierender Regen ins Wettergeschehen. Die Straßen können also beim Hin-und-Zurück-Party-Verkehr rund um Silvester glatt werden. Tief Sandro heißt der Störenfried, der vor allem den Südwesten aber bis Freitag noch in Ruhe lässt.

An Silvester und Neujahr wird’s windig bis stürmisch

In der gesamten Nordhälfte verläuft der Jahreswechsel ruppig.
In der gesamten Nordhälfte verläuft der Jahreswechsel ruppig.

Am Mittwoch, also am Silvester-Tag, fällt im Norden gelegentlich Regen, in den Mittelgebirgen Schnee. Dazwischen besteht die Gefahr von gefrierendem Regen. Von der Nordsee bis ins Erzgebirge und den Bayerischen Wald ist es windig. Dort treten oft Böen der Stärke 6 bis 7 (50-60 km/h), in exponierten Lagen auch Stärke 8 (bis knapp 75 km/h) auf. Die Temperaturen liegen zwischen -3 Grad an den Alpen, +4 Grad im Nordosten und 8 Grad an der Nordseeküste.

Das neue Jahr 2026 startet in der gesamten Nordhälfte sehr windig, an der Nordsee sind schwere Sturmböen bis 100 km/h möglich, auf Helgoland auch darüber hinaus - dort können orkanartige Böen auftreten. Auch im Bergland drohen Sturmböen, an exponierten Lagen wie zum Beispiel dem Brocken könnte der Wind an der Unterseite von Tief Sandro aus West bis Südwest ebenso mit Tempo 100 pfeifen. An der Ostsee sind bis etwa 85 km/h drin, im norddeutschen Binnenland bis runter an Main und Mosel 45-75 km/h.

Schnee am ersten Wochenende 2026

Besonders im Süden könnte es am Wochenende weiß werden.
Besonders im Süden könnte es am Wochenende weiß werden.

Und dann kommt der Schnee. Am Freitag sind oft Schneeschauer unterwegs. Nur an den Alpen bleibt es noch trocken und ganz im Südosten scheint länger die Sonne. Im Norden machen sich Regen-, Schnee- und Graupelschauer breit, die mit viel Wind, starken bis stürmischen Böen nur zum Drinnenbleiben motivieren. Viele werden ja auch noch frei haben und dem nachgehen können.

Noch mehr Schnee verspricht der Blick aufs Wochenende: Am Samstag könnte es im Zuge eines heftigen Gerangels zwischen Kaltluft aus dem Norden und Warmluft aus dem Süden nach aktuellem Trend vom Südwesten bis in die Mitte mit teils länger anhaltendem Schneefall losgehen. Bis zu 25 Zentimeter Neuschnee sind so drin. Im Norden mischen sich immerhin einzelne Schneeschauer ins wechselhafte Wetter, das für Sonnenschein nur wenig übrig hat. An den windigen Küsten fällt eher Regen als Schnee.

Ob die Grenzwetterlage Bestand hat oder eine der beiden Luftmassen die Oberhand bekommt, ist noch sehr unsicher. Bei erstere Variante erhöhen sich die Chancen jedenfalls, dass es auch in tieferen Lagen winterliche Bedingungen geben könnte.

Verwendete Quellen: wetter.de