Der Wetter-Tag bei wetter.de
Quellwolken und Nebel - die Nacht bleibt nicht trocken
Das sind die Wetter und Klima-News des Tages
Dicke Quellwolken sind im Süden und Osten Deutschlands in den nächsten Stunden noch unterwegs. In den anderen Regionen lockern die Wolken in der Nacht auf. Später bildet sich aber häufig Nebel. Dazu kühlt es auf 2 bis 7 Grad ab.
Am Dienstag geht es im Südosten mit Schauern weiter. Sonst scheint nach Auflösung von Nebelfeldern öfter die Sonne, nur im Nordwesten ziehen erneut dichte Wolken auf.
Am Nachmittag fällt an der Nordsee dann etwas Regen; auch im Südosten gibt es weitere Regenschauer, örtlich auch Gewitter. In einem Streifen quer über die Mitte des Landes bleibt es dagegen trocken und recht sonnig. Die Temperaturen erreichen 10 bis 15 Grad, in den sonnigeren Regionen 16 bis 19 Grad.
Deutsche Umwelthilfe gewinnt Klimaklage gegen Lufthansa
Die Lufthansa darf nicht mehr mit der Aussage „CO2-Emissionen ausgleichen durch einen Beitrag zu Klimaschutzprojekten” werben. Das hat die Deutsche Umwelthilfe (DUH) mit einem Sieg vor dem Landgericht Köln durchgesetzt. Begründung: Die Lufthansa hat mit der Werbung gegen das gesetzliche Irreführungsverbot verstoßen. Das Urteil erging am vergangenen Freitag und ist noch nicht rechtskräftig.
Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH ist mir dem Urteil zufrieden: „Flugreisen sind mit am gravierendsten, was die Belastung des Klimas angeht. Gegen Ablasszahlungen ein gutes Gewissen zu verkaufen, ist daher besonders verwerflich.“ Und er hat auch noch eine gute Idee: „Wenn die Lufthansa ernsthaft Emissionen reduzieren will, sollte sie auf innerdeutsche Flüge verzichten und wie vor dreißig Jahren Bahntickets anbieten.”
Wechselhaft aber mild geht es durch die Woche

Die Wetterwoche verhält sich recht normal. Bis zur Wochenmitte wird es eher ruhig bei unserem Wetter, Mittwoch ist das Schauerrisiko erhöht. Donnerstag und Freitag werden wohl ganz nett, ehe am Wochenende der Winter nochmal ein kleines Comeback unternimmt.
Kaffee wird zum Luxusgut: Wie die Klimakrise den Kaffeepreis treibt
Wer sich in den letzten Tagen mal in ein Café gesetzt hat, um einen Kaffee zu schlürfen, der wird vielleicht beim Bezahlen gedacht haben: „Ui, das ist aber teuer.“ Ja, die Kaffeepreise haben angezogen und der Grund dafür liegt in der Veränderung bei unserem Klima. Nach Meinung nicht weniger Experten wird Kaffee gar zu einem Luxusprodukt.
Der Rohkaffeepreis ist seit 2020 um satte 247 Prozent gestiegen und liegt aktuell bei rund 4 Euro pro Pfund. Doch das ist nur der Anfang. Denn Wetterextreme, die durch den Klimawandel immer häufiger auftreten, bedrohen die Ernten weltweit. Die rund zwölf Millionen Kaffeebauern, die in den Tropen nördlich und südlich des Äquators arbeiten, kämpfen mit Dürren und Starkregen, die Anbauflächen schrumpfen lassen. Die Folge: Ein weltweites Angebotsdefizit trifft auf eine wachsende Nachfrage, vor allem aus Ländern wie China, wo der Kaffeekonsum stark anzieht.
Doch nicht nur Naturgewalten machen den Kaffee teurer. Auch politische Maßnahmen wirken als Preistreiber. Ab 2026 verpflichtet eine neue EU-Entwaldungsverordnung Importeure nachzuweisen, dass für Kaffee, Kakao und andere Agrargüter kein Regenwald gerodet wurde – rückwirkend bis Ende 2020. Diese Regelung, die den Raubbau an der Natur eindämmen soll, bedeutet zugleich höhere Kosten und Unsicherheiten, insbesondere für kleine Händler und Röstereien. Vor allem kleinere Kaffeemanufakturen geraten zunehmend unter Druck.
Höherer Strombedarf durch Klimaanlagen
Wenn es heißer wird, gibt es mehr Klimaanlagen – und die sorgen dann dafür, dass es noch heißer wird, wenn die Klimaanlagen mit fossilem Strom betrieben werden. Klimaanlagen und andere Stromfresser haben den weltweiten Energiebedarf im vergangenen Jahr überdurchschnittlich stark wachsen lassen. Der Energiebedarf stieg vor allem wegen der Nachfrage nach Strom, die im Vergleich zum Vorjahr um 4,3 Prozent zulegte, wie die Internationale Energieagentur (IEA) in Paris mitteilte. Der Zuwachs fällt damit fast doppelt so hoch aus wie im Schnitt der vergangenen zehn Jahre.
Als einen Hauptgrund für die um 1.100 Terawattstunden höhere Nachfrage nach Strom machten die Fachleute den Gebrauch von Klimaanlagen aus, vor allem wegen extremer Hitze in Indien und China. Schwellen- und Entwicklungsländer machten mehr als vier Fünftel des absoluten Energiezuwachses aus.
Gedeckt wurde der neue Bedarf demnach in erster Linie von erneuerbaren Energieträgern und Erdgas. Andere fossile Energieträger wie Kohle und Öl legten auch zu, allerdings langsamer als in den Jahren zuvor.
Wetter für heute: Nicht so schlecht
Heute ziehen anfänglichen Schauer im Nordwesten ab und im Norden stellt sich ein freundlicher Mix und meist trockener Mix aus Sonne und Wolken ein. Von Westfalen bis in den Süden sind noch Schauer oder zeitweiliger Regen unterwegs. Im Osten sind Schauer selten und neben wolkigen Phasen scheint mal mehr, mal weniger die Sonne. Die Höchstwerte liegen bei 9 Grad an den Küsten und 19 Grad an der Nahe. Dazu weht nur schwacher Wind, vorzugsweise aus nördlichen, teils auch aus wechselnden Richtungen.
Wetterwoche wechselhafter, aber noch mild

Die Woche wird wohl wechselhafter, aber insgesamt bleibt es noch relativ mild. Das könnte sich am nächsten Wochenende aber drastisch ändern. Und das Regendefizit für den Monat März wird wohl auch nicht mehr aufzufüllen sein.
Wetterlage: Gewitter fast wie im Sommer

Reste von Tief Volker mit Kern über Osteuropa ziehen noch über Teile Deutschlands hinweg, während von Frankreich und Luxemburg her sich vor allem westlich des Rheins andeutungsweise der Keil eines Azorenhochs bemerkbar macht. Insgesamt herrschen aber sehr geringe Luftdruckgegensätze über Deutschland und entsprechend schwach ist der Wind.
Von Westfalen bis in den Süden ist die Luft oft noch sehr feucht und im Tagesverlauf deutet sich mit größeren Quellungen an, dass wir uns auf dem Weg ins Sommerhalbjahr befinden. Sogar einzelne Gewitter sind möglich, auch wenn sie noch nicht sommerlich kräftig ausfallen. Sehr kleinräumig sind zwar auch mal etwas kräftigere Regengüsse möglich, die von Blitz und Donner begleitet werden, aber sommerliche Starkregen oder Gewitterkomplexe wird es noch nicht geben.
(mit dpa)