Ein Kaltlufttropfen ist am Boden nicht als Tiefdruckgebiet erkennbar

Wetterlexikon: Kaltlufttropfen

Wetterlexikon: Kaltlufttropfen
Die atmosphärischen Vorgänge in der Höhe bestimmen das Wetter am Boden maßgeblich. © imago/photothek, Florian Gaertner/photothek.net, imago stock&people

Was sind Kaltlufttropfen?

Kaltlufttropfen bezeichnen kalte Höhentiefs. Im Bodenfeld befindet sich unter diesen keine oder lediglich eine schwache zyklonale Zirkulation. Kaltlufttropfen treten vorwiegend in den Wintermonaten über dem Festland auf. Sie können durch eine Wirbelbildung aus einem Höhentrog, der aus hochreichender Kaltluft besteht, oder durch eine Wirbelbildung unter einer Luftdruckabsenkung in Erscheinung treten.

Die genaue Zugrichtung eines Kaltlufttropfen ist schwer vorherzusagen

Im Vergleich zu Bodenzyklonen haben Kaltlufttropfen keine Fronten, denn es handelt sich eher um kreisförmige Gebilde, welche in der Mitte die kälteste Luft aufweisen. Kaltlufttropfen verlagern sich mit der bodennahen Strömung. Sie erscheinen im Bodenfeld als ein Isobarentrog, der nur wenig ausgeprägt ist. Kaltlufttropfen befinden sich fast immer über den Randbereichen von Bodenhochdruckgebieten.

Der Durchmesser von Kaltlufttropfen beträgt 100 bis 1.500 Kilometer. Je kleiner dieser ist, desto schneller bewegt sich der Tropfen und desto schneller erfolgt auch die Einbettung in die Großzirkulation. Die Zugrichtung der Kaltlufttropfen kann für die nächsten Tage schwer vorhergesagt werden.