Erneut bis 35 Grad
Unwetter-Fahrplan aus der schwülen Hitze
Die Hundstage 2024 haben den Höhepunkt erreicht und werden von teils heftigen Gewittern abserviert. Ein brisanter bis gefährlicher Luftmassen-Mix mit reichlich Schwüle und Energie. So geht es jetzt weiter.
Oben im Video: Unwetter auch am Wochenende noch ein Thema
Die Ausgangslage: Tiefdruck-Karrussel crasht Hochsommer

Während zum Wochenanfang Hoch Maschal noch die Zügel in der Hand hatte, steht jetzt ein gewaltiger Tiefdruckkomplex beim Wetterroulette ganz weit vorn. Bei Island drehen sich die Tiefs Petra, ex-Debby (der ehemalige Hurrikan Debby) sowie Rebecca und sorgen hierzulande für eine feuchtwarme und dementsprechend hochexplosive Südwestströmung. Darin eingelagert ist auch noch Gewittertief Quintessa. Das liegt mitten über Deutschland und sorgt zuerst einmal weiterhin für ein hohes Unwetterpotenzial.
Wie ist die aktuelle Entwicklung in Deutschland?
In diesem Gesamtmix gibt es heute zunächst im Westen und Nordwesten Regenschauer oder teils kräftige Gewitter. Der Osten startet derweil noch zeitweise sonnig. Im Tagesverlauf bilden sich dann fast landesweit lokale Gewitter mit Unwetterpotenzial. Nur Richtung Vorpommern bleibt es noch lange trocken. Im Nordwesten 23 bis 27 Grad, im Süden und Osten noch 30 bis 35 Grad.
Wetterkarten und -prognosen für Deutschland, Europa und weltweit
Welche Gefahren erwarten uns jetzt?
Vor den Gewittern ist es nach wie vor enorm schwül, so dass wir uns in vielen Landesteilen weiterhin auf eine sehr große Hitzebelastung einstellen müssen. Und auch nachts bleibt es zum Teil tropisch, also mit Tiefstwerten nicht unter 20 Grad.
Gleichzeitig werden die Gewitter mit Unwettergefahr wieder aktiver. Das gilt bis in die Nacht hinein, wenn sich der Schwerpunkt der Gewittertätigkeit tendenziell Richtung Südosten und Osten verlagert. Hierbei besteht nach wie vor das Potenzial für hohe Blitzraten, Starkregen, Hagel (Korngröße 2 bis 5 Zentimeter) sowie Sturmböen. Die möglichen Regenmengen liegen weiterhin im extremen Unwetterbereich und können es binnen kurzer Zeit stellenweise auf 40 bis 70 Liter pro Quadratmeter bringen - mit der Gefahr lokaler Überflutungen.
Wann ist die Unwettergefahr gebannt?
Am Donnerstag und Freitag wird es wesentlich weniger hitzig und damit ist die Unwetterneigung auf jeden Fall deutlich geringer. Am Wochenende sind dann zwar im äußersten Süden nochmals kräftigere Gewitter und viel Regen in Sicht. Im großen Rest sieht die Entwicklung aber wesentlich entspannter aus.
(apf, bal)