Montag startet spiegelglatt

Wo es glatt wird, wann es kritisch ist und wann Entspannung folgt

von Amelie von Kruedener

Nachts Schnee, dann Regen auf gefrorenen Böden. Am Montagmorgen droht verbreitet Blitzeis, besonders im Berufsverkehr im Westen.

Nacht: Erst Frost, dann Schnee und Glatteis

Nach Mitternacht in den westlichen Landesteilen aufkommender Schneefall oder Schneeregen, anschließend in Regen/Glatteisregen übergehend Glättegefahr durch Schnee und gefrierenden Regen.

Am Abend ist es teils klar, teils trüb durch Nebel oder Hochnebel. Nur in den westlichen Landesteilen ziehen bereits dichtere Wolken auf. Zwischen 21 und 24 Uhr werden vielerorts schon die tiefsten Temperaturen erreicht. Sie reichen von etwa -1 Grad am Niederrhein bis zu örtlich um -20 Grad von Sachsen-Anhalt bis ins Erzgebirge. Die Straßen und Böden sind damit verbreitet stark durchgefroren.

Nach Mitternacht setzt in den westlichen Landesteilen Schneefall oder Schneeregen ein. Dieser geht im weiteren Verlauf in Regen über. Da der Untergrund weiterhin gefroren bleibt, gefriert der Niederschlag sofort. Es besteht verbreitet Glättegefahr durch Schnee und gefrierenden Regen, lokal auch durch Glatteisregen. Besonders betroffen sind zunächst Ostfriesland, das Emsland sowie westliche Teile von Nordrhein-Westfalen.

Montagmorgen: Glätte im Berufsverkehr

Glätte am Montag
Glätte am Montag

GLATTEISGEFAHR durch gefrierenden Regen zwischen 6-9 Uhr

  • Westliche Landesteile: vom Emsland über den Westen bis in die Westhälfte Baden-Württembergs
  • Ostfriesland, Emsland
  • NRW, westliches Hessen
  • Rheinland-Pfalz, Saarland
  • Westhälfte Baden-Württembergs

Behinderungen durch Schnee um 6 Uhr

  • Streifen Bremen – Minden - Kassel – Frankfurt – Stuttgart – Schwarzwald/Schwäbische Alb

Behinderungen durch Schnee um 9 Uhr

WARNUNG Montag um 9 Uhr
WARNUNG Montag um 9 Uhr

  • Streifen Schleswig-Holstein – Hamburg – Göttingen – Schweinfurt und weiter südwärts etwa im Verlauf der A7 (Ulm – Allgäu)

Die größte Gefahr besteht am Montagmorgen zwischen 6 und 9 Uhr. In diesem Zeitraum wird gefrierender Regen in weiten Teilen der westlichen Landesteile erwartet. Betroffen sind das Emsland, Ostfriesland, Nordrhein-Westfalen, westliches Hessen, Rheinland-Pfalz, das Saarland sowie die Westhälfte Baden-Württembergs. Hier ist mit spiegelglatten Straßen, überfrierenden Brücken und erheblichen Einschränkungen im Berufsverkehr zu rechnen.

Zusätzlich sind durch Schneefall Verkehrsbehinderungen möglich. Gegen 6 Uhr betrifft das einen Streifen von Bremen über Minden, Kassel und Frankfurt bis nach Stuttgart sowie weiter in den Schwarzwald und auf die Schwäbische Alb. Gegen 9 Uhr verlagert sich der Schwerpunkt weiter nach Osten. Dann können Schneefälle und Glätte entlang eines Streifens von Schleswig-Holstein über Hamburg, Göttingen und Schweinfurt bis südwärts entlang der A7 in Richtung Ulm und Allgäu auftreten.

Montag tagsüber: Westen entspannt sich, Osten später betroffen

Im Tagesverlauf zieht das Niederschlagsgebiet weiter von West nach Ost. In den westlichen Landesteilen entspannt sich die Glatteislage häufig bereits im Laufe des Vormittags. Im Osten bleibt es zunächst oft trocken mit zeitweisen Auflockerungen. Östlich einer Linie Rostock – Berlin – Dresden kommt am Nachmittag und frühen Abend nur wenig Schnee an. Gefrierender Regen wird dort erst am späten Abend und in der Nacht zum Dienstag relevant.

Die Temperaturen zeigen große Unterschiede. Im Osten herrscht Dauerfrost mit Höchstwerten zwischen -3 und 0 Grad. Entlang des Rheins werden dagegen 6 bis 9 Grad erreicht. Dazu frischt der südliche Wind im Tagesverlauf deutlich auf.