Der Wetter-Tag bei wetter.de
Starkregen und Gewitter im Süden
Im Südwesten und Süden ziehen schon wieder neue Regenschauer und Gewitter auf. Dabei sind örtlich Starkregen und Sturmböen möglich. In der Nacht sind im Alpenvorland kräftige und teils gewittrige Regengüsse zu erwarten, es kann auch längere Zeit regnen. Hier kommen in 12 Stunden 20 bis 40, örtlich bis zu 60 Liter Regen pro Quadratmeter zusammen. Da der Inn in Tirol Hochwasser führt, könnten dann auch in Südbayern die Pegel am Inn wieder ansteigen (auf Stufe 1 oder 2). Ein größeres Hochwasser ist aber momentan nicht zu erwarten. Denn ab Sonntagmittag fällt kaum noch nennenswerter Regen.
Der 7-Tage-Trend: 30 Grad und Sonne – trockener Sommer für alle
Hochdruckeinfluss, aber nicht nachhaltig

Ein Ableger des Azorenhochs bildet ein eigenes kleines Hoch aus, das Sonntag und Montag über Norddeutschland schließlich nach Skandinavien zieht. Damit stellt sich nun Wetterberuhigung und Montag sowie Dienstag sogar mal richtiges Sommerwetter ein. Das Hoch, das Mitte der Woche dann über Skandinavien liegt, ist mit einem Kerndruck von gerade mal 1020 hPa nicht gerade ein Bollwerk, deshalb können Gewittertiefs über Frankreich und Norditalien ab Mittwoch auch wieder zunehmend nach Deutschland übergreifen. Ein richtig stabiles Sommerhoch will sich zumindest vorerst nicht einstellen.
Gewitter und Regenschauer im Süden
Im Südwesten und Süden treten nachmittags vermehrt Schauer und einzelne Gewitter aus den Alpen auf. Diese bringen teilweise Starkregen mit Mengen um 20 Liter auf den Quadratmeter in kurzer Zeit oder innerhalb weniger Stunden. Zudem sind starke bis stürmische Böen zwischen 50 und 70 Kilometer pro Stunde möglich. Für das Public Viewing in den betroffenen Gebieten sollten örtliche Ansagen beobachtet werden.
Am gestrigen Tag wurden etliche größere Events wegen der Unwetter unterbrochen. Mehr dazu im Video.
Bodensee-Pegel geht wieder Richtung 5 Meter

Durch ergiebige Regenfälle in den vergangenen 24 Stunden und neuen Regen in den nächsten 24 Stunden im Einzugsbereich des Bodensees kann der Pegel des Bodensees wieder Richtung 510 cm (10jährliches Ereignis) steigen, nachdem er vorgestern noch bei 486 cm gelegen hatte.
Einen gewaltigen Sprung machte auch der Inn in Innsbruck: zuerst gab es von Tag zu Tag einen leichten Anstieg durch Schmelzwasser, jetzt kamen noch die ergiebigen Regenfälle in der Schweiz und Tirol dazu. So erreichte der Inn heute früh kurz mal den Stand eines 30jährlichen Ereignisses.
So sieht es mit dem Wetter zu den heutigen EM-Spielen aus

Die Spiele der Fußball-EM in Hamburg, Dortmund und Köln stehen unter guten Vorzeichen. Das Wetter könnte an allen drei Standorten trocken bleiben. Während in Hamburg und Dortmund um 15 und 18 Uhr auch noch etwas Sonnenschein dabei sein kann, hängen in Köln ein paar mehr Wolken am Himmel. Doch auch dort bleibt es wohl trocken. Dazu gibt es 19 bis 20 Grad. Für Public Viewing und einen Stadionbesuch optimal.
Noch drei vermisste Menschen nach Unwettern

Nach schweren Unwettern sind im Schweizer Kanton Graubünden im Südosten des Landes vier Menschen verschüttet worden. Eine Frau habe am Samstagmorgen aus dem Schuttkegel bei dem Ort Lostallo nördlich des Comer Sees lebend gerettet werden können, berichtete die Kantonspolizei am Samstag. Der Touristenort Zermatt am Matterhorn war wegen Hochwassergefahr von der Außenwelt abgeschnitten.
Nach den anderen drei Vermissten werde noch gesucht. Über der Region gingen am Freitag schwere Gewitter nieder. Es gab heftige Niederschläge, Hochwasser und einen Bergsturz, wie die Kantonspolizei berichtete. Betroffen war vor allem das Tal Misox südlich des San-Bernardino-Passes an der italienischen Grenze. Dort seien mehrere Dutzend Menschen vorsorglich aus ihren Häusern gebracht worden. Straßen waren überschwemmt.
Recht freundlich geht's ins Wochenende, später Schauer und Gewitter

Die schlimmsten Unwetter sind wieder einmal durch und heute wird es bei einem Mix aus Sonne und einzelnen Regenschauern zunächst recht freundlich. Später ziehen im Süden und Südwesten jedoch neue gewittrige Regenschauer auf. Stellenweise kann es dabei noch Starkregen geben. Die Temperaturen sinken und erreichen auch im Osten bei kräftigem Wind nur noch 18 bis 25 Grad.
Wetterlage: Hoch Bie bringt ein bisschen mehr Sommer-Feeling

Tief Xandria zieht über die Ostsee weiter in Richtung Baltikum und verliert rasch an Einfluss auf Deutschland. Vom Atlantik streckt dagegen Hoch Bie seine Fühler nach Mitteleuropa aus und sorgt voraussichtlich bis Mitte nächster Woche auch bei uns für ruhiges Hochdruckwetter. Dabei kann sich die Luft bei meist nur wenigen Wolken und vielerorts sonnigen Verhältnissen hierzulande allmählich auf sommerliche Werte mit 25 bis 30 Grad erwärmen. Dann fließt von Südwesten her wieder feuchtere, zu Gewittern neigende Luft ein.
Animation: Wie geht es mit Hochs, Tiefs und den Vorhersagen weiter?
(mit dpa)



