Der Wetter-Tag bei wetter.de
Der Sommer ist da und die Unwettergefahr groß
Heute ist Sommersonnenwende. Ganz genau steht die Sonne heute, den 20. Juni, um 22.50 Uhr über dem nördlichen Wendekreis, was den Beginn des Sommer aus astronomischer Sicht markiert. Das ist dem Wetter aber reichlich egal und präsentiert uns nicht gerade das, was die meisten wohl unter schönem Sommerwetter verstehen.
In den nächsten Stunden bleibt es zwar von den Alpen bis zur Ostsee überwiegend trocken. Aber im Westen sind dagegen schon wieder einige, teils gewittrige Schauer unterwegs. Die Temperaturen gehen auf 14 bis 19, an der Küste auf 10 bis 12 Grad zurück.
Der Freitagvormittag bringt dann weitere Schauer, im Südwesten auch kräftige Gewitter. Nur der äußerste Osten bleibt noch freundlich. Am Nachmittag gibt es im Westen viele Wolken und einzelne Regenschauer. In der Osthälfte sind verbreitet Gewitter zu erwarten. Dabei drohen von Bayern bis zur Ostsee Unwetter mit Starkregen, Hagel und Sturmböen. Die größte Unwettergefahr besteht zwischen dem Erzgebirge und Berlin. Die Temperaturen erreichen 19 bis 25, im Südosten noch einmal bis zu 30 Grad.
Der Unwetter-Fahrplan für Freitag: Gewitter mit Starkregen, Hagel, Orkanböen und Tornados sind möglich
Unwetter in Bayern nehmen ihren Lauf

Gewitter-Cluster ist gestartet

Wie vorhergesagt entwickelte sich im Süden Bayerns ab etwa 14 Uhr ein Gewittercluster. Vom Allgäu ausgehend zieht er entlang den Alpen ostwärts. Die Unwettergefahr durch großen Hagel, Starkregen und Sturm- bis Orkanböen ist groß. Die Unwetter treten zwar örtlich begrenzt auf. Aber dort, wo sie auftreten, können sie erheblichen Schaden durch Hagelschlag, umstürzende Bäume und Überflutungen anrichten. Unsicherheiten, wie stark das Ganze ausfallen wird, gibt es zudem durch den Saharastaub in höheren Luftschichten und die dadurch gedämpfte Sonneneinstarhlung und Erwärmung der Luft.
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Hitzetote in Mekka: Ägypten sucht nach Vermissten

Nach Berichten über Hunderte Todesfälle durch extreme Hitze bei der muslimischen Wallfahrt Hadsch in Saudi-Arabien hat Ägypten Teams zur Aufklärung nach Mekka entsandt. Sie sollen Informationen über vermisste ägyptische Bürger einholen. Zuvor hatte es Berichte gegeben, dass aufgrund der extremen Hitze während der Pilgerfahrt allein über 300 Ägypter ums Leben gekommen seien.
Rund 1,8 Millionen Pilger nahmen in diesem Jahr an der Wallfahrt in Saudi-Arabien teil, die zu den fünf Grundpflichten des Islams gehört. Die Wallfahrt hatte in Mekka am Freitagabend bei glühender Hitze begonnen. Sie endete am Dienstag. An den für Muslime heiligen Stätten in der Umgebung herrschten in der Zeit um die 50 Grad Celsius. Unter anderem Jordanien, Tunesien und der Senegal meldeten den Tod einiger ihrer Bürger.
Gewitterwolken nähern sich von Südwesten
Am Nachmittag sind in Südbayern heftige Unwetter, u. a. mit großem Hagel möglich und auch im Südwesten bilden sich gebietsweise kräftige Gewitter. Im Norden und Osten bleibt es dagegen bei viel Sonnenschein trocken. Von Nord nach Süd werden 17 bis 30 Grad erreicht.
Unwettergefahr durch großen Hagel oder Orkanböen
Die Wettermodelle deuten an, dass sich die Gewitter in zwei Äste aufspalten: Einer zieht sich vom Saarland bis in die Eifel und ein weiterer über Bayern. Dabei sind Starkregen, Hagel und Sturmböen möglich. Besonders heftig könnte es in Südbayern werden! Dort gibt es ein sehr hohes Energiepotenzial inklusive sehr feuchte Luft. Zudem gibt es reichlich Windscherung. Superzellen mit großem Hagel von deutlich mehr als 5 cm Durchmesser sind genauso wie Orkanböen oder gar Tornados möglich.
Sonniger Sommeranfang und dicke Gewitter

Heute ist der kalendarische Sommerbeginn. Dazu bleibt es im Norden und Osten bei reichlich Sonnenschein trocken. Im Westen sind dagegen schon von Tagesbeginn an gebietsweise Schauer und Gewitter unterwegs. Am Nachmittag breiten sich die Gewitter bis in die Eifel und über Bayern aus und können teils kräftig bis unwetterartig ausfallen. Besonders in Südbayern ist unter anderem großer Hagel möglich. Die Höchstwerte liegen bei 20 bis 30 Grad, an der See ist es etwas kühler.
Wetterlage: Hoch Aviv bringt Sonnenschein

Über Nord- und Ostdeutschland breitet sich heute Hoch Aviv aus und sorgt für ruhiges und sonnenscheinreiches Wetter. Von Frankreich her macht sich aber Gewittertief Xandria bemerkbar. Ganz im Süden wurde die sehr warme Mittelmeerluft nicht ausgeräumt und von den Alpen und Frankreich breitet sie sich jetzt wieder in Richtung Mitte Deutschlands aus und wird zudem mit reichlich Feuchte angereichert. Da durch das Tief zudem reichlich Windscherung dabei ist, muss wieder mit unwetterartigen Entwicklungen gerechnet werden.
Am Freitag zieht Tief Xandria nach Norddeutschland und dann wird es in weiten Landesteilen schwül-gewittrig.
Schauer und Gewitter aktuell:
Video: So heiß wird es in den nächsten zwei Wochen in Deutschland
Wetterlage: Kurz Hochdruck, dann neues Gewittertief

Heute breitet sich die warme, energiereiche Luftmasse wieder weiter nach Norden aus, bevor uns am Freitag von Westen her eine Kaltfront erreicht, die verbreitet für Schauer und Gewitter sorgen wird. Anschließend gehen die Temperaturen vorerst wieder zurück und die Gefahr von Schwergewittern nimmt gleichzeitig ab.
(mit dpa)



