Ungewöhnlich trockene und warme Wetterperiode im späten Herbst auf dem nordamerikanischen Kontinent

Wetterlexikon: Indian Summer

Was ist Indian Summer?
"Indian Summer" hat im Grunde mit buntem Laub nichts zu tun. © picture-alliance / Bildagentur-o

Was ist der Indian Summer?

Der Begriff Indian Summer bezeichnet eine Wetterlage im Westen und Nordwesten der USA sowie Kanada, bei der im Spätherbst kalte und warme Luftmassen zusammentreffen. Die Polarluft, welche am Weiterkommen gehindert ist, heizt sich langsam auf und sorgt für warme, wolkenlose Tage. In den Nächten kommt es dagegen teilweise schon zu ersten Frösten.

Das Phänomen der Blattverfärbung nennt man „Foliage“

Im deutschsprachigen Raum wird der Begriff Indian Summer häufig mit der Verfärbung der Laubwälder Neuenglands und Kanadas verbunden. Dieses Phänomen heißt in den entsprechenden Ländern allerdings „Foliage“. Es zeichnet sich durch intensive Rot- und Gelbtöne des Herbstlaubs aus, hervorgerufen durch Anthocyane und Karotinoide.

Eine exakte Herkunftsbestimmung des Begriffs gibt es nicht. Eine gebräuchliche Erklärung stammt von den ersten englischen Siedlern: Während die indianischen Stämme die letzten warmen Tages des Jahres zur Jagd nutzten, mussten die Engländer auf der Hut vor Zwischenfällen sein.