Der Wetter-Tag bei wetter.de
Kalte Nacht mit Nebel und Bodenfrost
Es ist die alte Hochdruck-im-Herbst-Leier: Auch in dieser Nacht bildet sich wieder in weiten Teilen des Landes Nebel oder Hochnebel. Dazu kühlt es auf 0 bis 7 Grad ab. In einem Streifen von Niedersachsen bis Sachsen und Nordbayern ist Bodenfrost möglich.
Tagsüber halten sich Nebel und Hochnebel oft recht zäh. Die besten Chancen auf etwas Sonne bestehen im Osten. In den Alpen scheint wieder den ganzen Tag die Sonne, dünne Schleierwolken stören kaum.
Die Temperaturen erreichen im Dauergrau 4 bis 7, sonst 8 bis 12 Grad. Nur in den sonnigen Regionen im Süden werden es bis zu 16 Grad.
Schnelle Hilfe für Flutopfer versprochen

Die Opfer des verheerenden Unwetters in Spanien erhalten vom Staat Hilfen in einer Gesamthöhe von 10,6 Milliarden Euro. Ministerpräsident Pedro Sánchez kündigte für die betroffenen Haushalte und Unternehmen unter anderem Direkthilfen und Bürgschaften an. Die Gewährung der Hilfen werde „mit minimalem Papieraufwand und größtmöglicher Schnelligkeit“ erfolgen. Die Flutopfer werden demnach zum Beispiel bis zu 72.000 Euro bei Erwerbsunfähigkeit, zwischen 20.000 und 60.000 Euro für die Reparatur von beschädigten Wohnungen und bis zu 2.300 Euro für den Austausch von Möbeln und Geräten bekommen. Es gibt zudem Direkthilfen zwischen 10.000 und 150.000 Euro für Unternehmen. „Davon profitieren 65.000 Selbstständige und rund 30.000 Unternehmen, vor allem kleine und mittlere“, so Sánchez.
Beim sogenannten Jahrhundert-Unwetter starben nach der vorläufigen offiziellen Bilanz mindestens 215 Menschen, die meisten davon in der Provinz Valencia im Osten des Landes. Diese Opferzahl wurde zuletzt leicht nach unten korrigiert. Es gibt aber noch sehr viele Vermisste. In Valencia hatte es am Dienstag voriger Woche in einigen Ortschaften innerhalb weniger Stunden so viel Regen gegeben wie sonst in einem Jahr. Inzwischen scheint im Katastrophengebiet die Sonne – und das soll auch in den nächsten Tagen so bleiben.
West-Nil-Virus breitet sich in Deutschland weiter aus
In diesem Jahr haben sich in Deutschland mindestens 26 Menschen durch den Stich einer heimischen Mücke mit dem West-Nil-Virus infiziert. Laut Robert-Koch-Institut (RKI) wurden in 13 dieser Fälle die Infektionen bei Blutspendern festgestellt, die keine Krankheitssymptome aufwiesen. Vier der Infizierten erkrankten schwer. Im Jahr 2023 wurden dem RKI 7 durch heimische Mücken übertragene West-Nil-Infektionen gemeldet, im Jahr zuvor waren es 17 Fälle.
Auf den Bergen ist es am wärmsten
Die Temperaturen liegen momentan in einigen Ortschaften bei 15 Grad und mehr. Die höchsten Temperaturen wurden dabei in den höheren Lagen gemessen. Während die kühlere Luft am Boden und im Nebel verweilt, steigt die warme Luft nach oben. Hier ist die Hitliste der höchsten Temperaturen zur Mittagszeit:
- Triberg-Zentrum (Baden-Württemberg) 17.2 Grad
- Todtmoos im Schwarzwald (Baden-Württemberg) 17.2 Grad
- Oberstdorf Ortseingang (Bayern) 16.9 Grad
- Königshütte/Harz (Sachsen-Anhalt) 16.9 Grad
- Dollenberg (Baden-Württemberg) 16.1 Grad
Hoch Zayyan bleibt der Türsteher

Heute bleibt das Hochdruckgebiet Zayyan mit seinem Kern über Südosteuropa in Deutschland wetterbestimmend, abseits der typischen und teils zähen Nebelfelder in bodennah feuchter Luft dominiert Sonnenschein. An der Wetterlage ändert sich auch in den nächsten Tagen kaum etwas, atlantische Störungen werden vom blockierenden Hochdruckgebiet weit nach Norden hin abgelenkt. Auch ein schwacher Höhentrog über Frankreich kann sich nicht durchsetzen und löst sich rasch wieder auf.
Kein Schnee auf dem Fuji

Zum ersten Mal seit Beginn der Aufzeichnungen vor 130 Jahren blieb der Gipfel des Mount Fuji bis Ende Oktober schneefrei. Damit wurde der bisherige Rekord vom 26. Oktober, der in den Jahren 1955 und 2016 aufgestellt wurde, übertroffen.
Normalerweise bildet sich die Schneekappe auf dem Fuji bereits um den 2. Oktober. Im vergangenen Jahr wurde der erste Schnee dort am 5. Oktober gesichtet. Grund für die ungewöhnliche Schneeverzögerung sind die außergewöhnlich hohen Temperaturen, die diesen Sommer bis in den September hinein andauerten. Der Sommer 2024 zählt in Japan zu den heißesten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen.
Zwei Tropenstürme unter Beobachtung

Auf den Weltmeeren sind zwei Tropenstürme unterwegs, deren Entwicklung wir im Auge behalten sollten. Im Atlantik südlich von Jamaika liegt der Tropensturm Rafael, der sich morgen mit Nordwestkurs zu einem Hurrikan der Kategorie 1 verstärken soll und dabei die Caymaninseln und Westkuba bedroht. Dort sind neben Windgeschwindigkeiten von mehr als 120 Kilometern pro Stunde (km/h) auch gebietsweise Regenmengen bis zu 230 Liter pro Quadratmeter möglich.
Im Pazifik befindet sich östlich der Philippinen Taifun Yinxing. Er wird derzeit mit Kategorie 1 geführt, soll sich aber mit Nordwest- und später Westkurs vorübergehend bis auf Kategorie 3 verstärken und in der Nacht auf Donnerstag unserer Zeit knapp nördlich der Hauptinsel Luzon entlangziehen.
Gesundheitsgefahr durch Nebel

Durch die austauscharme Wetterlage können sich in Gebieten mit anhaltendem Nebel und Hochnebel zunehmend Schadstoffe aus dem Verkehr und der Industrie in der Luft ansammeln, darunter Schwefeldioxid, Kohlenstoffmonoxid, Feinstaub und Ruß. Hält diese Situation auf längere Sicht in denselben Gebieten tagelang an, bestehen besonders für Menschen mit Atemwegsvorerkrankungen gesundheitliche Gefahren.
Temperaturunterschiede unter Nachbarn

Heute Morgen herrschten große Temperaturunterschiede auf engstem Raum im Bergland in Süd- und Südwestdeutschland. Das liegt an der schwereren kühleren Luft, die sich in den Tälern und im Nebel hält, während die wärmere Luft aufsteigt. Anbei Beispiele aus dem Hochschwarzwald, Bayerischen Wald und Oberallgäu von 4 Uhr (gerundet in Grad Celsius und mit Angabe der Stationshöhe):
- Breitnau (1012 m): +11
- Hinterzarten (888 m) -1
- Falkenstein (1308 m): +9
- Zwiesel (612 m): -2
- Söllereck (1400 m): + 11
- Oberstdorf (810 m): -2
Ruhiges Herbstwetter - mal sonnig und warm, mal grau und kalt
Heute bleibt es in weiten Teilen Schleswig-Holsteins und Mecklenburg-Vorpommerns meist den ganzen Tag über dicht bewölkt. Sonst lösen sich Nebel und Hochnebel mehr oder weniger zögernd auf. Vor allem im bayerischen Donauraum sowie in Teilen Ostbayerns sowie gebietsweise am Ober- bzw. Mittelrhein kann es durchweg trüb bleiben. Ansonsten scheint die Sonne, von Westen her ziehen allerdings zeitweise überwiegend dünne hohe Wolkenfelder langsam ostwärts. Bei Dauernebel in Süddeutschland werden lediglich um 7 Grad erreicht, ansonsten liegen die Höchstwerte meist zwischen 9 und 14 Grad, in mittleren Höhenlagen sowie an einigen Mittelgebirgsnordrändern können bis zu 17 Grad erreicht werden. Der vorwiegend südöstliche Wind weht nur schwach.
Wetterlage: Wie ein Fels in der Brandung - Hoch Zayyan

Hochdruck bestimmt bis auf Weiteres das Wetter in Deutschland. Die aktuelle Hochzelle heißt Zayyan. Es wandert in den nächsten Tagen zwar zum Schwarzen Meer, doch den freien Platz nehmen keine Tiefdruckgebiete ein. Stattdessen kann sich über Frankreich ein neues Hoch kräftigen und zur westlichen Ostsee verlagern. Entsprechend bleibt hierzulande das ruhige Herbstwetter bestehen. Allerdings weiten sich in den Niederungen die trüben Regionen aus.
Video: Temperaturfilm für Deutschland die nächsten 14 Tage
(mit dpa)



