Der Wetter-Tag bei wetter.de
Nacht und Freitag erst noch nass
Guten Tag liebe Wetter-Freundinnen und -Freunde! Das sind unsere Wetter und Klima-News des Tages:
In der Nacht bleibt es in der Mitte und im Süden meist nass – Regenschauer sind vielerorts unterwegs. Der Norden zeigt sich trockener, hier reißen die Wolken zunehmend auf. In den frühen Morgenstunden können sich stellenweise Nebelfelder bilden. Die Temperaturen sinken auf 5 bis 10 Grad.
Am Freitag hält sich der Regen im Süden noch eine Weile, teils schauerartig – erst zum Abend hin verlagert sich das Ganze langsam Richtung Alpen. Gleichzeitig zeigt sich das Wetter von Norden und Westen her freundlicher: Die Wolken lockern auf, an der Küste gibt’s sogar längere sonnige Phasen. Die Temperaturen klettern auf 11 bis 17 Grad, im Westen sind auch mal bis zu 19 Grad drin. Der Wind weht schwach bis mäßig, meist aus nördlicher Richtung.
Zurück im Soll? Warum der Aprilregen noch lange nicht genug ist
Der April 2025 zeigt sich bisher von seiner sonnigsten Seite – und das im wahrsten Sinne: Die durchschnittliche Sonnenscheindauer hat das Monatssoll bereits überschritten, noch bevor der Monat überhaupt vorbei ist. Doch während Sonnenanbeter jubeln, bleibt die Natur auf dem Trockenen sitzen. Trotz der jüngsten Regenfälle und Gewitter, die stellenweise kräftig ausgefallen sind, sind wir beim Thema Niederschlag weit entfernt vom Soll.
Aktuell liegt die landesweite Regenmenge bei gerade einmal 40 Prozent des für einen typischen April erwarteten Werts. Und auch dieser Wert trügt: Die Verteilung des Regens ist äußerst ungleich. Während es lokal regelrecht aus Kübeln goss, blieb es vor allem im Süden des Landes fast vollständig trocken.
Reicht der Regen nun aus, um das Defizit zu decken?
Leider nein. Selbst mit den angekündigten Schauern der kommenden Tage wird das Monatsziel vielerorts klar verfehlt. Zwar könnten einzelne Regionen das Regensoll erreichen oder sogar übertreffen, doch in der Fläche bleibt die Trockenheit bestehen. Und das ist kein neues Problem: Schon Februar und März waren deutlich zu trocken. Insgesamt summiert sich das Niederschlagsdefizit deutschlandweit auf rund 100 Liter pro Quadratmeter.
Die aktuelle Wetterlage ist also bestenfalls ein Anfang. Vom „Zurück im Normalsoll” kann jedoch noch lange keine Rede sein.
New Jersey brennt - Flammenmeer bedroht über 1.000 Gebäude
In New Jersey, dem grünen Nachbarstaat New Yorks, lodern weiter heftige Waldbrände. Seit Dienstagmorgen breitet sich das Feuer südöstlich der Hauptstadt Trenton explosionsartig aus und hat bereits über 54 Quadratkilometer Wald vernichtet – eine Fläche so groß wie der Berliner Bezirk Schöneberg-Tempelhof.
Mehr als 1.000 Gebäude sind bedroht, rund 5.000 Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden. Die Einsatzkräfte sind rund um die Uhr im Einsatz – und das mit Erfolg: Am Mittwochabend meldete die Feuerwehr, dass das Feuer zur Hälfte eingedämmt sei.
Trotz der angespannten Lage zeigt sich New Jerseys Umweltschutzbeauftragter Shawn LaTourette vorsichtig optimistisch. Er sprach von einem „heroischen Einsatz“ der Feuerwehr, durch den bereits Häuser und Menschenleben gerettet werden konnten. Sollte der Brand weiter wüten, könnte er zum größten Waldfeuer des Bundesstaates in den letzten 20 Jahren werden.
Die Brandursache ist noch unklar. Klar ist aber: Die anhaltende Trockenheit und starke Windböen haben die Ausbreitung der Flammen massiv begünstigt. Bis zum Wochenende hoffen die Behörden, das Feuer vollständig unter Kontrolle zu bekommen.
Der Hochdruckeinfluss steigt rasch an und es setzt sich am Wochenende recht schönes und trockenes Wetter durch. Am ehesten sind noch direkt an den Alpen einzelne Schauer möglich.
Am Donnerstag und Freitag sind es oft nur 10 bis 16 Grad, in den freundlicheren Regionen auch mal 18 oder 19 Grad. Doch ab Samstag geht es jeden Tag ein bisschen aufwärts, Sonntag sind im Südwesten schon bis 22, Dienstag und Mittwoch nächster Woche sogar bis zu 25 Grad zu erwarten. Der Nordosten ist generell etwas kühler, schafft es ab Dienstag dann aber auch über 20 Grad.
Einbruch bei Stromproduktion aus Windkraft
Die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien wie Sonne und Wind ist im ersten Vierteljahr 2025 in Deutschland nach vorläufigen Berechnungen deutlich zurückgegangen. Hauptgrund dafür war ein wetterbedingter Einbruch bei der Windkraft, wie der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) am Donnerstag mitteilte. Die Stromproduktion durch Windenergieanlagen auf See sei um 31 Prozent gesunken und an Land um 22 Prozent. Insgesamt seien aus erneuerbaren Energien von Januar bis März 63,5 Milliarden Kilowattstunden Strom produziert worden und damit rund 16 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Ihr Anteil am Stromverbrauch sei auf 47 Prozent gesunken, nach 56 Prozent im ersten Quartal 2024.
Der BDEW berief sich auf gemeinsame Berechnungen mit dem Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW). Niederschlagsarme Monate Februar und März hätten auch bei der Wasserkraft für Rückgänge gesorgt.
Positiv entwickelte sich allerdings die Stromerzeugung aus Photovoltaik. Der weitere Zubau von Solaranlagen und ein überdurchschnittlich sonniger März hätten für einen spürbaren Anstieg gesorgt. Mit einem Plus von 3,2 Milliarden Kilowattstunden gegenüber dem Vorjahreszeitraum sei die PV-Erzeugung im ersten Quartal um rund 32 Prozent gestiegen und habe damit zehn Prozent des Stromverbrauchs gedeckt.
Raps-Blütezeit beginnt
Rapsfelder prägen derzeit mit ihrem leuchtenden Gelb das Frühlingsbild in Deutschland. „Die Vollblüte hat gerade begonnen und erreicht in den kommenden Tagen ihren Höhepunkt”, erklärt Ulrich Wenderoth, Geschäftsführer der Hessischen Erzeugerorganisation für Raps. In zwei bis drei Wochen sei die Blütezeit schon wieder vorbei.
Die gelbe Farbe der Blüten diene vor allem dazu, Bestäuber wie Bienen anzulocken, die für die Samen- und Ölerzeugung entscheidend sind. Das Öl selbst werde aus den Samen gewonnen und hat laut Wenderoth mit der Blütenfarbe nichts zu tun. Der typische kohlartige Geruch der Rapsblüte entsteht durch Senföle, die als natürliche Schutzstoffe wirken und der Pflanze aus der Familie der Kreuzblütler ihren charakteristischen Duft verleihen.
Dauerregen
Aktuell fällt in einem Streifen quer über Deutschland Regen. Oft ist der Regen nicht besonders kräftig, teils plätschert es nur leise vor sich hin. Teils ist der Regen allerdings auch stärker und vor allem hält er länger an. Deswegen können größere Regenmengen zusammenkommen.

Spektakuläre Gewitter-Bilder
Gewitter haben am Mittwoch und in der Nacht den Harz und Teile Bayerns getroffen. Aufnahmen aus der Nähe von Rosenheim zeigen, wie stark es geblitzt hat.
Wetteraussichten für heute, Donnerstag, den 24. April
Der heutige Tag kann nur im Norden überzeugen. Ansonsten wird es richtig nass in Deutschland. Nur im Norden wird es zunehmend freundlich. Sonst ist es stark bewölkt und zeitweise fällt Regen. Über der Mitte ist auch kräftiger, vereinzelt sogar noch gewittriger Regen möglich. Die Temperaturen liegen zwischen 10 und 19 Grad.

Wie viel Regen kommt noch? Insgesamt sind innerhalb von 24 bis 36 Stunden bis Freitagfrüh in einem Streifen von Nordrhein-Westfalen über Hessen und Thüringen bis nach Sachsen 30 bis 60 l/m², stellenweise auch bis 80 l/m² und punktuell sind (beispielsweise durch gewittrige Verstärkung) auch bis zu 100 l/m² nicht ausgeschlossen.
Unwettergefahren im Ausland
Heute gibt es kräftige Regengüsse und Gewitter in Ungarn und der Slowakei sowie von Slowenien bis nach Griechenland und in Teilen der Türkei.
In den USA besteht eine leichte Unwettergefahr vom Westen Texas über Oklahoma bis nach Colorado durch Starkregen, Hagel und Sturmböen. Vor allem im Nordwesten Oklahomas besteht auch ein kleines Tornadorisiko.
Wetterlage: Nach dem Regen viel Sonne in Sicht

Tief Günter hat sich in viele Teiltiefs aufgeteilt und bringt heute über der Mitte Deutschlands anhaltenden und ergiebigen Regen und von Ungarn über Kroatien bis nach Griechenland teils kräftige Schauer und Gewitter. Der Nordosten Deutschlands ist dagegen bereits an Hoch Petra mit Kern über dem Nordmeer angedockt.
Am Freitag dehnt sich von Norden her der Hochdruckeinfluss aus und drängt die Tiefausläufer in die Alpen zurück.
Am Wochenende liegt der Großteil Deutschland unter Hochdruckeinfluss, der Süden und Westen aber im Randbereich mit ein paar schwachen Störungen, was sich über dem Bergland mit zeitweise dickeren Quellwolken und einer leichten Schauerneigung bemerkbar macht.