Viele Unfälle in der Nacht zum Montag

44-Jähriger vom Blitz erschlagen – Feuerwehr pausenlos im Einsatz

13 Verletzte und ein Toter

Unwetter mit Starkregen haben in Teilen Nordrhein-Westfalens und im Norden Bayerns erneut für zahlreiche Einsätze von Feuerwehr und Polizei gesorgt. In Ostwestfalen gab es auf den Fernstraßen bis zum Sonntagabend 30 Unfälle durch Aquaplaning, wie die Autobahnpolizei Bielefeld für ihren Bezirk mitteilte. Insgesamt wurden dabei 13 Menschen verletzt. In Münster in Westfalen und in Bayreuth in Oberfranken mussten die Feuerwehren ausrücken, um vollgelaufene Keller leer zu pumpen. Besonders tragisch war ein Fall in Sachsen-Anhalt, bei dem ein 44-Jähriger von einem Blitz getötet wurde.

30 Unfälle und 30 Notfälle in Ostwestfalen

13.06.2020, Th·ringen, Felchta: Feuerwehrleute arbeiten auf einer nach einem Unwetter überfluteten Straße. Heftige Unwetter haben in der Nacht zu Sonntag in Thüringen Straßen überflutet und Keller unter Wasser gesetzt. (Bestmögliche verfügbare Qualit
Heftige Gewitter in Thüringen hatten Straßen und Keller überflutet. © dpa, Bernd März, Bernd März gfh

Er wurde in Höhnstedt in Sachsen-Anhalt von einem Blitz getroffen und starb noch an der Unglückstelle. Er hatte sich mit seinen Bekannten am Samstagabend in einem Garten getroffen, wie die „Bild“ berichtet. Als er seine Notdurft abseits der Gruppe verrichtete, wurde er dann von einem Blitz getroffen und war laut Aussagen von Zeugen sofort tot. Wie die „Bild“ weiter berichtet, handele es sich bei dem Verstorbenen um einen CDU-Politiker.

Im Münsteraner Stadtteil Amelsbüren waren Rettungskräfte im Einsatz, um Regenwasser aus dem Keller eines Krankenhauses zu pumpen. Insgesamt mussten die Freiwilligen Feuerwehren im Stadtgebiet zu rund 30 Notfällen ausrücken. In Bayreuth waren Polizei und Feuerwehr wegen überfluteter Fahrbahnen, umgestürzter Bäume und Unfällen gefordert. Dort wurden rund 75 Einsätze wegen des Starkregens registriert.

Unwetter halten auch am Montag an

Auf mehreren Fernstraßen gab es Unfälle wegen Aquaplanings. „Viele Fahrzeugführer waren bei dem starken Regen einfach zu schnell unterwegs“, hieß es in einer Mitteilung der Autobahnpolizei Bielefeld. Demnach war vor allem die Autobahn 2 zwischen den Anschlussstellen Oelde und Bad-Eilsen am Sonntagabend betroffen. In Thüringen registrierte die Polizei am Sonntag auf den Autobahnen 18 Unfälle auf regennassen Fahrbahnen, wie aus einer Mitteilung am Montag hervorging. Bei zwei Unfällen auf der A4 bei Gotha und auf der A38 bei Burgwalde kam je ein Mensch ums Leben. Bereits gestern mussten in Grainau 65 Wanderer per Hubschrauber aus der Höllentalangerhütte gerettet werden. 

Die weiteren Aussichten bringen bis zum Ende der Woche wiederholt gewittrige Regengüsse mit Unwetterpotenzial.