Der Wetter-Tag bei wetter.de

Unwettergefahr vs. Entspannung: Vorsicht Nordosten und Franken!

Gewitterlage um 19.45 Uhr: Im Nordosten und Franken sind die heftigsten Gewitter unterwegs.
Gewitterlage um 19.45 Uhr: Im Nordosten und Franken sind die heftigsten Gewitter unterwegs.

Unwettergefahr
Abgesehen von kleineren Gewittern, die punktuell durchaus heftig sind, fallen zwei Regionen auf. Von Nord-Baden-Württemberg ziehen mehrere Gewitter in Richtung Franken und erwischen dabei teils die gleichen Regionen mehrfach. Der Starkregen kann örtlich damit zum Problem werden. Binnen kurzer Zeit fallen teils 20 bis 30 Liter pro Quadratmeter, teils durchsetzt mit kleinem Hagel.
Ein zweites Zentrum befindet sich im Nordosten, über Mecklenburg-Vorpommern und dem Norden Brandenburgs. Diese Zellen sind sehr regenintensiv (30 bis 40 Liter in einer Stunde) und ziehen als Front durch – erwischen also deutlich mehr Orte und Menschen. Punktuell sind hier Sturmböen, eventuell auch schwere Sturmböen zu erwarten. Auch Hagel kann dabei sein.
Entspannung
Entwarnung kann für die Regionen dazwischen gegeben werden. Hier wird es wohl mal windiger, eventuell ziehen einzelne Schauer oder deutlich schwächere Gewitter durch. Dann war’s das aber auch. Die Temperatur geht runter und wir blicken einer halbwegs ruhigen Nacht entgegen. Das gilt nach Abzug der kräftigeren Gewitter auch für den Nordosten und Süden.
Die Nacht verläuft übrigens abgesehen vom Osten mit Werten um 17 Grad auch deutlich frischer! Die Temperaturen gehen häufig auf Werte um 15 Grad zurück, im Westen teils auf Werte um 12 Grad.

Hitze im Osten, Abkühlung hinter den Schauern und Gewittern im Westen.

Das sind die heutigen Höchstwerte:

  • 32,0 Grad – Bitterfeld-Wolfen
  • 31,9 Grad – Genthin
  • 31,4 Grad – Barleben
  • 31,3 Grad – Guteborn
  • 31,2 Grad – Seehausen
  • 19,4 Grad – Neuenburg am Rhein
  • 10,2 Grad – Zugspitze

Gewitter gegen 17.45 Uhr: Einige kleine Zellen mit Zugrichtung Ostnordost. Ein großer Komplex in Richtung Ostsee.
Gewitter gegen 17.45 Uhr: Einige kleine Zellen mit Zugrichtung Ostnordost. Ein großer Komplex in Richtung Ostsee.

Ab jetzt...

Vor allem in Mecklenburg-Vorpommern wird es jetzt ungemütlich. Vorsicht vor Starkregen mit 10 und 40 Litern pro Quadratmeter in kurzer Zeit. Außerdem kann Hagel mit 1 bis 3 Zentimeter Größe dabei sein. Auch Sturmböen, eventuell schwere Sturmböen sind möglich.

Ansonsten sind einige kleinere Gewitter unterwegs, die im Kern aber ähnliche Auswirkungen haben. Dementsprechend Vorsicht von der Nordhälfte von Baden-Württemberg, Franken, Hessen, Thüringen, Ost-Niedersachsen und Sachsen-Anhalt.

In den nächsten Stunden...

Im Laufe des Abends können einzelne heftige Gewitter auch Brandenburg und Berlin erreichen. Im äußersten Süden ist das Gröbste durch. Dennoch kann es nochmal einzelne Schauer oder Gewitter geben. Auch morgen brodelt es hier nochmal.

Im Westen ist die Luftmasse ausgetauscht und es bleibt trocken. Hier verlauf auch die Nacht wieder deutlich frischer – ideal zum Durchlüften und Aufatmen.

Zwischenstand Unwetterlage: 17.40 Uhr

Autsch! Volltreffer für Hamburg

Ein gewitterkomplex ist von NRW aus über Niedersachsen gezogen und hat jetzt auch Hamburg voll erwischt. Dabei gab es Niederschlagsraten von bis zu 39 Litern in einer Stunde und einen Temperatursturz von teils 10 Grad. Örtlich kam es dabei zu stürmischen Böen wie in Boizenburg mit 72 km/h.

Größerer Gewitterkomplex im Alpenvorland

Ähnlich ging es zuvor schon in München und Umland zu. Auch hier waren in den Zentren der Gewitter Regenraten von schnell 20 oder 30 Litern in der Stunde. Die höchste Windgeschwindigkeit gab es in Ingolstadt mit 76 km/h.

Sonst viele kleine, aber garstige Gewitterzellen

Kleinere aber durchaus heftige Gewitter gab und gibt es aber auch dazwischen! So wurden in Geisenheim sogar 96 km/h gemessen – höchst gefährlich, weil belaubte Bäume dem kaum standhalten können. Zum Glück waren das bisher nur Ausnahmen.

Great Barrier Reef: Höchste Wassertemperatur seit 400 Jahren

ARCHIV - 12.01.2016, Australien, ---: HANDOUT - Australien, November 2016: Ein Foto aus dem November 2016 zeigt geschädigte, gebleichte Korallen am Zenith Reef im nördlichen Great Barrier Reef. Warme Meerestemperaturen setzen Korallen immer mehr zu. In den vergangenen Jahren sind die Abstände, in denen  Korallenbleichen in einer Region auftreten, geringer geworden. (zu dpa: «Great Barrier Reef: Höchste Wassertemperatur seit 400 Jahren») Foto: Greg Torda/ARC Centre of Excellence in Coral Reef Studies/AAP/EPA/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Korallenbleiche im Jahr 2016

In der letzten Zeit konnten sich einige Korallen etwas erholen, jetzt sind sie stärker bedroht als zuvor. Denn die Temperaturen haben einen neuen Höchstwert erreich. So heiß wie seit mindestens 400 Jahren nicht.

Forschenden um Benjamin Henley von der University of Melbourne in Australien haben anhand Korallenskeletten aus dem Riff analysiert und konnten die Temperaturen von 1618 bis 1995 rekonstruieren. Das Ergebnis: Vor dem Jahr 1900 seien die Wassertemperaturen relativ stabil gewesen. Von 1960 bis 2024 sei die Temperatur stetig gestiegen - durchschnittlich um 0,12 Grad pro Jahrzehnt.

Fünf Massenbleichen in acht Jahren

Wird das Wasser zu heiß, geraten die Korallen in Stress, werden quasi krank und bleich. Diese sogenannte Korallenbleiche führt letztendlich zum Tot der Korallen. Durch den menschengemachten Klimawandel sind die Meerestemperaturen immer weiter gestiegen. El Niño hat zuletzt zwar für Hitzerekorde zu Luft und Wasser gesorgt, allerdings bei Australien für eine Dämpfung des Effektes des Klimawandels gesorgt. Mit dem Wegfall von El Niño und dem drohen von La Niña wird es sehr schnell wieder deutlich heißer im Wasser vor Australen. Der nächste Sommer droht die Korallenbleiche wir womöglich deutlich zu verschärfen.

Die erste große Korallenbleiche wurde 1980 entdeckt. Seit dem kommt es immer häufiger dazu. Erst im März wurde am Great Barrier Reef die fünfte Bleiche innerhalb von acht Jahren bestätigt. Die Forscher kommen zu einem klaren Schluss: „Ohne schnelle, koordinierte und ambitionierte globale Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels werden wir wahrscheinlich Zeuge des Untergangs eines der großen Naturwunder der Erde sein.“ Dem können auch wir von wetter.de nichts mehr hinzufügen.

(dpa, wetter.de)

Wetter aktuell kurz und knapp

Am Nachmittag erwarten wir teils kräftige Schauer und Gewitter, örtlich mit Starkregen, Hagel und Sturmböen. Im Osten bleibt es allerdings noch länger sonnig und trocken. Nach den Niederschlägen wird es ganz im Westen allmählich freundlicher. Die Höchstwerte liegen bei 21 bis 32 Grad.

Satellitenbild von 12 Uhr: Die Kaltfront liegt über der Westhälfte von Deutschland

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Satellitenbild von Europa um 12 Uhr

Dieses Satellitenbild zeigt, wie sich die Kaltfront über Europa zieht und inzwischen die Westhälfte Deutschlands mit Wolken bedeckt. Dort hat die Sonne Mühe. Im Südwesten von Deutschlands, über den Alpen und der Schweiz sieht man einen dickeren Wolkenfleck. Dort sind am Vormittag bis zu 14 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen (innerhalb von sechs Stunden. In der Nähe, aber auf französischem Boden, kamen sogar 38 Liter pro Quadratmeter innerhalb von sechs Stunden zusammen.

Kaltfront trifft auf Hitze

Unser Wetter heute wird von einer Kaltfront bestimmt, die von Westen nach Osten über Deutschland zieht. Damit verbunden sind Regengüsse und Gewitter – und eben eine Abkühlung. In der Prognose für 14:00 Uhr kann man das gut sehen: Im Osten werden noch 30 Grad erreicht (dort ist die Kaltfront zu dem Zeitpunkt noch nicht angekommen) und im Westen ist es nur mäßig warm, beziehungsweise kühl.

Das Thema Hitze ist damit allerdings nicht erledigt. Ab Freitag erreicht Deutschland voraussichtlich wieder die 30-Tage-Marke. Nächste Woche wird es dann nach unserer Prognose besonders heiß mit bis zu 36 Grad.

Prognose für 14:00 Uhr: Deutliche Temperaturunterschiede

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Prognose für 14:00 Uhr: Die Kaltfront kommt von Westen. Bevor sie den Osten Deutschlands erreicht, werden dort nochmal bis zu 32 Grad erreicht.

Kaltfront erreicht Deutschland

Heute überquert uns eine Kaltfront. Inzwischen hat sie den westlichen Rand Deutschlands erreicht und bringt dort die ersten Schauer und Gewitter. Bis sie den Osten bleibt es dort noch sonnig – und teils heiß.

Unten seht ihr ein Satellitenbild von der Kaltfront. Im Video oben könnt ihr sehen, wie sie nach Prognose weiterziehen wird.

Satellitenbild von Mittwochmorgen

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IR-Satellitenbild am Mittwochmorgen (EUMETSAT / Made with wetterglobus.com)

Wetteraussichten für Mittwoch

Heute ziehen Gewitter von Westen nach Osten über Deutschland. In der Osthälfte ist es noch lange und an der Oder sogar bis zum Abend sonnig. Im Südwesten und in Nähe zu den Niederlanden ziehen dagegen bereits am Vormittag Schauer und örtliche Gewitter auf. Am Nachmittag bilden sich abgesehen vom Nordosten sowie vom äußersten Westen teils kräftige Schauer und Gewitter, örtlich mit Starkregen, Hagel oder Sturmböen.

Im Westen heitert es im Laufe des Nachmittags und frühen Abends auf. Die Höchstwerte liegen bei 21 Grad auf Wangerooge bis 32 Grad zwischen Leipzig und Dresden. Abgesehen von Gewitterböen weht der Wind schwach bis mäßig und dreht von Süd bis Südost auf Südwest bis West.

Wetterlage: Hochdruck nur noch schwach

Wetterlage Deutschland
Von Westen her baut sich erneut schwacher Hochdruckeinfluss auf. Im Südosten sind noch Reste der Kaltfront aktiv, und im Nordwesten kann eine durchziehende Störung für ein paar Schauer sorgen.

Hoch Kai wird nach Osten abgedrängt und von Westen her greift die Kaltfront von Islandtief Nicole auf Deutschland über. An ihr und im Vorfeld können sich kräftige Schauer und Gewitter bilden, die in der Nacht auch über die Osthälfte hinwegziehen.

Am Donnerstag beruhigt sich das Wetter wieder und von Westen her baut sich erneut schwacher Hochdruckeinfluss auf. Im Südosten sind noch Reste der Kaltfront aktiv und im Nordwesten kann eine durchziehende Störung für ein paar Schauer sorgen.

Am Freitag verbleibt der Süden unter Hochdruckeinfluss, während im Norden Tiefausläufer durchziehen. Dabei nehmen in der Nordhälfte die Luftdruckunterschiede zu und es wird entsprechend windig.

(mit dpa)