Der Wetter-Tag bei wetter.de

Auch am Montag kämpft der Nebel gegen die Sonne

Von der Ostsee bis zum Erzgebirge wird der Montag nochmals überwiegend sonnig. In der Mitte und im Süden lösen sich Nebel- und Hochnebelfelder im Tagesverlauf meistens auf, allerdings stören dann hohe Wolkenfelder zeitweise den Sonnenschein.
Den ganzen Tag neblig oder trüb wird es hingegen vom Niederrhein bis zur Nordsee, und ganz vereinzelt können auch mal ein paar Schneeflocken, an der Küste sind es Regentropfen, fallen. Die Temperaturen erreichen im Westen -1 bis 3, im Osten und auch auf den Bergen 4 bis 8 Grad.
Wie geht die Woche weiter? Unser 7-Tage-Trend

Sessellift in Skigebiet stürzt ab

Bei einem Unfall mit einem Sessellift sind im Nordosten Spaniens viele Menschen verletzt worden. Zwei 18-jährige Spanierinnen mussten aufgrund ihres kritischen Zustandes in Krankenhäuser der Regionalhauptstadt Saragossa geflogen werden, wie die Regierung der Region Aragonien mitteilte.

Insgesamt seien beim Unfall in der Skistation Astún in den Pyrenäen zehn Menschen verletzt worden, hieß es. Deutsche waren nicht darunter, wie die Behörden auf Anfrage bestätigten.

Die Rettungsarbeiten in dem entlegenen Unfallort der Provinz Huesca zogen sich am Nachmittag über mehrere Stunden hin. Diese seien inzwischen abgeschlossen, ließ Aragoniens Regierungschef Jorge Azcón wissen. Die genaue Ursache des Unfalls werde untersucht.

Binnen Sekunden verwandelte sich das idyllische Winterparadies in einen Ort des Schreckens: Menschen fielen zum Teil aus 15 Meter Höhe in die Tiefe, als sich nach den vorliegenden Erkenntnissen gegen 12.00 Uhr ein Bauteil löste und die Konstruktion zum Teil zusammenbrach. Augenzeugen berichteten von herzzerreißenden Schreien. Die Skistation wurde umgehend geschlossen.

Viele Menschen saßen Stunden nach dem Unfall noch in luftiger Höhe fest. Sie wurden nach und nach abgeseilt oder per Hubschrauber geborgen. Nach einem Bericht des TV-Senders RTVE waren Dutzende Krankenwagen und fünf Hubschrauber dafür vor Ort.

Einige Menschen konnten sich springend retten. Oben im Video seht ihr die Szenen.

Schwere Unwetter wüten in Italien

Unwetter mit heftigen Regenfällen und starkem Wind haben am Wochenende den Süden Italiens heimgesucht. Betroffen waren insbesondere die Region Kalabrien im tiefen Süden des Landes sowie die Mittelmeerinsel Sizilien. Dort kam es in manchen Gegenden zu Überschwemmungen und Erdrutschen. Berichte über Verletzte gab es nicht.

In der sizilianischen Inselhauptstadt Palermo stürzte wegen des starken Windes ein unbewohntes Gebäude ein. In einigen Ortschaften stürzten zudem Bäume um. Auch einige Bäche traten über die Ufer. In Kalabrien sorgten Regen und Wind in einigen Gegenden für Chaos. Straßen sind dort noch immer überschwemmt. Die Lage hat sich jedoch laut Wetterdienst zunächst beruhigt.

Auch die bei Touristen beliebten Liparischen Inseln nördlich von Sizilien waren betroffen. An den Hafenanlagen einiger der Inseln verzeichneten die Behörden Schäden in Millionenhöhe, wie die Nachrichtenagentur Ansa meldete. Zeitweise waren die Inseln wegen des Windes mit dem Schiff nicht erreichbar. Bekannt ist vor allem die Insel Stromboli mit dem gleichnamigen Vulkan.

Da wartet ein wunderbarer sonniger Sonntag auf uns

Nach dem Eisregenchaos am Montag gibt es ab heute für eine längere Zeit eine Wetterzweiteilung in Deutschland. Oben Blau unten Grau - eine markante Inversionswetterlage sorgt für völlig unterschiedliches Wetter. Im Tiefland bleibt es dauergrau bei Frost und Nebel, auf den Bergen herrscht Kaiserwetter bei deutlichen Plusgraden. Ein markantes Hochdruckgebiet ist ursächlich für die Wetterlage. Wer dem Dauergrau entfliehen möchte, muss auf die Berge, wie z.B. Erzgebirge. Auf dem Fichtelberg herrschte strahlender Sonnenschein. In Annaberg-Buchholz auf dem Pöhlberg eisige - 1 °C, Nebel dafür aber wundervolle Eisansätze an der Vegetation. Wer aus der Luft die Inversion betrachtet, darf ein Meer aus Nebel genießen.
Inversionswetterlage: Traumhafte Aufnahmen aus dem Erzgebirge

Hoch Beate mit Zentrum über Mitteleuropa bestimmt auch heute unser Wetter. Der Tag startet aer oft noch mit dicken Nebelfeldern, im Südosten sowie an der Nordsee schon mit Sonnenschein. Im Tagesverlauf kann sich die Sonne nahezu landesweit gegen den Nebel durchsetzen. Nur am Rhein sowie westlich davon halten sich stellenweise noch Nebelreste.

Im Nebel gibt es nur Werte um 0 Grad; sonst werden es 2 bis 7, auf den Bergen sogar bis zu 12 Grad.

Dem Wald geht es schlecht - Zukunftskommission gefordert

Mit Blick auf die Neuwahl des Bundestages fordert der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) die Einrichtung einer Zukunftskommission Wald. Eine künftige Regierung müsse sich dieser Aufgabe stellen, sagte Nabu-Präsident Jörg-Andreas Krüger. Forstwirtschaft, Politik und Naturschützer sollten an einen Tisch, um ein tragfähiges Gesamtkonzept für den Umbau und die naturverträgliche Bewirtschaftung des Waldes zu vereinbaren.

Die Union habe bereits in der Vergangenheit erklärt, dass sie offen für so ein Vorgehen sei. „Bei einem System wie dem Wald, den man über zwei oder drei Generationen denken muss, macht ein Hü und Hott keinen Sinn“, sagte Krüger. Der Nabu ist nach eigenen Angaben der älteste und mit rund 940.000 Mitgliedern und Fördernden der mitgliederstärkste Umweltverband in Deutschland.

Nur noch jeder fünfte Baum werde als gesund eingeschätzt, sagte Krüger. Zugleich ist der Wald zu einer CO2-Quelle geworden statt zu einer Senke, die also das klimarelevante Gas bindet. „Und wir sehen die neuen Klimaszenarien.“ Auch Baumarten, die bisher als Zukunftsbaumarten gehypt worden – etwa Roteiche, Douglasie - seien nun mit Risiken und Grenzen verbunden.

Wetterlage am Sonntag, den 19. Januar

Wetterlage am Sonntage
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Video: Temperaturverlauf in Deutschland für die nächste 14 Tage

(mit dpa)