Der Wetter-Tag bei wetter.de

Meteorologischer Winter verabschiedet sich standesgemäß

Der meteorologische Winter endet jetzt und er zieht seine Sache bei Tiefstwerten zwischen +3 und -2 Grad auch in der Nacht durch. Im Osten und in den Bergen sind noch einzelne Schneeschauer unterwegs. Sonst ist es trocken, aber oft noch bewölkt. Stellenweise bildet sich auch Nebel. Örtlich kann es glatt werden.

Der Samstag startet ebenfalls noch mit viel Grau und etwas Regen oder Schnee im Osten.
Am Nachmittag sind nur noch im Erzgebirge ein paar Schneeflocken dabei, sonst machen die Wolken immer öfter der Sonne Platz. Die Temperaturen erreichen 5 bis 9, im Bergland 1 bis 4 Grad. Auch kein so toller Start in den Frühling. Aber das wird noch.

Zwei Zyklone im Indischen Ozean

28.02.2025, Frankreich, La Possession: Blick auf eine Palme im Sturm, während sich der Zyklon Garance am 28. Februar 2025 La Possession auf der französischen Überseeinsel La Réunion im Indischen Ozean nähert. Die Behörden von La Réunion haben für die Insel im Indischen Ozean die höchste Alarmstufe «Violett» ausgerufen, da ein Zyklon mit «direkten Auswirkungen» droht. Foto: Richard Bouhet/AFP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Zyklon "Garance" auf La Réunion

Madagaskar und La Réunion wurden in den letzten Tagen von zwei heftigen Zyklonen getroffen. Zyklon Honde zog mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 120 km/h über die Südwestküste Madagaskars und brachte heftige Regenfälle, die Überschwemmungen und Erdrutsche auslösten. Besonders betroffen waren die Regionen Androy, Toliara, Ampanihy und Betioky Atsimo.

Zyklon Garance traf La Réunion mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 220 km/h und sorgte für extremen Starkregen von bis zu 500 Litern pro Quadratmeter. Die Behörden hatten die höchste Alarmstufe ausgerufen, da Sturzfluten und Schäden an der Infrastruktur befürchtet wurden.

Beide Zyklone haben mittlerweile ihren Höhepunkt überschritten und ziehen nach Süden ab. Dennoch bleiben die Folgen der Unwetter spürbar, während die Aufräumarbeiten in den betroffenen Regionen beginnen.

Mehr als 40 Menschen nach Lawine vermisst

Nach einem Lawinenabgang im Norden Indiens werden mindestens 41 Bauarbeiter vermisst. Die Schneemassen hätten im Unionsstaat Uttarakhand nahe der Grenze zu China am Freitag insgesamt 57 Menschen unter sich begraben, teilten Rettungskräfte mit. Von dem Lawinenabgang in der Himalaya-Region sind Bauarbeiter betroffen, die mit Straßen- oder Räumarbeiten beschäftigt waren.

Bislang seien 16 Menschen gerettet worden. Drei von ihnen seien in ein Militärkrankenhaus gebracht worden. Retter suchten trotz widrigem Wetter nach den Vermissten. Uttarakhands Regierungschef Pushkar Singh Dhami sagte, auch der nationale Katastrophenschutz sei zu Hilfe geeilt.

Die ökologisch sensible Himalaya-Region wird durch die globale Erwärmung stark beeinträchtigt und ist anfällig für Lawinenabgänge. Im Jahr 2022 kamen in Uttarakhand 27 Bergsteigerschüler bei einem Lawinenunglück ums Leben.

Es wird warm: Allergiker kriegen Hasel und Erle zu spüren

Es wird warm nächste Woche: Allergiker und Allergikerinnen sollten die immer mehr an Fahrt aufnehmende Pollensaison im Blick behalten, sagt Christina Endler vom Deutschen Wetterdienst. Haselsträucher blühten bereits - und die Erlenblüte beginne. Anfang April kämen die ersten Birkenpollen dazu.

Betroffenen rät Endler zur Verwendung von Nasen- und Gesichtsduschen. Bei Spaziergängen im Freien könne es hilfreich sein, eine Sonnenbrille und eine Kopfbedeckung zu tragen, um den Kontakt mit Pollen zu minimieren. Zudem sollte mit Pollen belastete Kleidung möglichst nicht mit in das eigene Schlafzimmer gebracht werden.

Für Sportler hat die Expertin noch einen besonderen Tipp: Trainingssessions sollte man nach längerem Regen absolvieren. Dann sind weniger Pollen in der Luft.

Hunderte Meteorologen in den USA gefeuert

FILE - The National Weather Service monitoring station is seen in Brownville, Texas, May 23, 2014. (Valley Morning Star/Valley Morning Star via AP, File)
Bei der amerikanischen Wetterbehörde NOAA kam es zu einem Kahlschlag

In den USA bleibt derzeit wirklich kein Stein auf dem anderen: Die US-Regierung hat Hunderte Meteorologen und weitere Beschäftigte der Wetter- und Ozeanographiebehörde NOAA entlassen. Die Entlassungen am Donnerstag (Ortszeit) seien offenbar in zwei Wellen erfolgt, bei denen einmal 500 und dann 800 Menschen gekündigt worden sei, sagte der frühere leitende NOAA-Wissenschaftler Craig McLean. Nach Angaben von nicht betroffenen Mitarbeitern wurden auch Meteorologen entlassen, die in den Büros des Wetterdienstes wichtige Vorhersagen für lokale Unwetter machen.

Die Entlassungen sind Teil der Bemühungen des Milliardärs Elon Musk und seiner Abteilung für Regierungseffizienz (Doge), die US-Bürokratie zurückzuschneiden.

McLean sagte, etwa zehn Prozent der NOAA-Belegschaft seien gefeuert worden. Der Klimawissenschaftler Daniel Swain von der University of California in Los Angeles nannte die Stellenstreichungen „spektakulär kurzsichtig“. Sie gefährdeten letztlich die öffentliche Sicherheit der US-Bürger und die Widerstandsfähigkeit der amerikanischen Wirtschaft gegenüber wetter- und klimabedingten Katastrophen.

Heute nochmal eklig und nasskalt

Am längsten sonnig war es gestern tief im Osten wie in Dresden. Für die meisten sorgte Tief Rainer für ungemütliches Schauerwetter. Heute, am letzten Tag des meteorologischen Winters, ist er aber weg, das Wetter wird trotzdem nicht gleich sonderlich besser. Aber am Wochenende kommen Hochs ins Spiel. Eins zieht genau über uns drüber, das zweite steht parat. Und beide zusammen sorgen Sonntag, Montag, Dienstag für viel Sonne bei zehn Grad und mehr.

Heute sind viele Wolken unterwegs, die immer wieder Regen, teilweise auch Schneeregen oder Schnee bringen, vor allem im Bergland. Daneben zeigt sich zunächst nur im Nordwesten, Osten und ganz im Süden die Sonne, während es später abgesehen vom Nordosten überall mal auflockert. Die Höchstwerte liegen bei 2 Grad im Erzgebirge bis 8 Grad entlang des Rheins. Der Wind weht schwach bis mäßig aus nördlichen bis westlichen Richtungen.

Krötenwanderung beginnt

Wenn es im Frühling wärmer wird, beginnt die Amphibienwanderung. Ideal sind laut Nabu Temperaturen in der Abenddämmerung ab etwa fünf Grad und dazu idealerweise noch Feuchtigkeit und leichter Regen.

Ändere sich das Wetter oft, werde aus der Amphibienwanderung, die in diesem Jahr an den warmen Tagen schon eingesetzt habe, „ein Stopp and Go“, erklärt der Sprecher des Nabu-Landesverbandes Hessen, Berthold Langenhorst: „Loswandern im Wald, bei Kälte wieder verstecken, bei Wärme weiterwandern.“

Wetterlage: Hoch Helgart rettet Karneval und Fasching

Wetterlage
Wetterlage: Hochdruck macht sich breit

Tief Rainer, das nach Osteuropa abzieht, bringt in Deutschland wechselhaftes Wetter. Auch am Samstag wird der Osten noch von dem Tief beeinflusst, während sich sonst von Westen her Hoch Heltraut durchsetzt, sodass es ab Sonntag recht freundlich wird. In der neuen Woche wird es im Norden windiger und hier können Tiefausläufer das Hochdruckwetter stören, während es im Rest des Landes ruhig weitergeht. Zudem steigen von Tag zu Tag die Temperaturen an, es wird bald frühlingshaft mild.

(mit dpa)