Wenn die Sichtweite mindestens 50 Kilometer beträgt

Wetterlexikon: Fernsicht

Was ist die Fernsicht?

Wetterlexikon: Fernsicht
Top of Tyrol heißt die Aussichtsplattform in den Stubaier Alpen, die oben am Grat des Großen Isidor angebracht wurde. Sie bietet an klaren Tagen wunderbare Fernsicht.

Sehr gute Fernsicht im meteorologischen Sinn liegt vor, wenn die Sichtweite mindestens 50 Kilometer beträgt. Für besonders exponierte Stationen, insbesondere auf Berggipfeln, gelten höhere Richtwerte von 150 oder 200 Kilometern. Unter idealen Bedingungen werden rund 300 Kilometer erreicht. In der Nähe einer Großstadt mit hoher Luftverschmutzung können dagegen schon 30 Kilometer Sicht außergewöhnlich sein.

Eine gute Fernsicht hat mehrere Voraussetzungen

Voraussetzung für eine gute Fernsicht ist, dass die Luft frei ist von schwebenden Teilchen wie Wasserdampf, Dunst und Staub. Dies ist häufig der Fall im Gebirge, über See und im Flachland bei Annäherung oder nach Durchzug einer Kaltfront sowie bei einer Föhnwetterlage. Bei extrem trockener Luft und Absinken trübender Schwebstoffe sind solche besonderen Sichtweiten möglich.

In der See- und Luftfahrt sowie für die Erdvermessung ist eine gute Fernsicht von Vorteil. Kommt es auf exakte Daten an, werden Messgeräte eingesetzt, die entweder den Lichtverlust durch Lufttrübung oder das Streulicht auswerten und daraus die Sichtweite bestimmen.