Unwetter-Fahrplan aktuell
Hitzeblase weicht Schwergewittern - erst Hitze, dann Blitze!
Zuerst nimmt uns der Sommer in den Schwitzkasten, dann lässt er es krachen. Und zwischendrin kratzen wir an den Temperaturrekorden: Eine zum Teil unheilige und brisante bis gefährliche Gemengelage, die mit schwersten Gewittern einhergehen kann!
Hitze lässt Rekorde wackeln
Derzeit schwappt eine markante und sehr intensive Hitzeblase von Spanien und Nordafrika her über Frankreich zu uns. Höhepunkt der kurzen, aber teils sehr intensiven Hitzewelle wird der Mittwoch sein, bevor zum Donnerstag mitunter schwere Gewitter von Westen nachfolgen und für eine Abkühlung sorgen.
Hitze in Deutschland - wie heftig wird es?
Jetzt wird Deutschland - abseits der kühleren Küsten - zur Ü-30-Zone. Die Spitzen bringen es am Dienstag oftmals 30 bis 35 Grad. Im Hitzezentrum, das am Rhein, Ruhr sowie generell in den Flussniederungen im Westen und Südwesten liegt, werden 36 bis 38 Grad erreicht. Doch nicht nur die Hitze ist problematisch, auch die Schwüle legt zu und sorgt nachts vermehrt für tropisch warme Temperaturen, also nicht unter 20 Grad.
Im Westen wackelt die 40-Grad-Marke
Am Mittwoch müssen wir den Höhepunkt dieser außergewöhnlichen Hitzewelle über uns ergehen lassen. Das Ganze bei meist 34 bis 38 Grad und am Rhein und seinen Nebenflüssen wackelt sogar die 40 Grad-Marke. Einige Wettercomputer prognostizierten zuletzt bis um die 41 Grad, was wiederum im Bereich des Allzeit-Rekords von 41,2 Grad liegt.
Aufgestellt wurde er im letzten Drittel des Juli 2019 in Tönisvorst sowie in Duisburg-Baerl (beides NRW). Der Rekord im ersten Julidrittel liegt derweil bei 40,3 Grad und wurde im Juli 2015 in Kitzingen (Bayern) gemessen.
Temperatursturz zum Donnerstag - Kaltfront crasht Hitze
Zum Donnerstag lösen Tiefdruckgebiete das Sonnen- und Hitzehoch Bettina ab und die nachrückenden Kaltfronten kühlen Deutschland spürbar ab. Zuvor werden es am Donnerstag im Südosten nochmals schwül-warme bis -heiße 35 Grad, dahinter sind maximal noch 20 bis 27 Grad drin. Und auch nachts ist bei Tiefstwerten von rund 15 Grad Durchlüften und Durchatmen angesagt.
Welche Gefahren erwarten uns?

Neben der extremen Hitzebelastung, einer sehr hohen Sonnenbrandgefahr (Uv-Indizes liegen bei 7 bis 10) sowie einer angespannten Waldbrandsituation (Stufe 3 bis 5 von 5) können sich zunächst einmal einzelne Hitzegewitter entladen, die etwa ab Mittwochnachmittag organisierter und zahlreicher werden - mit einer teilweise extremen Unwettergefahr!
Nach den hochauflösenden Wettermodellen drohen von Westen her schwerste Gewitter mit der Gefahr von größeren Hagelansammlungen, Starkregen und Sturm- bis Orkanböen.
Binnen kurzer Zeit sind Regenmengen bis zu 50 Liter je Quadratmeter sowie Windböen von 80 bis 140 km/h möglich. Eine äußerst brisante Wetterlage mit Gefahr für Leib und Leben!
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