Der Wetter-Tag bei wetter.de
Bis -10 Grad und der Schnee, der liegt, bleibt
Liebe Wetter-Gemeinde, hier nun die Aussichten für den Start ins Wochenende:
wer in den Schnee will, sollte vorher genau gucken, wo welcher liegt. Denn Wind, Regen und milde Luft haben in den letzten Tagen beispielsweise kräftig an der Schneedecke im Hochschwarzwald genagt. Ski und Rodel gut heißt es dagegen in Winterberg im Sauerland, wo derzeit deutlich mehr Schnee liegt als im Schwarzwald. Auch die Nordeifel ist verschneit. Das kommt auch nicht mehr so oft vor.
In der Nacht fällt über der Mitte noch etwas Schnee, sonst lockern die Wolken auch mal längere Zeit auf. Deutschlandweit wird die Nacht frostig – nur auf den Nordseeinseln bleiben die Temperaturen knapp über Null. In der Eifel kann es über Schnee auch mal runter auf -7 Grad gehen, an den Alpen sogar auf -10. Ein Vorgeschmack auf das, was da noch kommt. Achtung! Es besteht Glättegefahr durch Schnee oder gefrierende Nässe.
Am Samstag gibt es nur im äußersten Osten dichte Wolken mit etwas Schneefall. Sonst kann sich die Sonne zumindest ab und zu, in Schleswig-Holstein sowie an den Alpen sogar häufig durchsetzen. Die Temperaturen erreichen -3 bis +3, an der Nordsee bis +5 Grad. Speziell im Osten weht noch kalter Wind.
Wasserstände an Rhein und Mosel steigen weiter - aber nicht mehr lange

Die Wasserstände von Rhein und Mosel steigen weiter an. „Nach Überschreitung der Höchststände werden die Wasserstände bis übers Wochenende rasch fallen und sich die Hochwassersituation entspannen“, teilte die Hochwasservorhersagezentrale Rheinland-Pfalz aber mit. Grund für die zunächst weiterhin ansteigenden Wasserstände seien der Regen und eine hohe Vorfeuchte, hieß es von der Zentrale. Am Mittelrhein sollen die Pegelstände ab Samstag wieder fallen.
Öltanker treibt vor Rügen - gesichert

Ein unter der Flagge Panamas fahrender Öltanker ist mehrere Stunden manövrierunfähig vor Rügen in der Ostsee getrieben. Deutsche Einsatzkräfte sicherten am Nachmittag das Schiff. Die mit 99.000 Tonnen Öl beladene Eventin wurde vom Notfallschlepper Bremen Fighter an den Haken genommen und soll in einen Hafen geschleppt werden - wohin, war zunächst unklar. Eine Gefahr für die Umwelt bestand nicht.
Hochwasser: Zwei Menschen am Moselufer im Auto eingeschlossen
Zwei Menschen sind vom Hochwasser am Moselufer überrascht und in ihrem Auto vom Wasser eingeschlossen worden. Nach Angaben der Polizei saßen die 59-jährige Frau und der 49 Jahre alte Mann am Donnerstagabend zusammen im Auto, als sie zwischen Perl und Besch nahe der Grenzen zu Frankreich und Luxemburg von 40 bis 50 Zentimeter hohem Wasser eingeschlossen wurden. Die Frau rief daraufhin die Polizei - Einsatzkräfte befreiten die beiden. Das Auto wurde von der Freiwilligen Feuerwehr aus dem Wasser gezogen. (dpa)
Niederschlagsmengen am Vormittag (von 7 bis 13 Uhr)

Viel ist es nicht mehr, was jetzt noch fällt: Die Niederschlagssummen von 7 bis 13 Uhr zeigen verbreitet nur einen Liter Regen beziehungsweise Schnee pro Quadratmeter oder weniger. Das ist deutlich weniger als das, was gestern gefallen ist. Ungefährlich sind die Niederschläge trotzdem nicht: Für Glätte braucht man keine gewaltigen Regenmengen.
- Zum Vergleich: Am Donnerstag reichten die Niederschlagsmengen etwa bis zu 30 Litern pro Quadratmeter.
Temperaturen in Deutschland um 12 Uhr

Die Temperaturen in Deutschland liegen nahe am Gefrierpunkt. Wegen des Windes fühlt es sich aber ein gutes Stückchen kälter an: Die sogenannten gefühlten Temperaturen liegen verbreitet unter 0 Grad.
- An der Nordsee ist es ein bisschen milder, deshalb fällt dort eher Regen.
- Im Osten hingegen fällt teils Schnee.
Lage katastrophal: Feuer in Los Angeles

Leider auch heute keine wirklich guten Nachrichten aus Kalifornien. Die Feuer haben mittlerweile rund 10.000 Häuser zerstört und mindestens 10 Menschenleben gefordert. Noch immer sind die Brände nicht unter Kontrolle.
Das Wetter bringt nur bedingt Linderung
Die heftigen Winde, die das Feuer angefacht haben, schwächen sich zwar ab, große Feuer produzieren aber auch immer eigene Windsysteme und entwickeln damit ein Eigenleben. In den nächsten Tagen sind leider keine nennenswerten Niederschläge zu erwarten. Der Wind könnte am Wochenende auch wieder auffrischen und auf Nord drehen. Damit kommt zwar kühlere Luft, Glutnester können aber wieder aufleben. Durch die Winddrehung könnten auch andere Regionen der Stadt bedroht sein. Bis jetzt sind die Feuer weiterhin nicht unter Kontrolle und die Gefahr bleibt damit sehr groß.
Wie riesig allein das sogenannte Palisades-Feuer im Westen der Stadt ist, zeigt ein Vergleich mit deutschen Städten bei unseren Kolleginnen und Kollegen von ntv.
Aktuelle Bilder aus Kalifornien
Hochwasserlage in Deutschland

Die kräftigen Niederschläge sind vrobei, damit entspannt sich die Hochwasserlage zunächst an den kleineren Flüssen und Bächen. Hier ist die Gefahr regional durchaus hoch. Manche Flüsse haben die Meldestufe 2 überschritten. Damit gibt es deutlich Ausuferungen, Straßen und Wege werden genauso überflutet wie Landwirtschaftsflächen und ufernahe, nicht geschützte Gebäude.
Flüsse mit Pegeln der Meldestufe 2 (Stand 10.00 Uhr):
- Lahn
- Fränkische Saale
- Altmühl
- Aller
- Haidenaab
Am Pegel Schenkenau an der Itz (Oberfranken) wurde sogar die Meldestufe 3 überschritten, womit bewohnte gebiete bedroht sind. Insgesamt gibt es 4 Meldestufen, in manchen Bundesländern nur 3, wobei die Meldestufe 3 dann höher klassifiziert ist. Sollte man sich in einem der Areale aufhalten, ist ein Blick auf die Seiten der amtlichen Hochwasserzentralen dringend zu empfehlen.
An den großen Flüssen, vor allem am Rhein und an der unteren Mosel steigen die Wassserstände derzeit noch. Generell wird das aktuelle Hochwasser aufgrund der Wetterberuhigung aber glimpflich ablaufen. In Köln bleibt der Pegelstand wohl knapp unter der ersten kritischen Marke von 8,20 Meter. Ab dann reicht das Wasser des Rheins nicht nur gefährlich nach an bewohnte Areale, sondern schwappt auch auf die Uferpromenade der Altstadt.
Nach Wintereinbruch: Wo ist es weiß?

Besonders dort, wo sich die Luftmassengrenze am Donnerstag am längsten aufhielt, liegt auch heute noch viel Schnee. Im Süden wurde die sehr milde Luft zwar vertrieben, viel Schnee fiel aber nicht mehr. Die etwas höher gelegenen Regionen hat es dennoch etwas eingezuckert. In den Alpen und am höheren Alpenrand waren es noch ein paar Zentimeter mehr.
Schneehöhen heute Morgen (Auswahl):
In den Bergen:
- 130 cm – Zugspitze
- 68 cm – Großer Arbeiter
- 48 cm – Kreuth-Glashütte
- 44 cm – Fichtelberg
Im Westen:
- 27 cm – Wipperfürth
- 26 cm – Lichtenau in Westfalen
- 23 cm – Rüthen
Im Osten:
- 12 cm – Wiesenburg
- 10 cm – Potsdam
- 10 cm – Meyenburg
- 10 cm – Grambow
Danke Winter! Schnee enttarnt Einbrecher
So blöd kann es laufen – für die Einbrecher zumindest. Dank der Schneefälle wurde in Bab Lasphe in Nordrhein-Westfalen eine recht einfache Spurensuche möglich. Fußabdrücke führte die Polizei auf eine heiße Fährte.
Stundenlanger Stau mit etwa 100 Lkws auf der A46
Rund 100 Lkws haben in der Nacht auf der A46 bei Olsberg im Hochsauerlandkreis stundenlang im Schnee festgesteckt – die Autobahn war in beiden Richtungen von Bestwig bis Olsberg für mehrere Stunden komplett gesperrt. Bis um spätestens sieben Uhr sollte die Strecke jedoch wieder freigegeben sein, teilte die Polizei am frühen Morgen mit. Der Berufsverkehr soll nicht beeinträchtigt sein. (dpa)
Unfall wegen Glätte
Kälte und Wind

Die Höchstwerte auf den Thermometern werden bei rund -2 bis 3 Grad, am Oberrhein und an der Nordsee bei bis zu 6 Grad. Berechnet man den Wind mit ein, erhält man den sogenannten Windchill, also die gefühlte Temperatur. Die wird sehr verbreitet im Frostbereich liegen. Im Bergland fühlt sich die Luft teils wie -10 oder -13 Grad an. Da heißt es: „Warm anziehen!“.
Schneehöhen am Morgen
Schneehöhen abseits der höheren Berge (in cm):
- Lüdenscheid (NRW): 22 cm
- Lügde (NRW): 15 cm
- Aachen (NRW): 14 cm
- Alfeld (NI): 13 cm
- Ummendorf (ST): 12 cm
- Essen-Bredeney (NRW): 10 cm
Wetteraussichten für heute, Freitag, den 10. Januar

Guten Morgen liebe Wetter-Freundinnen und -Freunde,
heute gibt es in der Nordosthälfte viele Wolken und zahlreiche Schneeregen-, Schnee- und Graupelschauer, in Nordseenähe sind es meist Regenschauer. Am Nachmittag sind im Osten gebietsweise längere leichte Schneefälle mit Glätte möglich. Sonst setzt sich nach letztem Schnee an den Alpen regional öfter die Sonne durch und es bleibt überwiegend trocken. Am freundlichsten wird es in einem Streifen vom Rheinland über das Rhein-Main-Gebiet und die Rhein-Neckar-Region bis nach Oberbayern.
In der recht kalten Luft liegen die Höchstwerte zwischen -2 Grad im Vogtland und 6 Grad auf den Ostfriesischen Inseln. Im Westen und Südwesten weht meist nur noch schwacher, sonst mäßiger, in Böen teils starker West- bis Nordwestwind. In den ostdeutschen Mittelgebirgen und an der See sind exponiert noch einzelne stürmische Böen dabei.
Wetterlage: Luftmassengrenze hat sich aufgelöst

Die Luftmassengrenze hat sich aufgelöst und die Kaltluft landesweit durchsetzen können. Diese wird mit Hoch Beate“ von Westen her trockener, im Osten wirken noch die Reste von Tief „Charly“ mit mehr Feuchtigkeit und leichten Niederschlägen, die überwiegend als Schnee fallen. Am Wochenende ist dann überwiegend trocken-kaltes Winterwetter zu erwarten und der anfangs im Osten und Nordosten noch ruppige Wind lässt bis Sonntag nach. Zu Beginn der neuen Woche wird es im Norden allerdings schon wieder windiger und in der Folge mit der Annäherung atlantischer Frontensystem milder und unbeständiger.
Hochwasser in Deutschland
Viele Flüsse führen derzeit erhöhte Wasserstände, die Hochwassermeldehöhen sind an einigen Pegeln des Oberrheins, Neckars, Mains, der Mosel, Saar, Nahe und Nebenflüssen überschritten.
Video: Temperaturverlauf in Deutschland für die nächste 14 Tage
(mit dpa)



