Deutschland hustet, niest und fiebert! Ein aggressives Grippevirus legt derzeit ganz Deutschland lahm. Ärzte sprechen bereits von einer „Super-Grippe“. Erst hat es vor allem Jüngere erwischt – jetzt trifft es zunehmend auch ältere Menschen.
In dieser Kläranlage tummeln sich derzeit Millionen von Influenza-Viren einer besonders aggressiven Art. Alle paar Stunden werden Abwasser-proben im Labor untersucht.
Dr. Martin Stürmer
Virologe
"Gerade dieses Jahr haben wir mit der Influenza Typ A H3N2 eine Variante, die wir bis dato nicht so auf dem Schirm hatten. Der Impfstoff ist entsprechend nicht sauber an diese Variante angepasst."
Oder anders: die mutierten Viren konnten den Impfstoff austricksen und verbreiten sich seit Wochen über den ganzen Globus.
Die Folge:
Auch Deutschland hustet und schnieft. Die neue Variante verursacht zudem hohes Fieber, extreme Gliederschmerzen und oft auch Atemnot. Auf mancher Intensivstation werden die Betten schon knapp. 85 Prozent sind derzeit belegt.
Prof. Uwe Janssens
Intensivmediziner
"Insgesamt eine stabile, aber angespannte Situation und, ich sage Ihnen ganz klar, das wird in den nächsten Wochen noch zunehmen."
Denn der Winter ist noch lang und im Karneval haben die Viren leichtes Spiel. Trotz der neuen Variante raten Ärzte aber weiterhin zur Impfung.
Prof. Uwe Jannsens
Intensivmediziner
"Sie verhindern tatsächlich in 40 bis 50 Prozent eine manifeste Infektion und sie reduzieren auch bis zu 30 bis 35 Prozent die schweren Verläufe, die eine Krankenhausaufnahme erforderlich machen."
Besser ein Pieks als wochenlang im Bett liegen. Dieses Jahr ist die Grippe nämlich besonders hartnäckig.