Amtliche Unwetterwarnung

Winterunwetter Elli bringt Schnee, Glätte, Regen, Blitzeis - Chaos möglich - besser zuhause bleiben

von Oliver Scheel

So wird es heute Nacht.
So wird es heute Nacht.

Wir haben absolut keine Ruhe beim Wetter - im Gegenteil: Wir steuern in eine regelrechte Grenzwetterlage hinein, ein Extremwetter, das weite Teile Deutschlands voll treffen wird. Mit Schnee, Eis, Blitzeis, Glätte und auf der anderen Seite Regen, der angesichts der heftigen Kälte der vergangenen Jahre sofort bei Auftreffen auf die Straßen gefrieren kann. Höchste Vorsicht! Es bestehen amtliche Unwetterwarnungen.

Jetzt macht uns Elli das Leben schwer

Das Schneetief Constanze zieht nun ab und bringt zeit- und gebietsweise noch Schnee oder Regen ins Land. Aber das heißt nicht, dass wir durchatmen können. Das Wetter in Deutschland bleibt eine absolute Herausforderung. Es gibt eine amtliche Unwetterwarnung vom Deutschen Wetterdienst: „Sturmböen im Hochschwarzwald. Gebietsweise Schneefall im Norden und Süden. Landesweit leichter bis mäßiger Frost, im Osten, Südosten und an den Alpen strenger Frost. Verbreitet Glätte”, so die aktuelle Warnung.

Die Luftmassengrenze heute.
Die Luftmassengrenze heute.

Das hört sich recht harmlos an für das was da kommt: Denn heute Abend zieht von Frankreich und Luxemburg Tief Elli ins Land und bringt turbulentes Wetter: Orkanböen am Ärmelkanal und in der Folge auch bei uns teils stürmisches Wetter. Zudem drückt es vorübergehend sehr milde Luft in den Südwesten, während sich im Nordosten Dauerfrost hält. Das bedeutet eine ernstzunehmende Gefahr: Denn an der Luftmassengrenze gibt es kräftigen Schneefall, der immer weiter in den Norden und Osten zieht.

Der Fahrplan ins Chaos

Es ist jetzt schon windig.
Es ist jetzt schon windig.

Es gibt schon jetzt im Südwesten Sturmböen bis ins Flachland. Auch an den Küsten wird es sehr windig bis stürmisch. Das wird heftig, denn die gefühlte Temperatur sinkt auf -10 bis -15 Grad. Die heftigsten Böen erwarten wir auf den Inseln und Bergen - mit Spitzen um die 100 km/h.

Im Laufe des Donnerstagabends bildet sich von Bayern über Hessen bis ins Rothaargebirge eine Zone mit kräftigem Schneefall. Dieser arbeitet sich immer weiter Richtung Norden und Osten voran und erreicht dann bald Sachsen und Niedersachsen, später auch Hamburg und Berlin.

An der Luftmassengrenze gibt es viel Neuschnee, es besteht Glättegefahr und es kann einen echten Schneesturm geben. Im Südwesten ist es milder, es fällt Regen, teils Schneeregen. So besteht im Übergangsbereich zur Luftmassengrenze Glatteisgefahr.

Im Gefolge wird es deutlich kälter. Die Schneefallgrenze sinkt auf rund 400 Meter. Am Wochenende wird es generell überall wieder kälter, aber die Lage beruhigt sich auch wieder. Dennoch bleibt die Glättegefahr bestehen.

So geht es weiter:

Nochmal ein Überblick über die Wetterlage
Nochmal ein Überblick über die Wetterlage

Am Samstag sehen wir viele Wolken und weitere Schneefälle mit Glättegefahr, von Norden her nachlassend. Es gibt Auflockerungen mit etwas Sonne. Höchstwerte -8 bis +5 Grad. Dazu weiter windig, an der Nordsee gibt es noch Sturmböen.

Am Sonntag gibt es nur noch im Süden einige Schneefälle mit Glättegefahr, die aber später abziehen. Es wird dann verbreitet freundlich und trocken, mitunter gibt es sogar längeren Sonnenschein. Höchstwerte -9 bis 0 Grad.

Verwendete Quellen: wetter.de